Das Ödland

Das Ödland (Systemland):

Das Ödland ist die reduzierte Welt des Materialismus, die nur durch empirische Daten nachzuweisen ist. Der  wissenschaftliche Forschungsstand ist beherrscht von reduktionistisch– atomistischen Gedankenmodellen. Kennzeichen der präholistische Konzeptionierung der Realität:  Unterentwickelte interdisziplinäre Forschung .Physik, Biologie und  Genetik sind von streng mechanischen Vorstellungen geprägt. Naturwissenschaft und Religion sind streng von einander differenziert, doch statt einer Integration der Teile, driften sie immer weiter auseinander und ergeben für einander keinen Sinn mehr.  

Das Universum ist eine  ausgeklügelte Maschine, die von der Wissenschaft eines Tages voll enträtselt sein wirdDer Mensch ist ein unbedeutender Teil in diesem großen Uhrwerk. Der Erkenntnisstand über die physikalische, chemische und biologische Ebene beeinflusst stark die kulturelle Ebene. Das Universum und die Existenz haben keinen  tieferen sind Sinn und sind geleitet von zufälligen Ereignissen. Das Leben des Menschen ist ein Kampf nach dem neodarwinistischen Grundsatz des Survival of the fittest. Rücksichtslosigkeit und unmoralisches Verhalten im Wirtschaftsleben wird weitgehend toleriert: „ Man muss eben sehen wo man bleibt und sich nehmen, was man bekommt. Jeder ist  auf sich gestellt und selbst der nächste.“  

Der kognitive Entwicklungsstand des Kollektivs  ist rational, der moralische Entwicklungsstand ist konventionell (soziozentrisch, ethnozentrisch, ist an eigenen Stamm, an eine Rasse, oder Gesellschaft gebunden).  Logik, Technik und egoistische Durchsetzungskraft sind deshalb vergleichsweise dominant, Moral,  Ethik und universales Mitgefühl sind vergleichsweise rezessiv. Emotionen sind  unbedeutende, oder sogar störende Nebenprodukte der chemischen Suppe im Gehirn. Die Folge sind kapitalistisch organisierte Gesellschaftssysteme mit hoher Effizienz und einem hohem Grad der Systematisierung und Institutionalisierung des Alltages. Flüchtiges Glück ist im Diesseits vor allem durch materiellen Überfluss und Anerkennung von einer breiten Masse realisierbar. Es gibt keine Seele, kein Leben nach dem Tod, keine metaphysischen Kräfte und damit auch keine authentische Spiritualität. Für den entseelten Menschen gibt es hier keine Möglichkeit zur Transzendenz. Das Ödland ist zweidimensional, es gibt keine vertikalen Evolutionsaufstieg des Bewusstseins durch Transformation und Integration(siehe auch zweidimensionales Flachland bei Ken Wilber). Religion und spirituelle Schriften sind das Produkt unterentwickelter Kulturen und  beherbergen  keinen tieferen Erkenntnisgehalt. Allein die industrialisierte Welt hat erstmals in der Menschheitsgeschichte den Schlüssel zur Wahrheit gefunden. Transpersonale Erfahrungen  sind pathologische Anzeichen oder  Symptome schwerer Geistesstörungen, die klinischer Behandlung bedürfen. Spirituelle Schriften des Altertums (z.B. Philosophia Perennis) und die  Modelle von Sri Aurobindo, Nagarjuna,  Jesus, Buddha und anderen Heiligen und Weisen sind bestenfalls  infantile Projekte zur Flucht aus der unerträglichen Trostlosigkeit der limitieren menschlichen Existenz. Eher aber sind sie  die Wahnvorstellungen von Psychotikern und Geisteskranken.

Siehe auch:

Das Wunderland

Weihnachten im Wunderland

Das Orange Programm

Philosophia Perennis

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