Gold Chartanalyse 13.01.2012

Die letzte Goldprognose vom 06.12.2011 wurde perfekt erfüllt. 1769 wurde nicht überschritten, wir haben bei einem Bruch von 1693 und 1664  das Freisetzten von Schwäche für die Marke 1592 prognostiziert. 1592 wurde ohne Schwierigkeiten erreicht, die Schwäche hielt bis 1522 an, ehe eine Erholung einsetzen konnte

Die Erholung nähert sich nun einem bedeutsamen Widerstand. Solange 1677 nicht überschritten wird, bleibt der übergeordnete Abwärstrend intakt.  Unser Primärszenario geht derzeit noch davon aus, dass 1677 hält und Gold nocheinmal eine Verkaufswelle in Richtung  1434 startet. Ein Bruch von 1619 aktiviert einen Test von  1602.  Wird 1602 unterschritten, steigert dies die Wahrscheinlichkeit, dass  1530 angesteuert wird. Dieser Unterstützungsbereich sollte sich als hartnäckig herausstellen, eine neuerliche Erholungsbewegung muss hier mit auf de Rechnung. Ein Bruch des Unterstützungsbereichs bestätigt jedoch die Schwäche und lässt 1434 erwarten.  Dieses  Primärszenario  bleibt aktiv,solange  1677 nicht überschritten wird. Unserem Modell nach liegt die Wahrscheinlichkeit dafür allerdings nur bei 56%. In einer Phase mit solch großer Unsicherheit heißt es Positionsgrößen verringern und für größere Trades auf klarere Situationen warten

Gelingt es 1677 zu überschreiten, so erhält die aktuelle Erholungsbewegung eine Verlängerung bis 1769

Euro Dollar Chartanalyse 09.01.2012

In der letzten Euro Dollar Analyse  am 06.12.2012 haben wir das nächste Kursziel 1,314 prognostiziert. Vorraussetzung dafür war, dass 1,355 nicht überschritten werden durfte. Der Euro hat  im Zuge der Erholung den Bereich 1,355 zwar  angetestet , aber nicht überschritten, womit der Abwärtstrend voll intakt blieb.  Der Bruch von 1,33 hat erwartungsgemäß wieder Dynamik  gebracht und den Euro in einem Rutsch auf das nächste Ziel 1,314 befördert

Wir haben für 1,314 eine längere Erholung im herrschenden Abwärstrend eingerechnet , diese fand jedoch nicht statt. Stattdessen bleibt der Euro weiter schwach und nähert sich mit großer Geschwindigkeit unserem langfristigen Ziel bei 1,15. 

Der Abwärstrend ist stark. Auf der Suche nach den nächsten Unterstützungen fällt der Bereich 1,239 ins Auge. Dort besteht unserer Ansicht nach die nächste Möglichkeit für eine längere Erholungsphase.  Solange 1,292 nicht überschritten wird, bleibt die Unterstützung 1,239 als nächster Zielbereich aktiv. Dort muss die charttechnische Situation nach Hinweisen für eine Erholung untersucht werden

Überschreitet der Euro 1,292, so lautet das nächste Ziel 1,308. Der langfristige Abwärstrend mit Ziel 1,15 bleibt voll intakt, solange 1,308 nicht überschritten wird. Bei einem Bruch von 1,308 wird das charttechnische Bild wieder bullisher gefärbt. Es  können dann langfristige Shortpositionen für Gewinnmitnahmen stark abgebaut werden. Eine Rückeroberung des Bereiches um 1,33 steht dann in Aussicht

Marktbericht 08.01.2012

EZB Programm und Fiskalunion

Wir sind zurück aus den Weihnachtsferien. Die Schuldenkrise hat inzwischen wenig Überraschendes gebracht. Wie zu erwarten war, musste die EZB mit einem Notprogramm die Eskalation verhindern und gewaltige 500 Milliarden in das Bankensystem pumpen (link).  Diese Aktion war zweifelsfrei notwendig, um die Aktienmärkte kurzfristig vor einem Crash zu schützen (wir hatten auf die akuten Gefahren eines Börsencrash hingewiesen link link), allerdings kam die Rettung ein paar Tage später als erwartet. Wir hatten eine Intervention um den 12.12.2011 eingerechnet (bei einem Dax Kurs um ca 5800 Punkte ). Die Verzögerung bis zum 20.12.2011 schickte den Dax  an den 5640er Bereich, ehe die  Kursrally einsetzen konnte.  Das angekündigte  Banken Bailout II (link)  wird dieses Mal also von der EZB übernommen. 

Die Ausweitung der Geldmenge ist am Laufen, wir dürfen uns auf weitere EZB Raketen freuen, die den Aktienmarkt aufblasen. Auch die politische Entwicklung Europas vollzieht sich nach Plan.  Auf dem Eu Gipfel am 09.12.2011 wurden weitere Schritte auf dem Weg zur Fiskalunion getätigt , und damit zu einer stärkeren Integration Europas (AgrarheuteARD , Presse ) . Merkel dazu " Wir werden eine neue Fiskalunion schaffen, die zugleich auch eine Stabilitätsunion ist."  

Entscheidend für die europäische Krise ist, wie die Anleihemärkte der PIIG Staaten auf die Maßnahmen reagieren, und da herrschte Ende Dezember  Ernüchterung. Zwar konnten die Zinsen für die kurzfristigen italienischen  Anleihen davon profitiieren (Presse) , die langfristigen blieben aber unverändert hoch im Bereich von 7% (kleinezeitung).  Damit ist die langfristige Situation für Italien untragbar , wir glauben weiterhin, dass zur Lösung der Eurokrise an den Eurobonds und einer zentralisierten Wirtschaftspolitik kaum ein Weg vorbei führen wird.  Längeres Zuwarten wird die  Situation nur weiter verschärfen. 

 

Die Entwicklung der europäischen Demokratie.

Die europäische Integration wird auf eine neue Ebene geführt. Der damit verbundene Autonomieverlust der  Staaten stößt den Bürgern nicht zu unrecht sauer auf.  Wie in den letzten Artikeln immer wieder angschnitten, liegt im derzeitigen Übergang zu einer größeren Holarchie die Gefahr, dass sich Machkonzentrate des Kapitals an der Spitze der Hierarchie bilden – und diese die  Demokratie noch stärker unterwanderen  und Wohlfahrtsverluste  der unteren Einkommensschichten verursachen.  Die immer stärkere Verschmelzung  von wirtschaftlicher Elite und Politik  wird das zukünftige Europa vor eine große Herausforderung stellen. Auch die enorme Lobbykonzentration in Brüssel wird umfassende Bemühungen benötigen, um diesen komprimierten Kern der Macht vor einer  Korruptionsausweitung zu schützen.  Ein wesentliches Werkzeug des Hierarchie-Gegenpols  werden die neuen digitalen Technologien bilden,  die durch netzwerkartige  Kommunikation  sich um den Erhalt des heterarchischen Informationsfluss des Regelsystems bemühen werden. Doch gerade eben hier liegt bei unkrtischer  Handhabung die Gefahr, dass Europa in ein totalitäres Regime des Kapitals abdriftet. Denn auch das Internet ist nicht vor den Einflüssen und Manipulationen der kapitalstarken Interessensgruppen geschützt. Je weiter sich der politische Prozess in das Netz verlagern wird, desto größer wird auch die Gefahr der Dollar-Demokratie werden, wenn die Individuen nicht in der Lage sind, die Struktur des kapitalistischen Systems zu durchschauen. 

S&P500 Chartanalyse 08.01.2012

Der S&P500 hat sich an die Marken der letzten Analyse gehalten. 1274 wurde nicht überschritten, womit das bullishe Szenario nicht aktiviert wurde. Stattdessen hat der Bruch von 1246 zum prognostizierten Ziel 1223 geführt. Mit dem Bruch von 1223 wurde das Szenario der Jahresendrally neutralisiert und das nächste Ziel 1204 in Angriff genommen.

Wir haben in der letzten Analyse am 06.12.2011 festgehalten, dass der S&P500 die Marke 1204 verteidigen muss, um  im langfristigen bullishen Szenario zu bleiben.  Zwar wurde 1204 marginal unterschritten, wir müssen diese geringe Verletzung jedoch als "Unschärfe" tolerieren und dennoch am langfristigen bullischen Szenario weiter festhalten. 

Der S&P500 hält sich noch im bullischen Modus, befindet sich charttechnisch jedoch in einer kritischen Situation.  Solange 1264 hält, bleibt der Aufwärstrend intakt und das nächste Ziel lautet 1296. Ein Bruch von 1296 setzt weiteres Kaufinteresse frei,  wie bereits in der letzten Analyse festgehalten, bleibt in diesem Szenario die Tendenz in Richtung 1360 auffrecht, wenngleich der Weg dorthin von zahlreichen Widerständen begleitet ist. 

Bei einem Bruch von 1264 ist Vorsicht angebracht, wir müssen dann eine Abschwächung bis 1250 einrechnen. Ein Bruch von 1250 setzt weiteres Verkaufspotential bis 1230 und 1200 frei.  Bei einem Bruch von 1200 lautet unser nächstes Kursziel 1156

Dax Chartanalyse 08.01.2011

Rückblick: Wir haben in der letzten Analyse am 6.12.2011 bei einem Bruch von 5920 eine Seitwärtsbewegung zwischen 5800 und 6000 prognostiziert. Ein Bruch von 6229 sollte im Dax die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung mit Ziel  6432 einleiten.  6229 wurde nicht überschritten, womit der Dax kein bullishes Trendfortsetzunssignal mehr setzen konnte. Der Bruch von 5920 hat zum erwarteten Ziel 5800 geführt. Doch der Dax war etwas schwächer als erwartet. 5800 war als unteres Ende der Seitwärtsbewegung nicht ausreichend, der Dax fiel bis 5637 ehe durch eine weitere EZB Rakete (1) wieder  Käufer gefunden werden konnten.  

Wichtig ist, dass im Zuge der  Schwächephase die wichtige Triggerline 5449 nicht unterschritten wurde. Wir haben diese Marke als entscheidend für den  Erhalt des bullischen Grundbios fixiert.  Ohne den Bruch dieser Marke gab es keinen Grund an der bullischen Grundstimmung zu zweifeln.

Die am 06.12.2012 prognostzierte Seitwärtsbewegung mit niedriger Volatilität neigt sich dem Ende zu. Im Dax erwartet uns nun wieder eine Phase mit erhöhter Dynamik und stärkeren Bewegungen. Wir dürfen weiterhin am Ziel 6432 festhalten. Es bleibt dabei, dass ein Bruch von 6229 das Signal für einen dynamischen Move setzt, der in Richtung 6432 gravitiert. Wie immer gilt, dass die Zukunft nicht vollständig in Stein gemeißelt ist.  Im Preis-Zeit Gefüge gibt es kritische Zonen, die das Szenario abschwächen oder gänzlich außer Kraft setzten. Ein erster Hinweis auf Schwäche ist ein Unterschreiten von 6011. Dann ist   auf den Unterstützungsbereich 5950 zu achten.  Wird dieser nach dem 09.01.2011 unterschritten, bedeutet dies eine Abschwächung des bullishen Szenarios und der Aufwärtsdynamik.  Ein Bruch von 5950 erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen Test von 5811. Spätestens bei 5811 muss es nach oben drehen, um am Ziel 6432 festhalten zu können.  Ein Bruch von 5811 aktiviert das nächste Kursziel bei 5635. Ein Bruch von 5635 lässt  einen Test von 5449 erwarten.  Bei 5635 liegt ein wichtiger Punkt für den langfristigen Trend, eine neue Bewertung der langfristigen technischen Situation muss dann erfolgen.  ( Seit dem 30.11.2011 hat der Dax  langfristige Signale für 7500 aktiviert- siehe Analyse) 

Doch solange 5811 nicht durchbrochen wird, können wir weiter am bullischen Szenario und am Ziel 6432 festhalten.