Der Weg in den Wirtschaftskollaps

 

Inhalt

 

 

Der Fall des Imperiums

Die Welt rätselt über den Verfall Amerikas. Städte[1] und ganze Staaten[2] sind bankrott, weite Landstriche gleichen Slums[3]. Die Verschuldung des Landes ist auf 16 Billionen Dollar explodiert, das Schulden/BIP Verhältnis liegt bei 107%. Die versteckten Schulden der Sozialkassen belaufen sich auf das Zehnfache des BIP. Die privaten Schulden betragen 250% des BIP[4]. Alleine die Schulden der Studenten liegen bei einer Billion Dollar.

Die bereits extreme Vermögensverteilung nimmt immer weiter zu[5]. Während die 1% Klasse ihren Besitzt konzentriert, ist eine Rekordzahl von Bürgern vom Hunger bedroht[6]. Die politische Landschaft gleicht einer Plutokratie in der Lobbys, Finanzoligarchen und Großkonzerne Einfluss auf die gewählten Entscheidungsträger nehmen und die Gesetze bestimmen. Gemeinsam haben sie die Terrorangst der Bevölkerung ausgenutzt, um die Verfassung zu unterwandern und Amerika schrittweise in einen Polizei– und Überwachungsstaat zu verwandeln.[7] Hinter der bröckelnden Fassade der Spaß– und Konsumgesellschaft verbirgt sich eine einstige Mittelschicht, die nun hoffnungslos verschuldet ist und ein Dasein zwischen Burnout, Unzufriedenheit und Angst vor der Armut fristet[8]. Die Amerikaner sind desillusioniert, die Depressionsraten nehmen stark zu[9] und laut Umfragen werden sie zunehmend unglücklicher[10]. Auch ihre Unbeliebtheit in der Welt ist auf Rekordniveau[11], nicht nur aufgrund der ständigen Kriegstreiberei, schonungslosen Umweltzerstörung und globalen Ressourcenausbeutung. Die Schockwellen von zwei geplatzten Finanzblasen haben sich über den ganzen Globus verbreitet. Als Folge davon kämpft die Weltwirtschaft noch immer gegen die hartnäckigen Kräfte einer Depression.     

Amerika hat sein Mojo verloren. Der Verfall ist so extrem, dass der Vergleich mit dem römischen Reich und anderen Imperien immer beliebter wird. Sir John Glubb hat in "The Fate of Empires"[12] den Aufstieg und Verfall früherer Imperien analysiert und Gemeinsamkeiten entdeckt. Ein Imperium existiert im Schnitt über 10 Generationen und  250 Jahre. Der Lebenszyklus hat 6 Abschnitte: Pionierzeit, Eroberung, Handel, Wohlstand, Intellekt und Dekadenz. Am Ende treten häufig Organisationen in Erscheinung die das Gesellschaftsgefüge von innen heraus zerfressen. Sinnhaftigkeit, Pflichtbewusstsein und die moralischen Werte unterliegen einem raschen Verfall, es herrschen Frivolität und Materialismus mit übermäßiger Wertschätzung für Geld und Sex. Weitere Merkmale für die Endphase sind eine hohe Vermögenskonzentration und die Zerstörung der Währung.

Der Abstieg Amerikas und der Verlust der ökonomischen Kraft hat vielschichtige Gründe. Mit der Deindustrialisierung hat eine kontinuierliche Verlagerung der Arbeitsplätze in Niedriglohnländer wie China stattgefunden. Doch der Umstieg der inländischen Arbeitskräfte vom sekundären in den tertiären Sektor hat sich als schwierig erwiesen. Auch das Informationszeitalter kann die sinkende Industrieproduktion nicht kompensieren. Anstatt die produktiven Kräfte im Inland zu stärken, hat sich Amerika auf die Verteidigung der Dollar Hegemonie[13] konzentriert, um dadurch den inländischen Konsum über Importe und langjährige Handelsbilanzdefizite finanzieren zu können. Die Folge davon ist, dass Amerikas größtes Exportgut Müll ist, der in Dritte Welt Länder abgeschoben wird. Doch anstatt in inländische Innovationen und Bildung zu investieren, konzentrierten sich die Bemühungen darauf, die militärische Vorherrschaft zu verfestigen, um mit neoimperialistischen Strategien den Großkonzernen Zugang zu ausländischen Rohstoffen zu sichern. 

Die geldpolitischen Fehlplanungen waren nicht weniger katastrophal. Mit der langjährigen Niedrigzinspolitik hat die Fed die New Economy Bubble genährt und damit den Grundstein für die heutigen Verwerfungen im Finanzsystem gelegt. Nach deren Platzen und enormen Vermögensvernichtungen wurde die Strategie des billigen Geldes verstärkt und mit einer Spekulationswelle die Sub-Prime Hypothekenblase angeheizt. Von deren Kollaps 2008 hat sich die amerikanische Ökonomie bis heute nicht erholt, auch Europa kämpft noch immer mit den Folgen dieser geplatzten Blase.

 

Ein parasitärer Finanzsektor

Nach Paul Craig Roberts hat auch Laissez Faire wesentlich zu den heutigen Problemen im Finanzsystem beigetragen. Die Politik der Deregulierung hat es der Finanzbranche ermöglicht, das Spekulationsgeschäft überdimensional aufzublasen, sodass die positiven Effekte der intertemporalen Ressourcenverteilungen (Kredite, Risiken)  durch negative Ponzi Scheme Effekte überkompensiert wurden. Durch die Aufhebung des Glass-Steagall Act entdeckten die Banken das hochgehebelte Spekulationsgeschäft wieder als attraktives Geschäftsmodell, das vor allem in den letzten 10 Jahren explosionsartig an Umfang gewonnen hat. Nicht nur Amerika leidet nun an einem aufgeblähten und hochgehebelten Finanzsystem, das parasitäre Effekte aufweist, auch in Groß Britannien und in der Euro Zone finden wir einen überdimensionierten Bankensektor, insbesondere bei den Investmentbanken und bei den spekulativen Aktivitäten. Das Welt-BIP wird derzeit auf rund 70 Billionen Euro geschätzt. Der internationale Derivatehandel ist in den letzten 10 Jahren explosionsartig auf nominal rund 600 Billionen Euro (brutto ca. 25 Billionen) angestiegen. Rund 80% der Derivaterisiken konzentrieren sich bei 5 Banken[14]. Das System der Schattenbanken weist einen geschätzten Umfang von 100 Billionen Euro auf.

Nach dem Platzen der Sub-Prime Hypotheken Blase nutzten die Großbanken ihr "too big to fail" Argument aus, um ihre Spekulationsrisiken in die öffentliche Hand zu transferieren, wodurch die Staatschulden in Amerika und Europa explodierten. Für die selbstregulativen Prozesse des Kapitalismus ist es jedoch von zentraler Bedeutung, dass Investoren für ihre Risiken selbst haften und faule Kredite und Fehlspekulationen durch den Reinigungsprozess des Marktes korrigiert werden. Normalerweise hätte im Jahr 2008 diese natürliche Marktlösung die spekulativen Banken mit einer Pleitewelle bereinigt und das Finanzsystem nach einer schmerzhaften Konsolidierung wieder auf ein gesundes Maß geschrumpft. Ähnlich wie 1929 hätte man starke BIP Einbußen hinnehmen müssen, aber darauf hatte man dieses mal keine Lust. Die staatlichen Bail-outs haben die notwendigen Bankrott Erklärungen zwar unterbunden, die Großbanken konnten jedoch noch mächtiger werden. Zugleich kam es durch die Bail-outs zur ersten koordinierten Vermögensumverteilungen in der Krise, ein Prozess, der weiterhin anhält und zu einer enormen Vermögenskonzentration führt.

Die nachfolgenden Quantitative Easing (QE) Programme dienten dazu, das Ponzi Scheme der Bankenspekulationen zu stützen und ihre Assets wieder aufzuwerten. Die offizielle Aussage der Fed, die QE Programme dienen primär dazu, die Konjunktur und den Arbeitsmarkt zu stimulieren, ist nach den vorherrschenden ökonomischen Theorien wenig glaubwürdig. Die Fed hat selbst durchklingen lassen, dass QE das Ziel habe, Aktien und Immobilienmärkte zu  inflationieren. Dadurch können die Banken teilweise ihre Assets aufwerten und ihre faulen Bilanzen wieder aufpolieren. Durch die Erschaffung einer neuen Aktienblase erzeugt man bei einen gefakten Wohlstandseffekt auf Pump. Da jedoch die unteren Einkommensschichten kaum Aktien halten, führt auch diese Aktion zu einer Vermögensumverteilung von unten nach oben. Die zweite Schiene zielt auf den Häusermarkt. Man will mit QE die Banken wieder zu mehr Vergabe von Immobilien Krediten anstiften und Real Estate Preise wieder auf das vor Crash Niveau pushen. Auch damit erhofft man sich, über eine neue Blase am Häusermarkt einen künstlichen Wohlstandseffekt auf Kredit zu erschaffen. 40 Milliarden Dollar gehen jedes Monat direkt in den Ankauf hypothekenbesicherter Wertpapiere.

Die gesamte QE Liquidität geht an die Banken, doch diese weiten ihre Kreditvergabe nicht aus, um damit die Konjunktur zu stimulieren. Stattdessen geht das Geld in den Aktienmarkt, Zins Arbitrage Geschäfte, Staatsanleihen, Rohstoffspekulationen, Währungsgeschäfte und andere Finanz und Derivat- Wetten. Dass die Zentralbanken weltweit (vor allem FED, BOJ und BOE) bewusst neue Spekulationsblasen erzeugen, die nicht auf Realwachstum basieren, sondern aufgrund mangelnder Alternativverzinsungen auf der erzwungenen Risikobereitschaft der Investoren, sagt viel über den Gesundheitszustand des Systems aus. Die relativ konservative Geldpolitik der EBZ gründet noch am Widerstand der Deutschen. Bald wird auch Draghis Dicke Berta wahllos feuern. Dass sowohl Banken als auch Bürger staatlich dazu verleitet werden, ihr Geld in das Casino-System zu stecken, ist vor allem für die Wallstreet Occupisten, die für strengere Finanzregeln und gegen die Casino Mentalität protestiert haben, ein Schlag ins Gesicht. Durch die Bond Käufe der FED, BOJ and BOE werden die Zinsen künstlich gegen Null gefahren, was Kleinsparer relativ zu den Großkapitalisten betrachtet, überproportional trifft. Durch die Inflation werden sie kontinuierlich enteignet. Die Maßnahmen zur Krisenbekämpfung haben die Vermögenskonzentration stetig erhöht, die jetzt mit den QE Programmen auf die Spitze getrieben wird[15].

 

Liquiditätsfalle und Balance Sheet Recession

Während einige Großbanken enorm profitierten, haben die Bail-outs die Staatschulden explodieren lassen. Unter Ökonomen herrscht jetzt eine Kontroverse, in wie weit Schulden das BIP Wachstum belasten. Vor allem seit den Arbeiten von Reinhart & Rogoff[16] streitet man sich darüber, ob die hohen Schuldenlasten womöglich dafür verantwortlich seien, dass Investoren weniger Kredite nachfragen und Banken wiederum aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, keine Kredite vergeben wollen. Denn trotz der geldpolitischen Extremmaßnahmen zeigt die USA neuerlich starke Rezessionstendenzen.

Fest steht, dass die Mainstream Ökonomen (Keynesianer und Neoklassiker)  in ihren Modellen die Rolle der Schulden für das Wachstum kaum berücksichtigen. Sie unterschätzen die Bedeutung großer Schuldenberge, speziell den privaten Anteil. Was wir jetzt in Amerika erleben, ist im Grunde die Wiederholung des japanischen Dramas. Dort hat es den Namen der Balance Sheet Rezession erhalten, was eine Art Spezialfall der Liquiditätsfalle ist. Es handelt sich um das Phänomen, dass nach dem Platzen einer Spekulationsblase die Assets in den Bilanzen praktisch wertlos sind, die privaten Verbindlichkeiten jedoch weiterhin bestehen. Unternehmen ohne Cash Flow gehen pleite, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, die Konjunktur flaut ab. Die Unternehmen mit Cash Flow versuchen im weiteren Konsolidierungsprozess ihre Schulden abzubauen. Ihre Kreditnachfrage sinkt, egal wie weit der Zins fällt oder wie stark das Geldangebot erhöht wird. Wenn die Privaten versuchen ihre Schulden abzubauen, haben selbst Null Zins und QE keine Wirkung. Das Balance Sheet Dilemma ist den Prozessen der Großen Depression nicht unähnlich, mit dem Unterschied, dass durch die QE Programme die Konsolidierung verlangsamt wird.

70% des US BIP ist privater Konsum. Obwohl die Reallöhne der Amerikaner in den letzten Jahrzehnten konstant geblieben sind, haben sie ihren steigenden Lebensstandard und Konsum durch hemmungslose Privatkredite ausgeweitet. Die Expansion der privaten Schulden ist nun aber definitiv vorbei. Wenn die private Verschuldung nicht ausgeweitet wird und die Reallöhne nicht steigen, wird die aggregierte Nachfrage zurückgehen. Amerikas Anteil am Welt BIP ist 25%. Wenn diese Nachfrage wegbricht, wird das die größten Exporteure wie China oder Deutschland schwächen und letztendlich die Weltwirtschaft in die Depression bringen.

 

Staatliche Nachfrage und Schuldenmonetarisierung

Die deflationäre Spirale kann nur durchbrochen werden, indem der Staat für die fehlende Kreditnachfrage der Privaten einspringt und das öffentliche Defizit erhöht. Staatliche Nachfrage muss die mangelnde private Nachfrage ersetzten, um einen starken konjunkturellen Abschwung zu verhindern. Solange die öffentlichen Schulden in der eigenen Währung laufen, können sie mit der Notenpresse bedient werden. Das funktioniert solange, bis die Abwertung der Währung einen kritischen Punkt erreicht. Das Ausmaß der möglichen Schuldenmonetarisierung durch die Notenpresse hängt von den Rahmenbedingungen des jeweiligen Staates ab. Durch die Dollar Hegemonie und militärische Übermacht kann die USA die Schulden eine Zeitlang direkt über die Notenpresse bedienen, ohne dass der Dollar kollabiert. Seit 2008 sind die amerikanischen Staatschulden förmlich explodiert, doch selbst bei einem Stand von 16 Billionen und starker Ausweitung der Geldmenge durch QE zeigt der Dollar noch keinen dramatischen Einbruch. Das Defizit 2012 lag mit 1,09 Billionen Dollar bei rund 7% des BIP und soll nach offiziellen Angaben 2013 zurückgefahren werden. Die Bilanz der Fed  soll bis 2014 bis auf 4 Billionen Dollar aufgebläht werden, ehe man nach offiziellen Aussagen QE zurückfahren will. Dieser Plan geht von dem optimistischen Szenario aus, dass die Konjunktur bald wieder auf eigenen Beinen stehen kann und die große Rotation von den Bonds in die Aktien stattfindet. Sollten sich jedoch die deflationären Kräfte weiterhin als so hartnäckig erweisen, wie bisher, wird man die staatliche Verschuldung auf ungeahnte Höhen treiben müssen. Wie im japanische Beispiel der Balance Sheet Recession, muss dann mit Schulden/BIP Verhältnissen von über 200% gerechnet werden.

Aus dieser Sicht ist auch der Vorschlag Krugmans zur 1 Billion Dollar Münze verständlich, um die US Schuldenobergrenze erhöhen zu können und den Zusammenbruch zu verhindern. Die Hoffnung der Schuldenbefürworter besteht darin, mit fiskalpolitischen und geldpolitischen Stimulationen das System solange künstlich am Leben halten zu können, bis ein neuer Kondratieff Zyklus einsetzt, der mit einer neuen Basis Innovation für höhere Produktivität und einem neuen Realwirtschaftsboom sorgt. Das Risiko besteht darin, dass man über das Ziel hinausschießt und die Währung aufgrund der Staatschuldenmonetarisierung durch die Notenpresse kollabiert. Da auch der Euro durch die hauseigene Systemkrise schwach ist und die BOJ und die BOE die Geldmengen enorm ausweiten, bleibt der Dollar in Relation zum Euro, Yen und Pfund noch stabil. Die Fed hat das Limit der Notenpresse noch nicht erreicht.

Die relative Dollar Stärke und die aktuelle charttechnische Lage verleiten zu dem Schluss, dass die Märkte noch nicht mit dem Währungskollaps rechnen. Die öffentliche Nachfrage zu erhöhen und das Defizit mit der Notenpresse zu bedienen, um Amerika aus der Liquiditätsfalle zu holen, entspricht auch dem Vorschlag von Michael Hudson, der darin auch keinerlei Probleme sieht. Doch die Schuldeneuphoriker scheinen die spezielle Positionierung des Dollars als weltweite Reservewährung und dessen geopolitische Rolle  zu vergessen. Je weiter die Schuldenmonetarisierung den Dollar entwertet, desto größer wird der Widerstand der Welt werden, den Dollar als Reservewährung zu akzeptieren. Das Ganze funktioniert nur problemlos, solange die Fed mit Bond Käufen die Zinsen auf Tiefststand hält und das US-Militär die Welt davon überzeugt, sich der Dollar Hegemonie zu unterwerfen. Bei einer Statusänderung wird es gefährlich.

Amerika leidet an einem desolaten Infrastruktur, die im Vergleich mit modernen asiatischen Städten teilweise an Dritte Welt Länder erinnert. Bei dem aktuellen Niedrigzinsniveau hätte man die Möglichkeit, das ganze Land kostengünstig zu renovieren, Straßen und Schulen zu bauen, die Bildung und Forschung zu fördern. Stattdessen kann man sich sicher sein, dass noch mehr Kriegsgerät erzeugt wird. Der militärisch industrielle Komplex hat die Politik fest in der Hand und scheint das Land entschlossen in den Ruin treiben zu wollen. Doch selbst wenn fiskaler Stimulus über die nächsten Jahre sinnvoller eingesetzt wird und die Wirtschaft über Wasser halten sollte, wird es durch die zentralistischen Eingriffe zu Fehlplanungen und Ineffizienzen kommen, wodurch Amerika in der Welt an Wettbewerbsfähigkeit noch weiter verlieren wird. Vor allem in Hinblick auf den demographischen Wandel und die Überalterung der Bevölkerung wird das Amerika, im Vergleich zu dynamisch aufstrebenden Ländern, zusätzlich lähmen.

Anstatt die öffentliche Schulden für einen staatlichen Nachfragestimulus zu erhöhen, um so aus der Liquiditätsfalle herauszuwachsen, rät die konservative Linie zum Gegenteil: Abbau der öffentlichen Schulden durch Steuererhöhungen, Kürzung der Sozialleistungen, Kürzungen der öffentlichen Ausgaben. Das würde die unteren Einkommensschichten belasten und die enorme soziale Ungleichheit weiter verstärken. Die fiskalpolitischen Restriktionen würden auch die Rezessionstendenzen weiter verstärken. Die fallende Wachstumsraten würden zu niedereren Staatseinnahmen führen und den weiteren Schuldenabbau wiederum entgegenwirken.

Ein wenig beachtetes Phänomen in der Diskussion ist die abnehmende Grenzproduktivität der Schulden[17]. Wenn die Schuldensättigung eintritt, ist auch die weitere Erhöhung der Schulden wirkungslos, da sie zum nominellen BIP Wachstum nichts mehr beitragen können. Im Gegenteil, wenn die Grenzproduktivität der Schulden negativ wird und dieser Zustand anhält, könnte sich das für die angeschlagene US Ökonomie, als der letzte Sargnagel herausstellen.

 

Private Schulden

Bis jetzt ist das Problem der amerikanischen Krise weniger die öffentliche, sondern die private Schuldenlast, die durch Geldschöpfung der Banken entstanden ist. Banken verdienen ihr Geld durch die Ausweitung der Schulden und in Amerika wurde dieses Spiel mit der hemmungslosen Vergabe von privaten Krediten überstrapaziert. Auch Steven Keen hat diese Dynamiken zwischen Staatschulden, Privatschulden und BIP erkannt und die lähmende Wirkung der überdimensionierten Privatkredite betont. Da die natürliche Marktbereinigung durch die Bail-outs ausgehebelt wurde und das Bankensystem weiterhin auf den faulen Krediten sitzt, müsse man dieses Versäumnis nun korrigieren. Nach Keen ist es notwendig, die Privatschulden zu streichen, anders wird man aus der Balance Sheet Rezession nicht herauskommen. Er rät jedoch dazu, die Banken nicht einfach in den Bankrott zu schicken, denn das würde die Ökonomie lähmen. Stattdessen hat er vorgeschlagen, ein QE Programm für die Haushalte einzuleiten. Dadurch wären sie in der Lage ihre Schulden zu begleichen. In weiterer Folge würde sich die aggregierte Nachfrage erhöhen und Wachstum  einsetzten. Gerechtfertigt sei dieser Schritt damit, dass nicht die Haushalte und Einzelpersonen für das Dilemma verantwortlich seien. Stattdessen habe das  System versagt, wodurch jetzt ein privates Schuldenlevel existiert, das niemals hätte erreicht werden dürfen. Auch im historischen Kontext

Keens Vorschlag ist vielleicht die einzige Variante, um den Trend der Vermögenskonzentration umzukehren, eine Revolution zu verhindern und das System neu zu booten. Doch wenn man das bisherige Vorgehen der Fed und Us Regierung zur Krisenbekämpfung extrapoliert, kann man sich sicher sein, dass diese Option niemals umgesetzt wird. Denn diese Maßnahme würde die 99% aus ihrem sklavenhaften Schuldendasein befreien und die Macht der Elite vermindern. Im Gegenteil, Amerika wird den produktiven Überkapazitäten mit Maßnahmen entgegenwirken, die den Interessen der Hochfinanz und des militärisch-industriellen Komplexes dienen.

 

Politik, Korruption und Bankenkartell

Wie ist das möglich? Es ist kein großes Geheimnis mehr, dass in Amerika elitäre Interessenskreise an der Spitze der Hierarchie agieren, die ihre Profite und ihre Macht maximieren, während die kollektive Wohlfahrt der Bürger kontinuierlich vermindert wird. Simon Johnson, ehemaliger IWF Chefökonom nennt die Machtübernahme durch die Hochfinanz den stillen Putsch des Kapitals. Wenn ein Mainstream Ökonom wie Stiglitz auf CNBC die Fed als korrupte Einrichtung bezeichnet, kann man sich vorstellen, wie weit dieser Prozess bereits fortgeschritten ist. Stiglitz kritisiert vor allem, dass der Aufsichtstrat der Fed von einem privaten Bankenkartell gestellt wird. Auf diese Weise wurden die Entscheidungsträger innerhalb der Fed zugleich die Empfänger der Bail-out Gelder. Hunderte Milliarden an Steuergeldern flossen währen der 2008 Rettungspakete an Citigroup, JPMorgan, AIG und Goldman Sachs (GS). Vor allem die Art und Weise wie man den Konkurrenten Lehman ausgeschaltet hat und den AIG Bail-out genutzt hat, um kartellartige Strukturen zu erschaffen, ist an Offensichtlichkeit und Schamlosigkeit nicht mehr zu übertreffen[18]. New York Fed Direktor Timothy Geithner versuchte die Details des AIG Bail-out sogar vor der Öffentlichkeit geheim zu halten[19]. Kurz vor dem Crash wurde Goldman Sachs noch schnell der Status der Geschäftsbank zugesprochen, um der Bank Zugriff auf staatliche Rettungsgelder zu ermöglichen. Alleine die Fed soll zwischen 2008 und 2012 15 Billionen (!) Dollar an Bail-out Gelder in die Banken gepumpt haben, ohne dass der Kongress davon Kenntnis hatte[20].

Enge Kontaktpflege zwischen Politik und Wirtschaftselite gehört zum Grundgerüst des Kapitalismus. Die "Revolving Door" beschreibt die Tradition, das bei den Rotationen der Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft immer die gleichen Personen involviert sind. Das sorgt dafür, dass sich Einfluss und Macht in einem kleinen Interessenskreis von Personen konzentrieren, die sich gegenseitig gut kennen und vertrauen. In diesem Freundeskreis und Beziehungsnetzwerk ist man gut aufgehoben, wenn es darum geht,  Geschäfte abzuwickeln aber auch verbrecherische Aktivitäten zu decken. Das berühmteste Beispiel für die Revolving Door ist die Goldmans Sachs Bank, die ehemalige Mitarbeiter oder haus nahe Personen in Schlüsselpositionen überall auf der Welt in Stellung gebracht hat. Mark Carney arbeitete 13 Jahre lang für GS, 1998 durfte sein Können bei der Demontage der Sowjetunion unter Beweis stellen. Nun wechselt er den Direktorposten von der kanadischen Zentralbank zur englischen Zentralbank (BOE). Mario Draghi war Vizepräsident von GS , danach wechselte er zur italienischen Notenbank und ist jetzt EZB Präsident[21]. Der ehemalige GS Berater Monti wurde in Italien als Staatsführer installiert, ohne dass eine demokratische Wahl dies legitimiert hätte. Auch der ehemalige griechische Staatschef Lucas Papademus war bei GS als Berater tätig, als er jedoch eine Volksabstimmung für den Austritt Griechenlands aus der EU vorschlug, wurde er abgesetzt und ohne demokratische Wahl von Loukas Papadimos ersetzt. Papadimos war Direktor der griechischen Notenbank, genau zu der Zeit, als Goldman Sachs die zwielichtigen Derivate Geschäfte abgewickelt hat, die für den griechischen Finanzkollaps mitverantwortlich waren[22]. Weitere Akteure der Politik oder Finanzmarktaufsicht, die Goldman Sachs nahe stehen: Jon Corzine, Mark Garney (Financial Stability Board), Robert Zoellick (Präsident Weltbank), Adam Storch (US Börsenaufsicht), Gary Gensler (Commodity Futures Trading Commission), Robert Rubin (Us Finanzminister unter Clinton), William Dudley (New York Fed), Romano Prodi (italienischer Ex-Premier) [23].

Seit dem Ausbruch der Finanzkrise haben die Gerüchte um kriminelle Aktivitäten im Hause Goldman Sachs zugenommen. Doch Goldman Sachs ist nur das Symbol für die Hybris einer Finanzelite[24], die den pathologischen Auswüchsen des orangen Programms[25] unterliegt und jegliche Form des moralischen Kalküls verloren hat. Wenn man sich mit den Finanzskandalen der letzten Jahre auseinandersetzt und in den schmutzigen Tricks und Verbrechen des Bankenkartells herumgräbt, muss man sich die Frage stellen, ob es in der Geschichte der Menschheit jemals ein korrupteres und zerstörerisches System gegeben hat. Sein kranker Zustand ist so offensichtlich, dass er Investoren sogar davon abschreckt, an der Aktienmarktrally zu partizipieren. Die Insiderverkäufe weisen ein Rekordniveau auf[26] , das "Smart Money" hat sich aus dem Markt zurückgezogen und den Handel kurzfristigen Spekulanten und den Algo Programmen überlassen. Nur ein finanzieller Selbstmörder würde jetzt noch in den Aktienmarkt investieren, wenn er nicht Zugang zum elitären Zirkel und damit zu Insider Informationen hat. Die Gesetze des freien Marktes von Angebot und Nachfrage haben nur noch bedingt Gültigkeit, denn wenn sich die großen Spieler zu einer Aktion koordinieren, können sie jeden Markt und jede Aktie manipulieren. Wenn sie Spaß daran haben, können sie auch den gesamten Aktienmarkt crashen. Selbst für professionelle Trader sind das schwierige Zeiten. Um als Trader in dieser Phase an den Märkten bestehen zu können, benötigt man Erfahrung, fortgeschrittene Prognosemodelle oder  Kenntnis von fundamentalen Naturgesetze (wie in Gann Theorie und EW Theorie). Dann wird es möglich die Aktionen der großen Spieler antizipieren zu können. 

Der US Justizminister Eric Holder hat das ausgesprochen, was an der Wallstreet und City of London ohnehin schon jeder wusste: Die Megabanken können strafrechtlich nicht mehr verfolgt werden, weil sie zu groß sind[27]. Beobachter wie Celente weisen darauf hin, dass das globale System der Hochfinanz längst Eigenschaften eines Syndikats aufweise. Durch jahrelange Finanzverbrechen konnte das Syndikat enorme Profite erzielen, Einfluss auf das politische System gewinnen und jenseits der Gesetze agieren (too big to fail, too big to chail). Denn egal welche Ausmaße die kriminellen Aktivitäten auch erreichen, es gibt kaum noch nennenswerte Strafverfolgungen oder Gefängnisstrafen. Großbanken können sich einfach freikaufen, wie die Fälle von Goldman Sachs, JPMorgan, HSBC und Credit Suisse gezeigt haben[28]. Das schafft Anreiz, Betrug und Kriminalität noch stärker als Geschäftsmodell zu forcieren, denn es handelt sich jetzt um eine Kalkulation, die zwischen potentiellem Gewinn und den berechenbaren Strafzahlungen abwägen muss. Solange der Grenzprofit größer Null ist, ist es für Großbanken rational, kriminell zu agieren. Ob Wale of London, Geldwäsche, Libor Betrug, großflächiger Kundenbetrug oder der verschuldete Zusammenbruch der Weltwirtschaft, persönlich wird in den Großbanken kaum jemand zur Verantwortung gezogen. Währenddessen geht der Trend immer häufiger in die Richtung, gewöhnliche Bürger für geringes Fehlverhalten mit drakonische Strafen zu belegen[29].

Kritiker sprechen in Amerika bereits von einer vollendeten Machtübernahme durch die 1% Elite[30]. Hinter der demokratischen Scheinfassade bestimmt eine Aristokratie die Gesetze nach Belieben, um alle Profite und bestehenden Vermögen an sich zu ziehen. Sie hat über die Zentralbank und das Bankenkartell das Finanzsystem in Gefangenschaft genommen. Sie hat die amerikanische Verfassung schrittweise ausgehebelt, die Privatsphäre der Bürger zerstört und einen Polizeistaat errichtet. Konzerne übernehmen öffentliche Dienste wie Sicherheit, Cyberüberwachung, Big Data Auswertungen und profitieren vom Polizeistaat (z.B. InfraGard[31] ). Was als freie Nation propagiert wird, basiert auf Kontrolle des Massenbewusstseins und Manipulationen der kollektiven Verhaltensweisen durch mediale Kampagnen[32], die Stress, Angst,  Gier und Neid schnüren.

 

 "Ich bin ein Banker, der Gottes Werk verrichtet"  – Lloyd Blankfein, CEO Goldman Sachs

Moderne Raubzüge

Nicht nur Amerika, sondern die gesamte Welt wird jetzt von einem parasitäres Finanzsystem beherrscht, das Kapital für Spekulationen bindet, anstatt damit realwirtschaftliche Impulse zu setzten[33]. Mit enormen Ressourcen und finanziellen Massenvernichtungswaffen, wie Buffet  einst Derivate nannte, können sie ganze Nationen angreifen.  Als Beispiel nennen Kritiker die kontrollierte Demontage der Eurozone, die den Ausgangspunkt bei der Griechenland Bonanza hat. Zuerst hat Goldman Sachs mit gefakten Bilanzen Griechenland in die Eurozone geschmuggelt. Danach hat man Derivate-Wetten auf den Zusammenbruch des Landes abgeschlossen. Natürlich ist die Euro Krise durch Überschuldung der Südstaaten, asymmetrische Geld-Fiskalpolitik und mangelnde wirtschaftspolitische Integration hausgemacht, aber das Timing für den Krisenausbruch kam von der Sub-Prime Schockwelle, die ebenfalls das Resultat krimineller Machenschaften der Großbanken war.

Nach der Lehman Pleite finanzierten die Steuerzahler auch die Spekulationsverluste der europäischen Banken, was zum Überladen der Staatskassen beitrug. Die Bond Zinsen in Griechenland und den anderen PIIGS[34] explodierten, sodass sie sich am Kapitalmarkt nicht mehr refinanzieren konnten. Griechenland forderte Hilfsgelder von den Mitgliedsstaaten an. Doch was passierte mit dem Geld? Die Staaten Bail-outs erwiesen sich als eine zweite Welle der Banken Bail-outs. Abermals wurden Steuergelder verwendet, um die Bilanzen der Banken aufzufüllen, sodass diese Zeit gewinnen konnten, um sich ihrer Spekulationsverluste zu entledigen und Schrott Papiere an die EZB zu verkaufen. Die EZB musste griechische Junk Bonds in ihre Bilanzen aufnehmen, um den Kollaps abzuwenden. All diese Maßnahmen sind letztendlich Vermögensumverteilungen in den Finanzsektor.

Aktuell läuft die Endphase der Plünderung, nämlich die feindliche Übernahme des Staates durch Leveraged Buyout. EZB, IWF und Troika verlangen fast unerfüllbare Sparmaßnahmen und Zinsen für gewährte Kredite. Griechenland wird gezwungen die Assets zu verschleudern. Im finalen Schritt kann das Syndikat auf Shoppingtour gehen und sich die griechischen Goldreserven und Realwerte mit guten Renditen wie Tourismus, Schifffahrt oder Energiegewinnung billig aneignen. Wenn nach dem Angriff die Preise am Boden liegen, kann die Privatisierungswelle starten. Ausländische Konzerne fallen in das Land ein, die Löhne und Pensionen werden drastisch gesenkt. Arbeiter werden entlassen und auf die Straße geworfen, das Sozialsystem vernichtet. Zurück bleiben Arbeitslosigkeit und Menschen in Armut. Die nationale Souveränität der Staaten wird aufgelöst und die Regierung wird von installierten Technokraten übernommen, am besten ehemalige Goldman Sachs Mitarbeiter. Damit ist die Kolonisation abgeschlossen. Am Schluss bekunden die politischen Marionetten noch die Solidarität mit dem Volk, doch die harten Sparmaßnahem seien einfach notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit und das Vertrauen der Märkte wieder wiederherzustellen[35]. Während in den Straßen die Bürgeraufstände mit Polizeigewalt niedergeschlagen werden, darf sich das Syndikat am erfolgreichen Beutezug aufgeilen. Nachdem die Kriegskassa gefüllt wurde, geht man zum nächst größeren Brocken über. So können der Reihe nach die Länder auseinander genommen werden, von Island über Irland, Griechenland, Zypern, Portugal , Spanien, Italien und am Schluss Frankreich.

Sollten sich Probleme ergeben oder sich ein Land als unerwartet zähe erweisen, hat man genügend Asse im Ärmel, um die widerspenstigen Volkswirtschaften in die Knie zu zwingen. Rating Agenturen und Massenmedien haben sich als effiziente Werkzeuge erwiesen, um Paniken zu verbreiten. Rechtliche Folgen sind kaum zu befürchten. Wenn es gefährlich wird, ändert man die Gesetze, einigt sich auf außergerichtliche Strafzahlungen oder verschleppt Prozesse, bis die Sache verjährt ist. Erweisen sich Regierungsmitglieder als nicht korrumpierbar und stellen sich den Zielen des Syndikats in den Weg, werden sie, wie es John Perkins provozierend  formuliert hat, aus dem Weg geräumt[36]. Menschen, die gegen das korrumpierte Netzwerk ankämpfen, sind in höchster Lebensgefahr. Auf diese Weise können sich Großbanken und Großkonzerne ganze Imperien des Kapitals errichten. Damit zerstören sie jedoch den Kapitalismus und die freien Märkte. Sie beeinflussen Regierungen und die Gesetzgebung. Sie versklaven die Menschen und konzentrieren das Vermögen. Wenn die Politik nicht mehr die Kraft aufbringt, die too big to fail/chail Banken in den Griff zu bekommen und internationale Konzerne zu entmachten, werden sie ihre Strategien zur rücksichtslosen Profitmaximierung solange fortsetzten, bis sie die gesamte Welt ins Verderben reißen.

Das ist natürlich eine stark polemische Schilderung der Prozesse, aber anders kann die Welt nicht mehr aus ihrem Schlaf gerüttelt werden. Ähnliche Raubzüge wie in Europa durften wir bereits in Südamerika und in Asien beobachten, die damit gerechtfertigt wurden, dass sie den natürlichen Kräften des Kapitalismus entsprechen. Auch wenn uns die ökonomischen Modelle eine positive Geschichte[37] erzählen wollen, in der alle Menschen von diesen Vorgängen durch Effizienzsteigerungen indirekt profitieren sollten, der Zustand der Welt führt uns eine andere Wahrheit vor Augen. Die Bürger verarmen, verlieren ihre Freiheiten und werden zunehmend von einer privilegierten Klasse beherrscht. Sie dürfen sich zu den Füßen der Elite versammeln und darauf hoffen, dass ein paar Knochen für sie abfallen (Trickle down Theorie) [38]. Das Syndikat hat den Menschen den Krieg erklärt. Doch diese sind in ihrer täglichen Ödland[39]-Wunderland[40] Schizophrenie gefangen, durch Lifestyle-Sucht und medial aufgebauter Terrorparanoia von den wahren Gefahren so abgelenkt, dass sie den Angriff erst bemerken, wenn sich die Frontlinie des Krieges zu den Straßenschlachten vor der Haustüre verlagert.

 

"Der Begriff  too-big-to-fail muss aus unserem Vokabular entfernt werden." – Jim Dimon, CEO JPMorgan

Fiat Money auf Steroide

Wallstreet und die City of London haben ein Finanzsystem mit imperialer Macht errichtet, das parasitäre Effekte aufweist und monetäre Ressourcen für Spekulationsgeschäfte bindet, anstatt sie der Realwirtschaft zur Verfügung zu stellen. Selbst produzierende Unternehmen stellen ihr Geschäft zunehmend auf die Finanzwetten um. Zombie Firmen können überleben, indem sie den künstlichen Niedrigzins dazu nutzen, um über intransparente Schattenbankkanäle mit Zins Arbitrage Gewinnen einen Cash Flow zu generieren. Das findet auf globaler Ebene statt und hält die Voodoo Ökonomie am Laufen, während die strukturellen Probleme der Realwirtschaft immer größer werden.

 Hochfinanz, Regierungen und Großkonzerne decken sich gegenseitig im Spiel der endlosen Schuldenverschiebungen und es gibt derzeit noch keinen schlagkräftigen Mechanismus, mit dem diese Verstrickungen zu entknoten wären[41]. Das einzige, dass die Untoten noch künstlich am Leben hält, ist die Liquiditätsausweitung der FED, BOE und BOJ. Sobald die FED die QE Programme einstellt, zerplatzen die Bonds, die Zinsen ziehen an und die Aktien crashen. Eine Exit-Strategie der Fed ist undenkbar, im Gegenteil es wird eine beschleunigte Geldmengenausweitung notwendig sein, um den Zusammenbruch weiter hinauszuzögern. Der –Point of no Return–  wurde mit dem japanischen Geldmengenharakiri endgültig fixiert[42]. Im aktuellen Wettrennen welche Währung zuerst kollabiert, führt der Yen, knapp vor dem Pfund. Der dritte Platz geht an den Euro. Derzeit noch abgeschlagen auf dem vierten Platz rangiert der Dollar.

 

"Money is gold, and nothing else." – John Pierpont Morgan

Goldene Vorboten

Die Marktteilnehmer antizipieren den Verfall der großen Fiat Währungen und hedgen sich mit Gold ab, was den Preis auf knapp 2000 $ pro Feinunze trieb. Das Gold Yen Ratio erreichte im April ein 40 Jahre Hoch, womöglich ein Signal für die Zentralbanken um im "Papier" Goldmarkt zu intervenieren. Um die Flucht aus den Fiat Systemen ins Gold zu unterbinden, müssten die Zentralbanken den Goldpreis niedrig halten. Im Netz gibt es zahlreiche Spekulationen darüber, ob die Notenbanken tatsächlich im Goldmarkt  manipulativ aktiv sind. Wir wissen nicht, ob sie an der letzten Attacke am 12 April beteiligt waren (das enorme Volumen deutet darauf hin), doch werden solche Formen der Goldpreismanipulationen, von wem auch immer, zunehmend offensichtlicher. Es scheint beinahe, als ob man den Marktteilnehmern offen signalisiert, dass es jetzt zwecklos sei, gegen die koordinierten Verkaufsaktionen des Syndikats anzukämpfen. Vor dem Kurseinbruch veröffentlichte Goldman Sachs eine Verkaufsempfehlung auf Gold, ebenso gingen die Soros Verkäufe durch die Medien. Dann wurde der Gold Crash am 12 April durch Shorts im Wert von 1100 Tonnen initiiert, mehr als die jährliche Goldnachfrage von China[43]. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Markt mit Verkaufsdruck überschwemmt. Doch zeitgleich gingen auch Silber, Öl und CRB Index in die Knie. Um die anhaltende Schwäche der Rohstoffe zu erklären, sind die aggressiven Short Selling Aktivitäten im Gold nicht ausreichend, sie signalisiert zunehmenden deflationären Druck und damit neue Anzeichen einer Rezessionsverstärkung. Während der Preis im Terminmarkt fällt, ist die Nachfrage nach physischen Gold ungebremst, teilweise scheinen sogar Panikkäufe eine Art Gold Run auszulösen. Auch die Zentralbanken kaufen die größten Mengen an physischen Gold seit 1964, weil sie sich selbst gegen die Risiken eines Währungscrash absichern. Denn wenn die QE Programme nicht zurückgefahren werden, ist irgendwann eine globale Währungsreform unausweichlich. Pläne dazu gibt es genügend, man wird versuchen eine neue Weltwährung (.z.B. Bancor[44], Terra[45] usw.) und eine Weltregierung, welcher Art auch immer, zu installieren.  

Andere Überlegungen zum Goldcrash gehen in die Richtung, dass die Comex[46] Lager schwinden und Bullion Banken kurz davor stehen, die physischen Lieferungsforderungen ihrer Kunden nicht mehr erfüllen zu können[47]. ABN Ambro teilte seinen Kunden bereits mit, dass die physische Auslieferung von Gold für bestehende Kontrakte nicht mehr erfüllt wird. Dazu passt auch die Meldung, dass Deutschland auf sein angefordertes Gold, das in den USA lagert, 7 Jahre lang warten muss. In Zeiten des drohenden Währungszusammenbruchs wäre es von Deutschland unklug, diesen Zeitraum freiwillig einzuräumen. Wahrscheinlicher ist, dass die USA die Goldbestände verleast hat und der physischen Lieferungsforderung nicht nachkommen kann. Andrew Maguire hat die Vermutung geäußert, dass die Einlagenkonfiszierung im Zuge der Zypern-Bonanza einige Besitzer der Gold Terminkontrakte nervös gemacht hat und sie ihre Nachfrage nach physischer Auslieferung erhöht haben. Wenn die Banken den Auslieferungsforderungen nicht nachkommen können, wird das in den nächsten Wochen zu chaotischen Zuständen an den Märkten führen. Die Bullion Banken müssten entweder physisch zurückkaufen, was den Goldpreis explodieren lässt, oder sie müssten den Ausfall melden. Beide Varianten werden den Dollar und vielleicht das gesamte Fiat Money System unter Druck setzten. Die Menschen könnten panikartig ihre Papierscheine abstoßen und in Sachwerte flüchten. Folgen -> Banken-Run, steigende Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und Hyperinflation[48]. Wenn die Zentralbanken tatsächlich in einer verdeckten Aktion am "Papier" Goldcrash beteiligt waren, so hätten sie sich damit ihr eigenes Grab schaufeln können[49]. Wer auch immer hinter den koordinierten Verkäufen im  Terminmärkt steckt, wenn die Nachfrage nach physischem Gold jetzt nicht bedient werden kann, wird das an den Märkten für Zündstoff sorgen.

 

Der Scherbenhaufen

Die zahlreichen Verwerfungen an den Märkten werden offensichtlicher, noch nie haben soviele Marktbeobachter vor der drohenden Apokalypse gewarnt. David Stockman, John Rubino, Jim Rogers, Max Wolf, Marc Faber, Gerald Celente, Paul Craig Roberts, Steve Keen, Joseph Stiglitz, Alasdaier Macleod, Peter Schiff, Jeff Berwick und Robert Kiyosaki sind nur einige von den Stimmen, die auf die Risiken eines Kollaps aufmerksam machen. Bislang bemühen sich Regierungen, das Märchen von der wirtschaftlichen Erholung zu verteidigen, selbst mit gefälschten BIP Zahlen[50]. Es erweckt tatsächlich den Eindruck, als wolle man das System so lange wie möglich künstlich am Leben erhalten, um sich in der Endzeit des Fiatgeldes noch so viele Vermögenswerte wie möglich anzueignen. Denn die Flächenbrände, die von der Finanzkrise 2008 ausgelöst wurden, können mit der Geldmengenausweitung nur temporär gedämpft werden. An den strukturellen Problemen, die die Ursache der Krise waren, hat sich nichts verändert. Fundamental ist alles wie vor 2008, nur dass jetzt die Banken noch mächtiger sind, die Spekulation noch radikaler ist, die Vermögensverteilung noch extremer ist, die Schulden der Staaten noch höher sind und wir jetzt Bond, Aktien und Immobilienblasen haben, die Weltwirtschaft als Ganzes angeschlagen ist und ein Währungskrieg tobt, der als nächstes in einen verschärften Handelskrieg übergeht.

Ganze Nationen wie Griechenland und Zypern wurden inzwischen vom Syndikat geplündert, in den Niederlanden platzt die Immobilienblase, Spanien hat über 50% Jugendarbeitslosigkeit, Portugal will die Arbeiter mit Schuldscheinen bezahlen, Italien steckt tief in der Rezession, England will aus der EU austreten, Frankreich ist der nächste Pleitekandidat und gegen Deutschland erheben sich Ressentiments, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Die Auflösung des Euros ist schon lange überfällig, um die Wettbewerbsdifferentiale zwischen den Staaten mit flexiblen Wechselkursen wieder ausgleichen zu können, doch die Target II Salden verunmöglichen den Austritt der angeschlagenen Mitgliedsstaaten. Auch für Eurobonds und integrative Fiskalpolitik, wie in früheren Artikeln vorgeschlagen[51], ist es jetzt wahrscheinlich schon zu spät. Die südlichen Volkswirtschaften haben inzwischen zu große Schäden davon getragen, als dass diese Maßnahmen jetzt noch das Wachstum zurückbringen könnten.

Es ist ein Skandal, wie die Europa- Politik mit den Menschen in Griechenland verfahren ist und wie Massenproteste in Spanien und Portugal[52] ignoriert werden. Das ist nicht mein Europa, in dem eine aristokratische Herrscherklasse die Menschen ausbeutet und den Interessen einer korrupten Hochfinanz dient, die den Kapitalismus und die freien Märkte vernichtet. In Spanien, Portugal und Griechenland wurde die Zukunft einer ganzen Generation zerstört. Ein Schlachtruf rechtfertigt bislang alle Schandtaten: "Scheiterte der Euro, scheitert Europa". In welchem Universum muss man eigentlich leben, um nicht zu sehen, dass Europa längst gescheitert ist? Weite Teile wurden bereits in Dritte Welt Slums zerlegt, während ein privilegierter Kreis profitiert hat. Was soll das eines Tages für ein freier und demokratischer EU-Zentralstaat werden, der seine Anfänge mit Gesetzesbruch, Ungerechtigkeit, Tyrannei und Straßenschlachten errichtet hat? Glaubt man ernsthaft, dass die Ereignisse in Griechenland einfach aus den Geschichtsbüchern zu löschen sind? Wie weit will man eigentlich gehen? Wartet man darauf, dass 200 Jahre nach der französischen Revolution wieder ein rasender Mob die Elfenbeintürme stürmt, um eine dekadente Herrscherklasse zur Guillotine zu zerren?

Den bisherigen Höhepunkt an plakativer Arroganz stellt die Adelung der EU-Bürokratie mit dem Nobelpreis dar. Ausgerechnet die Bilderberger Marionette Van Rompuy, die weder demokratisch gewählt ist[53], noch von den Bürgern abgewählt werden kann (!) und als Symbol für eine fremdgesteuerte Politklasse ohne ökonomische Bildung steht, nimmt den Preis entgegen. Gerade das elitäre Herrschaftsregime aus Lobbys, Hochfinanz und Großkonzernen, das Europa in den Ruin getrieben hat und erstmals seit fast 70 Jahren den Frieden in Gefahr bringt[54], wird für seine Fehlentwicklungen gepriesen und dazu animiert, seinen zerstörerischen Kurs fortzusetzen. Rechtsbruch, antidemokratisches Denken und Ausbeutung gelten von nun an also als akademisch und intellektuell. Meine bisherigen Beiträge waren von der Bemühung geprägt, die Ereignisse der Eurozone neutral und ohne Polemik zu kommentieren. Aber was hier von Politik und Banken vor den Augen der Öffentlichkeit abgezogen wird, ist an Perversität nicht mehr zu überbieten. Und es würde mich nicht mehr wundern, wenn sie schon in naher Zukunft auf die Demonstranten in den Straßen schießen lassen, um ihre Herrschaft zu verteidigen.

Es ist erstaunlich, mit welcher Blindheit die politische Klasse an ihrem elitären Europaprojekt festhält und zu welchen Kosten man bereit ist, diesem Plan noch immer zu folgen. Hat man denn gar nichts aus der Geschichte gelernt?

Nicht nur Europa verschließt sich vor den historischen Lehren, die ganze Welt scheint für die Gefahren blind geworden zu sein. Vor 100 Jahren wurde die Fed installiert. Damals folgte eine Spekulationsblase, ein Finanzcrash, eine wirtschaftliche Depression, ein Währungskrieg, ein Handelskrieg und der Glaube, es könnte niemals einen Weltkrieg geben. Durch die Konsequenz mit der man misslungende Pläne, wie den Euro oder QE, weiter fortsetzt, gehen  Beobachter wie David Stockman davon aus, dass die Verwerfungen an den Finanzmärkten bewusst durch eine regelrechte Finanzmafia herbeigeführt wurden[55]. Es liegt nicht in unserer Vorstellungskraft, dass Zentralbanken, Bankenkartell und einige Regierungen durch und durch verbrecherisch sind, über Jahre hinweg die Märkte manipulieren und die gesamte Welt in den Abgrund führen. Die meisten Menschen konnten sich auch nicht vorstellen, dass Lance Armstrong 7 mal bei der Tour de France gedopt war und dafür einen mafiaartigen Drogenring unterhalten hat. Ist unsere Welt wirklich hoffnungslos korrupt? Wenn es tatsächlich so ist, wird das Kartenhaus des Syndikats irgendwann einstürzten. Nur die Geschichte wird zeigen können, wo die Wahrheit liegt.

 

  Am Rande des Kollaps

Noch halten die QE Programme und Niedrigzins das System künstlich am Laufen. Doch irgendwann geht den Zentralbanken die Munition aus, spätestens dann, wenn die Menschen aufgrund der endlosen Gelddruckerei das Vertrauen in das Fiat System verlieren. Wenn dann immer noch deflationäre Kräfte dominieren oder ein externer Schock die Weltwirtschaft trifft[56], gibt es keinerlei Maßnahmen mehr, die das System noch stützen könnten. Das Fiat Money System wird dann zerbrechen. Wenngleich die Mainstream Medien das ganze Debakel noch decken, weil sie im Besitz der Systemprofiteure sind[57], haben Lug und Trug ein Ausmaß erreicht, das nicht länger zu verbergen ist. Doch die ganze Dimension des Betrugs wird im kollektiven Bewusstsein erst ankommen, nachdem das gesamte System kollabiert ist. Die Wucht mit der dieses Ereignis die Menschen treffen und aus ihrer Harlem Shake Welt herausreißen wird, hat das Potential, eine soziale Revolution zu entfachen, die eine neue heterarchische Gesellschaftsordnung hervorbringen könnte. Man wird jedenfalls mit Bürgeraufständen versuchen, intransparente und hierarchische Machtstrukturen in Politik, Medien, Finanz und Industrie zu stürzen.

 Natürlich hat sich die 1% Elite vor dem drohenden Breakdown und vor Aufständen längst abgesichert. In Amerika wurden alle notwendigen Vorkehrungen eingeleitet. Homeland Security ist bis an die Zähne bewaffnet und zusammen mit Fema und der militarisierten Polizei ist man bestens für einen Bürgerkrieg gerüstet[58]. Patriot Act und ähnliche Gesetzte sorgen bereits für die notwendige Überwachung[59].  Was noch fehlt, ist die Entwaffnung der Bürger. Eine beeindruckende Vorgeschmack, wie Martial Law aussehen wird, hat die amerikanische Bevölkerung unlängst demonstriert bekommen[60]. Ausgerechnet am Patriots Day und ausgerechnet dort, wo die Amerikanische Revolution gegen die Sklaverei begann, wurde eine ganze Stadt abgeriegelt und demonstrativ unter polizeimilitärische Aufsicht gestellt[61].

 Wenn man weiß, dass die amerikanische Regierung mit dem Rücken zur Wand steht, das korrupte Finanznetzwerk und die Ökonomie nur durch ein Wunder zu retten sind und das ausbeuterische Lug und Trug Politsystem vor der Aufdeckung steht, ist man alarmiert, um sämtliche Wortmeldungen und Handlungen der Administration kritisch zu hinterfragen. Denn wenn die Mutter aller Blasen platzt und das System zerfällt, ist ein Bürgerkrieg fast unausweichlich. Und er wird solange wüten, bis man sich von den Ausbeutern befreit hat. Die einzige Möglichkeit der Regierung das zu verhindern, ist entweder die Entfachung des Dritten Weltkrieges oder durch eine andere gravierende False Flag Attacke, die das Massenbewusstsein auf einen äußeren Feind ablenken kann. Die Spekulationen dafür sind vielseitig und reichen von False Flag Cyberattacken, einer Virusfreisetzung, bis hin zu künstlich erschaffenen Naturkatastrophen.

 Im positiven Szenario bleiben Eskalation aus und Amerika folgt dem japanischen Modell mit Jahren der depressiven Ökonomie, bis Bitcoin[62], maschinelle Reproduktionssysteme[63], "Freie" Energie (LENR)[64] und die heterarchische Öffnung des Systems die Menschen von der Herrschaft des Syndikats befreien können[65]. Doch Amerika ist nicht der einzige Krisenherd, der einen Kollaps auslösen könnte. Europas Zerfall scheint unausweichlich und kritische Stimmen warnen davor, dass auch in China eine Kredit und Immobilienblase platzen könnte. Je länger die Fed die QE Programme fährt, desto stärker wird der Dollar entwertet, zum Nachteil der restlichen Welt, die auf großen Beständen sitzt. Je stärker die weltweiten Volkswirtschaften unter Druck geraten und je härter die Währungs- und Handelskriege werden, desto mehr Länder werden den Versuch starten, sich gegen die Dollar Hegemonie zur Wehr zu setzten. Wir wissen was Amerika mit Staaten macht, die den Petrodollar in Gefahr bringen. Russland und China sind die größten Goldkäufer und scheinen trotzdem einen Angriff vorzubereiten. Wenn die BRIC Staaten ihre Drohungen wahr machen und den Dollar als Reservewährung auflösen, kommt das einer Kriegserklärung an Amerika gleich. Denn sobald die Dollar Hegemonie fällt, würde die Währung kollabieren und damit die gesamte Scheinökonomie, die nur durch Importe überlebensfähig ist, implodieren. Die Zinsen müssten in den Bereich von 20% steigen, um die Kapitalflucht zu unterbinden. Das würde eine Pleitewelle auslösen, die Bonds einstürzten und den Aktienmarkt crashen. China, als größter US Gläubiger, würde wiederum so große Bondverluste einfahren, dass die eigene Wirtschaft belastet wäre. Zugleich würde die US-Nachfrage wegbrechen und damit die China Exporte trocken legen. Das Ganze würde innerhalb kürzester Zeit zu einem globalen Black out führen. Der Blitzangriff auf den Dollar kann also nur eine Endlösung sein, wenn es ökonomisch keinen Ausweg mehr gibt und die offene Konfrontation die letzte Alternative ist. Wahrscheinlicher ist, dass man versuchen wird, die Dollar Herrschaft schrittweise zu unterwandern, um die aufgestauten Us Bond Bestände langsam in Goldreserven zu konvertieren. Unter diesen Überlegungen sind auch die militärischen Spannungen rund um Syrien, Iran und Nordkorea nichts weiter als verdeckte Stellvertreteraggressionen für den aufziehenden Konflikt zwischen Amerika und dem Russland-China Bündnis.

Während Politik und Massenmedien die rosa Brille an die Bürger weiterreichen, ist im Untergrund das Krebsgeschwür weiter am wachsen. Welche Szenarien man auch gedanklich durchspielt, der Kulminationspunkt der Systemkrise liegt noch vor uns. Hoffnung gibt es immer, aber realistisch betrachtet, steuern wir auf volatile Zeiten zu. Die internen Konstruktionsfehler des orangen Programms zeigen sowohl auf individueller[66], als auch auf kollektiver[67] Ebene in zunehmendem Maße ihre destabilisierenden Tendenzen. Aus integraler Sichtweise[68] mehren sich die Anzeichen, dass wir sozial-ökonomisch auf große Veränderungen zugehen, die der verbleibenden Menschheit einen Bewusstseinswandel ermöglichen werden.

 

 


[4] Die privaten Schulden haben 2008 bei 300% ihren Höhepunkt gesehen. Seither fahren die Privaten die Verbindlichkeiten zurück, 2013 liegen sie bei 250%

[9] http://www.neuro24.de/depression.htm

10% der Amerikaner nehmen Antidepressiva, die Zahl hat sich seit den letzten 10 Jahren verdoppelt http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19652124

[10] Glück kann objektiv nicht gemessen werden, in empirischen Studien und Umfragen verliert  Amerikaner aber tendenziell Plätze gegenüber anderen Ländern.

Im  Happy Planet Index liegt Amerika weit hinten. 2009 lag Amerika sogar auf Platz 150 von 178 erfassten Ländern http://www.happyplanetindex.org/data/#table-view,

Twitter Auswertung – Amerikaner werden unglücklicher http://science.orf.at/stories/1692093/

Im Wohlstandsindex verliert Amerika Plätze http://www.prosperity.com/Ranking.aspx

Gallup Umfrage zwischen 2005 und 2009  http://www.forbes.com/2010/07/14/world-happiest-countries-lifestyle-realestate-gallup-table.html

Im Uno Weltglück Report belegt Amerika noch Platz 11 http://www.taz.de/fileadmin/static/pdf/2012-05-25_grafik_gluecksreport.pdf

New Yorker sind die unglücklichsten Amerikaner http://derstandard.at/1259282510151/New-Yorker-sind-die-ungluecklichsten-US-Amerikaner

[35] Fast unglaublich der Propaganda-Film der Deutschen Bank http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ES8STleqBhE#!  Da sich die politischen Entscheidungsträger ökonomisch von den Großbanken "beraten" lassen, werden sie zum unwissenden Handlanger des Syndikats.

[37] Tatsächlich sind diese Vorgänge von den neoklassischen Modellen gedeckt, in denen sich zumeist die effizienzsteigernden Wirkungen mathematisch beweisen lassen.

[38] Nach der Trickle-down-Theorie fällt auch für die unteren Klassen etwas ab, wenn die Superreichen nur reich genug sind.

[41] Das einzige, das uns die Evolution im Kampf gegen die Hierarchiepathologien zur Verfügung stellt, ist das Internet. Es ist die grundlegende Innovation, die eine Stärkung heterarchischer Organisationsstrukturen in Zukunft möglich macht.

Siehe dazu auch Gedanken zur Eurokrise – Hierarchie vs. Heterarchie

http://perfect-trader.com/index.php?option=com_content&view=article&id=5350:gedanken-zur-eurokrise&catid=69:science&Itemid=275

[43] Um den Preis zwischen dem 12-13 April auf 1380$ zu drücken, benötigte man 1100 Tonnen Papier Gold, das  54% des jährlichen  Umsatzes entspricht. 

[48] Um das zu verhindern, hätten die Zentralbanken zwei Möglichkeiten. Entweder sie versuchen mittels Notenpresse die Banken mit Liquidität zu versorgen, damit diese ihren Kunden die Kontrakte in Cash ausliefern können oder sie organisieren Goldpreismanipulationen im Futuresmarkt und  versuchen die physischen Auslieferungsforderungen für sich zu optimieren.

[52] Der Geist von Grandola erhebt sich nach 39 Jahren wieder http://www.youtube.com/watch?v=LzmFPJiH6nA

[53] …sondern Verschwörungstheoretikern zufolge bei einem Mittagessen der Bilderberger bestimmt wurde.

http://nwoobserver.wordpress.com/2009/11/20/bilderberg-van-rompuy-the-new-eu-president-with-video/

Kult im Internet: Farage vs Rompuy http://www.youtube.com/watch?v=wHvTq6Bf_pg

[54] Jean Claude Junker wird für seine Warnung, dass Europa vor einem Krieg steht als Demagoge kritisiert. http://lostineu.eu/juncker-schurt-euro-angst/

Doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Eurokrise schon in diesem Herbst  eskaliert und Massenaufstände durch die Straßen ziehen. Mit dem antidemokratischen Europakurs wird man linke und rechte Flügel wieder radikalisieren und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die aufgestaute Wut in Gewalt umschlägt.

[55] The Great Deformation: The Corruption of Capitalism in America http://www.amazon.com/gp/product/1586489127/

[56] Durch die Verzögerungstaktiken der Krisenbekämpfung wurden Risiken summiert. Das Finanzsystem ist inzwischen so fragil, dass geringe Störungen ausreichen, um Paniken auszulösen. Als Beispiel kann der AP Twitter Hack dienen: http://www.guardian.co.uk/business/2013/apr/23/ap-tweet-hack-wall-street-freefall

Was wird passieren, wenn die nächste Großbank aufgrund von Fehlspekulationen Schieflagen meldet?

[62] In vergangenen Beiträgen wurde der Kampf zwischen heterarchischen und hierarchishen Organisationsstrukturen angeschnitten. (Siehe auch Systemkrise und Steuerungsmechanismen – http://bit.ly/ZHejLTVirtuelle Währungen wie Bitcoin sind die letzte Frontlinie in diesem Kampf, wodurch staatliche Hierarchiepathologien endgültig vor der Schwächung stehen. Das Zentralbanken-Fiatgeld System ist entscheidend für den Machterhalt von Regierungen, weshalb sie mit allen verfügbaren Mitteln gegen virtuelle Währungen vorgehen werden.

[63] 3D Drucktechnologie könnte wesentlich zur Dezentralisierung in der Produktion und damit zur Stärkung heterarchischer Gesellschaftssysteme beitragen. 

[64] Lange Zeit galt die Kalte Fusion als Utopie. Seit Nasa und Cern die Low Energie Nuclear Reaction (LENR) bestätigt haben, hat das weltweite Interesse der Physiker wieder zugenommen. Am weitesten Fortgeschritten dürfte der E-Cat von Andrea Rossi sein, der angeblich vor der Marktreife steht. Sollte sich die LENR Technologie tatsächlich als brauchbar erweisen, wird dies die gesamte Ökonomie dramatisch verändern.

[65] Die technischen Entwicklungen geben Hoffnung, dass sich die Menschheit im nächsten Kondratieffzyklus tatsächlich aus dem ausbeuterischen Herrschaftssystem von Zentralbanken, Bankenkartell, Wirtschaftseliten und korrupten Politkern befreien könnte.

[66] Mehr und mehr Menschen leiden unter der materialistischen Lebensweise: Unter Turbokapitalismus, Leistungsdruck, Entmenschlichung und  Rücksichtslosigkeit. Burnout und Depression sind die Folge. Über Konsumwahn, Sinnkrise und das orange Programm: http://bit.ly/ZX5eZM

[67] Gier, Moralverfall und hemmungsloser Materialismus bringen das Wirtschaftssystem auf globaler Ebene in Bedrängnis.

[68] Siehe auch Integrale Theorie von Ken Wilber  z.B. in "Eros, Kosmos, Logos" http://amzn.to/Zbfwqj    

Gold Swingtrading 15.04.2013

Gold Swingtrading 15.04.2013

Gold hat das nächste Ziel 1400 ohne Zwischenerholung in einer dynamischen Bewegung erreicht. Es empfiehlt sich die Hälfte der Shortposition aufzulösen, der Stop Loss für den Rest kann an den Einstiegspunkt 1553 nachgezogen werden.

Der Bruch von 1400 ist längerfristig ein bärisches Signal, wie zuletzt festgehalten, wird damit 1200 als nächstes Ziel aktiviert. Zwischenzeitlich muss jedoch mit sehr kraftvollen Reboundbewegungen gerechnet werden. Diese können nun bis in den Bereich 1522 führen, ohne dass der Abwärstrend neutralisiert wird.

Es sei nocheinmal darauf hingwiesen, dass  diese Entwicklung im Gold zusammen mit den Ölverkäufen für die Konjunktur besorgniserregend sind. Die Goldverkäufe zeigen, dass Inflation jetzt keine Gefahr ist und damit gerechnet wird, dass die Liquiditätsausweitung in der Realwirtschaft vorerst oder sogar nie ankommen wird. Das stützt unsere Annahmen, dass wir sowohl in Amerika, als auch in Europa in eine Rezession gehen. Zuletzt haben sich auch die chinesischen Fundamentaldaten eingetrübt, was sich auch im charttechnischen Bild des Hang Seng spiegelt.  (siehe -> Swingtrading)

Verschwörungstheorien, Neue Weltordnung und transpersonale Evolution

 

Inhalt

1.  Verschwörungstheorien. 1

 

2. Die Suche nach Hintergründen. 12

 

Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien im Internet

In den letzten 10 Jahren haben sich im Internet Verschwörungstheorien explosionsartig verbreitet. In diesem Artikel werden einige der bekanntesten Theorien  vorgestellt, die einen Bezug zur ökonomischen und psychosozialen Entwicklung haben. Die angegebenen Quellen und Links sollen lediglich die Argumentationslogik der Theorien nachvollziehbar machen, aber keinen der Autoren als Verschwörungstheoretiker beschuldigten. Im Anschluss werden einige Gedanken angestellt, welche Verbindungen zur  westlichen Systemkrise und zur transpersonalen Bewusstseinsentwicklung bestehen.

Ich habe kein großes Interesse am Wahrheitsgehalt von Verschwörungsthesen und verwende wenig Zeit darauf, die Qualität der Informationsquellen zu überprüfen. Weder kann ich ein endgültiges Urteil über ihre Glaubwürdigkeit abgeben, noch verfolge ich das Ziel, andere Menschen von irgendwelchen Verschwörungen zu überzeugen. Ich habe keinerlei finanzielle Interessen an ihrer Verbreitung. Verschwörungstheorien erweisen sich in den seltensten Fällen als voll beweisbar und sind für mich damit lediglich eine alternative Möglichkeit, die Wirklichkeit zu betrachten.

Das Internet erlebt eine rasante Verbreitung von Verschwörungstheorien, wobei  9/11, der Terrorkrieg, die Einschränkung der Bürgerrechte und die Finanz/Wirtschaftskrise wichtige Gründe für das gesteigerte Interesse sein dürften. Vor 20 Jahren war die Anzahl der Bücher zu Geheimbünden, Wirtschafts– und Regierungsverschwörungen relativ überschaubar. Heute herrscht im Netz ein reichhaltiges Informationsangebot dazu, vieles ist  jedoch hochspekulativ, frei erfunden oder gezielte Desinformation.

Was die Wahrheitssuche jenseits der Mainstream Meinung  im Internet angeht, ist Skepsis angebracht. Alternative Blogs und selbst Social Media Plattformen sind kein Garant für unabhängige Meinungsäußerung oder freien Journalismus. Auch das Internet ist durch kapitalstarke Interessensgruppen manipulierbar, genauso wie die privaten und öffentlichen Massenmedien. Der Unterschied mag sein, dass breit angelegte Beeinflussungskampagnien von Massenmeinungen im Netz derzeit womöglich noch kostspieliger sind. Vielleicht sieht man aus Sicht der Machtträger und Interessensgruppen dazu auch noch keine große Notwendigkeit, solange die Massenmedien und Printmedien stark genug sind, um die Meinung der Öffentlichkeit auszurichten. Doch je bedeutsamer die neuen Medien für die Kommunikation der Individuen werden, desto größer werden auch die Bemühungen der kapitalstarken Interessensgruppen werden, das Massenbewusstsein über das Internet zu beeinflussen, um Ziele zu erreichen.

Beispielsweise sehen einige Verschwörungstheoretiker die online Treibjagd  Kony 2012 als eine mögliche Testaktion dafür, ob man die Öffentlichkeit über das Netz emotional polen kann. Hinter der Social Media Kampagne Kony 2012 über einen Kriegsverbrecher in Uganda soll sich die Probe verstecken, ob die öffentliche Meinung für einen Militärschlag gegen das Land zu gewinnen wäre. [1]

Es verwundert nicht, dass Konspirationstheorien ein unseriöser Beigeschmack anhaftet. Viele Theorien basieren auf Annahmen, die für die meisten Menschen völlig unvorstellbar sind. Sie stellen die gesamte demokratisch-geordnete Zivilisation als eine Fassade dar, hinter der sich eine ekelhafte Welt aus Macht und Profitsucht verbirgt. Sie sind mit unserem Weltbild des hochmoralischen Westens unvereinbar und beschmutzen den zivilisatorischen Stolz auf Regierungen und Unternehmertum auf eine Weise, die für viele Menschen untragbar ist. Auch die Verschwörungstheoretiker selbst tragen nicht immer zu einem besseren Image bei. Einige Vertreter solcher Theorien sind emotional oder sogar radikal in der Verteidigung ihrer Meinung. Der Aufbau von Feindbilder wie beispielsweise amerikanische Regierung oder irgendwelche Minderheiten sind nicht unüblich. Häufig herrscht eine große Skepsis gegen Politikern,  Mainstream Medien, Wissenschaftlen und Wirtschaftseliten, die alle unter Generalverdacht der Korruption und Konspiration stellt. Das alles führt dazu, dass der Begriff des Verschwörungstheoretikers negativ konnotiert ist und manchmal sogar der Psychiatrierung nahe gestellt wird.

Für viele Menschen sind Verschwörungstheorien nicht nur ein Erklärungsversuch dafür, warum unsere Welt ein trauriger Schauplatz von Gier, Rücksichtslosigkeit und Entmenschlichung geworden ist, sondern auch ein Ventil, um die aufgestaute Wut über erfahrene Ungerechtigkeit und Demütigung im kapitalistischen System zu entladen. Verschwörungstheorien bieten genug Platz, um die Schuld bösen Geheimmächten, korrupten Regierungen und dekadenten Eliten zuschieben zu können. Die eigene Person und Sichtweise auf die Welt muss dann nicht mehr als Teil des Problems angesehen werden. Bemühungen zur eigenen Bewusstseinsentwicklung treten in den Hintergrund, es genügt, die bösen Hintermänner zu enttarnen und an den Pranger zu stellen, um den Heilungsprozess der Welt in Gang setzten zu können. Auf diese Weise stützen sie auf angenehme Weise den psychologischen Verdrängungsmechanismus und lassen die Tatsache vergessen, dass die westliche Zivilisation mit ihrem Schwerpunkt dem materialistischen Paradigma verfallen ist und damit als Ganzes für den Verfall mitverantwortlich ist.

Trotz dieser Problematiken halte ich die rasante Verbreitung von Verschwörungstheorien im Netz für ein wichtiges Phänomen auf dem Weg zu einer integal-aperspektivistischen (Gebser) [2] Bewusstseinstruktur und heterarchisch[3] optimierten Gesellschaftsorganisation. Sie können dabei helfen, einen integral orientierten Blick zu entwickeln, der unterschiedliche Betrachtungsweisen auf die Realität einnehmen und innerhalb eines ganzheitlicheren Weltenschemas zusammenfügen kann. Durch den einfachen Informationszugang über das Internet ermöglichen sie erstmals einer breiten Masse die Auseinandersetzung mit kritischen Interpretationsschemen der sozialökonomischen Wirklichkeit und alternativ-politischen Gedankenmodellen. Sie ermöglichen es, Desinformationskampagnen, Mainstream Propaganda und institutionalisierte Konventionen zu hinterfragen und einen reichhaltigeren und erweiterten Gedankenhorizont zu entwickeln. Das ist der Austritt aus der genormten Welt und ein Schritt, um die konventionelle Moral des Kollektivs transzendieren [4] zu können.

 

Orange Moral und Verschwörungen

Mediengroßkonzerne haben einen gewaltigen Einfluss, sie können Milliarden von Menschen erreichen und ihre Meinung formen. Doch die Mainstream Medien folgen primär dem Kapital und nicht der Wahrheitsfindung. Sie sind zu einer Berichterstattung gezwungen, die der Profitmaximierung der Unternehmung dient. Das kann zu einseitigen Interpretationen von Informationen führen, die alternative Gedankenmodelle benachteiligt. Journalisten, die ökonomischen oder politischen Interessen der Unternehmenseigentümer entgegenwirken, laufen Gefahr, ihren Job zu verlieren. Der Volksmund nennt sie schlicht die "Medienhuren"[5]. Er umschreibt das Medienphänomen, für Geld einfach alles zu tun und für Profit alle moralischen Bedenken über Bord zu werfen.

Das ist natürlich der Lauf unserer (orangen[6])Welt. Der gesamte Kapitalismus folgt der Logik der schonungslosen Profitmaximierung, der Machtausweitung und der Einflussgewinnung. Vorgetäuschte moralische Hochansprüche dienen lediglich zum Täuschungszweck,  um unmenschliche Handlungen rechtfertigen zu können. Unter diesen Axiomen ist es konsequent anzunehmen, dass Interessenskreise aus Medien, Finanz, Industrie und Politik für die kurzfristige Profitoptimierung auch nicht davor zurück schrecken, das demokratische Gefüge zu unterwandern und die kollektive Wohlfahrt zu mindern. Solange der potentielle Gewinn größer ist als die Kosten und das Risiko (z.B. das Risiko für Korruption bestraft zu werden) , ist es für das orange Individuum innerhalb des materialistischen Moralbios irrational, die verursachten Schäden bei seinen Mitmenschen in die eigenen Handlungsweisen einzukalkulieren[7].

Für das Individuum im Ödland[8] zeigt die Nadel des moralischen Kompass stets in die Richtung des eigenen Nutzenmaximus. Diese Kursangabe lässt sich zumeist auch durch innerseelische Gewissenskonflikte wegen verursachter Schäden nicht korrigieren. Manchmal melden sich tiefsitzende, unbewusste Zweifel an. Doch die magnetischen Feldlinien im Ödland sind zu stark auf Besitz, Erfolg, Anerkennung, Sex und andere äußere Surrogate ausgerichtet, als dass moralische Schuldgefühle die Kompassnadel ablenken könnten. Moral hat hier keinen Einfluss auf die Handlungsweise, was zählt sind Gewinn- Kosten Kalkulationen und das Risiko erwischt zu werden. Im Gegenteil, vorgetäuschte Hochmoral dient dazu, egoistische Ziele mit fragwürdigem Charakter öffentlich durchsetzen zu können.

Was abwertend als Verschwörung belächelt wird, ist unter diesen Annahmen der Aggregatzustand des zwischenmenschlichen Interaktionssystems innerhalb des materialistisch-kapitalistischen Systems. Die Konspiration ist dann die intransparente Kooperation mit Interessensgleichen, um mit allen verfügbaren Mitteln die Ziele gegenüber den Konkurrenten durchsetzen zu können, unabhängig von gesetzlicher Legitimität und moralischem Kalkül.

Solche Kooperationsverschwörungen mit Täuschungselement sind fester Bestandteil des kapitalistischen Systems und finden täglich auf allen Größenmaßstäben und in allen Intensitätsstufen statt – vom Kleinbetrug innerhalb einer Firma, bis hin zu großangelegten Finanzverbrechen im Bankensektor . Die Umwelt[9], Nahrungs, Gesundheits, Wirtschafts, Finanz und Regierungsskandale der letzten Jahre legen nahe, dass die Akteure immer skrupelloser werden. Darüber hinaus scheinen immer mehr Menschen bereit zu sein, für den geschäftlichen Erfolg alle moralischen Bedenken über Bord zu werfen. 

Um die Existenz von Phänomenen wie den Libor Betrug[10], mit wahrscheinlich hunderten von Mitwissern/Mitverschwörern und Milliarden von geschädigten Bürgern erklären zu können, müssen wir den konventionellen Rahmen gesunder Verhaltensweisen im kapitalistischen System verlassen und unterstellen, dass  das orange Programm[11] bereits für ganze Bevölkerungsgruppen pathologische Formen angenommen hat. Die immer größeren Skandaldimensionen von Finanz- und Wirtschaftsverbrechen[12] verleiten zu der Annahme, dass die westliche Zivilisation großflächig von moralischen Handlungskalkülen befreit ist und krankhaften Formen des orangen Programms unterliegt. Jahrelang gedeckte "Verschwörungen" wie der Subprime-Hypothekenbetrug[13], mit tausenden von Mitwissern und einer Depression als Folge, die den Weltfrieden in Gefahr bringt, lassen sich mit den konventionellen Moral Hazard Annahmen der Ökonomie kaum mehr erklären. Sie sprengen alles, was bislang vorstellbar war und geben neuartige Einblicke in den Gesundheitszustand der westlichen Seele.

Um Theorien von monumentalen Regierungsverschwörungen rechtfertigen zu können, wie sie in Form von JFK, 9/11 oder Neue Weltordnung im Umlauf sind, muss die Logik des orangen Programms konsequent fortgesetzt werden, bis sie hochpervertierte Formen mit mythologischen Dimensionen erreicht. Dass sich Individuen auf den obersten Rängen der Machthierarchie von Medien, Finanzen, Pharmaka, Ölbranche, Waffenindustrie, Militär und Politik zu einem profitmaximierenden Interessenskreis zusammenschließen, um selbst Kriege mit Millionen von Opfern zu provozieren, übersteigt konventionell-pathologische  Formen der Ödland[14]-Wunderland[15] Schizophrenie und kann nur noch mit transzendental -apokalyptischen Sehnsüchten erklärt werden.

 

Geheimbünde im spirituellen Materialismus

Es verwundert also nicht, wenn in Verschwörungstheorien okkult-religiöse Tendenzen mitschwingen, die sich von psychotischen Formen des spirituellen Materialmus ableiten. Beschreibungen von verschwörerischen Geheimbünden wie den Illuminati, Freimaurern oder Skull & Bones sind stets von einer metaphysischen Aura mit okkulten Riten begleitet. Das Spektrum reicht von rituellen Einweihungszeremonien der  Aspiranten, magischen Beschwörungen, Orgien mit satanistischen und extatischen Elementen, bis hin zu Menschenopfern mit dem Fließen sakraler Energien (Blut), um Kontakt zwischen materialer Ebene und den metaphysischen Dimensionen herstellen zu können.

Häufig finden wir auch die Bemühungen, metaphysische Gesetzmäßigkeiten durch heilige Geometrie, Numerologie oder Astrologie zu erforschen. (Für Gann Trader ist in diesem Zusammenhang interessant, dass sich auch beim Freimaurer Gann solche Tendenzen des spirituellen Materialismus wiederfinden. -> Gann Buchbesprechungen[16])

Okkulte Symbolik (Pentagramm, Pyramide, allsehendes Auge) und Zahlencodes (23, 9/11) sind in den Geheimbünden und Verschwörungstheorien stets von hoher Bedeutung .

Zu den weiteren Charakteristika zählen der Glaube an Satan oder an die Wiederkehr des Erlösers und an himmlische Kämpfe von Gut und Böse. Derlei numinose Elemente lassen sich sogar noch in der Rhetorik politischer  Entscheidungsträger[17] feststellen, was  auf eine mythologische Bewusstsseinsstruktur hindeutet, die noch für Regressionen ins  Magische anfällig ist. Das gibt Verschwörungstheoretikern natürlich den notwendigen Nährboden, um Spekulationen über Zugehörigkeiten der Machtträger zu okkulten Geheimbünden zu entwickeln[18].

Verschwörungstheorien rund um Geheimbünde besitzen häufig Elemente aus der Kabbala, Hermetik, Pythagoreer Kult, oder anderer esoterisch-mystischer Traditionen. Göttliche Herrschaftsansprüche, Allmachtfantasien, selbstdarstellerischer Egoismus und magische Handlungen der Mitglieder lassen darauf schließen, dass bislang keine Integration des spirituellen Materials erfolgt ist und stattdessen regressive Tendenzen ins Infantile und Pseudospirituelle vorherrschen. 

 

Wachsende Bürgerskepsis gegenüber intransparenten Machthierarchien

Abseits der pseudospirituellen Dimension hinter Theorien um konspirative Geheimbünde ist für unsere sozioökonomische Realität die Frage von Bedeutung, inwieweit kapitalistische Verhaltensweisen wie Moral Hazard und Profitmaximierung , gepaart mit intransparent-hierarchischen Machtstrukturen oder monopolistischer Marktmacht, im Zusammenwirken mit materialistischen Ideologien und oranger Moral, das Entstehen von Verschwörungen begünstigt. Mit den zunehmenden Problemen der westlichen Systemkrise werden für die Bürger korrupte Machtstrukturen und lenkenden Kräfte hinter Medien, Politik und Wirtschaft immer offensichtlicher. Das Gefühl innerhalb der Bevölkerung von Journalisten, Regierungen, Unternehmen und Banken in fundamentalen Fragen unseres soziökonomischen Zusammenlebens bewusst getäuscht zu werden oder nicht die ganze Wahrheit zu erfahren, nimmt zu, je größer die Probleme im Gesamtsystem werden. Selbst beim überzeugtesten Systemverteidigern kommt jetzt beim täglichen Blick in die Tv Röhre angesichts immer größerer Skandale ein mulmiges Bauchgefühl auf: "Irgendetwas stimmt da nicht"

Irgendwie scheinen die Abendnachrichten nicht mehr die eigene Wahrnehmung über den Zustand der Welt widerzuspiegeln. Der Bush Kriegswahn gegen den Terror und die Besessenheit des Westens die weltweiten Ölreserven zu sichern, die hoffnungslose Überschuldung der Staaten, die Finanz- und Wirtschaftskrise, die wachsende Arbeitslosigkeit, die sinkenden Reallöhne, die extreme Ungleichheit der Vermögensverteilung, die Banken und Staaten Bailouts, die immer größeren Rettungsschirme, die Einschränkung der Bürgerrechte, die erdrückende Bürokratisierung  und Institutionalisierung, die schamlosen Korruptions- und Betrugsfälle in der Politik, die Arroganz und Dekadenz der wirtschaftlichen Elite, die totale Zerstörung der Natur…  all das hat die Menschen in den letzten Jahren zum nachdenken angeregt , die hochpolierte Fassade des kapitalistisch-scheindemokratischen Systems inklusive ihrer glanzvollen medialen Aufbereitung zu hinterfragen.  

Das Vertrauen bröckelt rasant, es scheint beinahe, als ob durch die Krise der Verschwörungsglaube  im Mainstream angekommen ist. Und ein kritischer Blick ist angebracht, denn 10 Minuten Recherche  im Internet ist ausreichend, um Informationen zur Wirtschaftskrise zu erhalten, die in den Massenmedien tabu sind.

Die zunehmende Skepsis gegenüber Regierungen, Medien und Wirtschaftselite wird womöglich eine Rolle bei der Schwächung hierarchischer Machtstrukturen spielen und damit den Weg für eine heterarchisch optimierte Organisation des Kollektivs ebnen. Die Verbesserung der kollektiven Wohlfahrt wird uns vom Kapitalismus nicht zugeworfen, sondern bedarf der ständigen Aufmerksamkeit und kontinuierlichen Eigenverantwortung der Bürger. Die hochkritische Auseinandersetzung mit intransparenten Machtblöcken von Kapital und Politik und die bewusste Bekämpfung von Demagogen und Propaganda, sind entscheidende Fronten im andauernden Verteilungskampf zwischen Reich und Arm, zwischen Kapitalisten und Arbeitern.

 

"Das Illegale machen wir sofort, das Verfassungswidrige benötigt ein wenig länger" Henry Kissinger

9/11 – Der Anschlag auf das World Trade Center

9/11 hat die Welt  gravierend verändert und gehört deshalb wohl zu den bekanntesten Verschwörungstheorien[19]. Es gibt unzählige Filme[20], Dokumentationen[21], Bücher[22], Internetseiten und weltweit womöglich zigtausende Menschen, die sich intensiv damit beschäftigen. Selbst Prominente[23] , ehemalige Geheimdienstler[24] und  Angehörige ausländischer Parlamente[25] melden an der offiziellen Version der US Regierung ihre Zweifel an. In Deutschland soll angeblich jeder fünfte Bürger der offiziellen Darstellung skeptisch gegenüberstehen, in Amerika sogar jeder dritte[26].

Allerlei  Verschwörungsmaterial wurde vorgebracht und kontrovers diskutiert[27]. Internetuser[28], Journalisten, Piloten[29], Ingenieure, Architekten[30], Sprengmeister und alle möglichen Experten aus wissenschaftlichen Kreisen bringen immer neue Ungereimtheiten der Ereignisse zu Tage[31]. Die abartigsten Verstrickungen in den elitären Interessenskreisen werden rund um 9/11 diskutiert, zwischen Politik, Rüstungsindustrie, Oligarchen und Geheimbünden. Heerscharen von Numerologen beschäftigen sich mit den verborgenen Zahlencodes der Illuminati, um ihre Verschwörungspläne hinter 9/11 zu enttarnen.

Als Motiv für einen Insider Job der Us Regierung  bzw. eines  "let it happen" Szenarios[32] verweisen die Verschwörungstheoretiker gerne auf die Profiteure der Anschläge. Silverstein [33] hat damit ein Vermögen verdient. Die Handelsaktivitäten an der  Börse im Vorfeld der Anschläge sollen auf größeren Insiderhandel hindeuten[34]. Untersuchungsunterlagen der Börsenaufsicht über Finanzbetrugsfälle gingen mit dem Gebäude 7 verloren[35]. Auch Unterlagen zu den  fehlenden 2,3 Rumsfeld Billionen (US Trillionen) sollen mit Gebäude 7 verschwunden sein[36],  genauso wie Teile der Goldreserven des unterirdischen Lagers[37]. Der größte Profiteur der Anschläge ist wohl die amerikanische Rüstungsindustrie [38].

Doch der ultimativen Grund für einen Insider Job wird darin gesehen, dass die US Regierung ihre weltpolitischen Ziele durchsetzten will. Die vorgetäuschte Bekämpfung des Terrors sei demnach ein Trick, um ökonomische und militärische Interessen verfolgen zu können. Einige Verschwörungstheoretiker befürchteten schon frühzeitig, dass Amerika durch die große Dramatik der Anschläge von der westlichen Öffentlichkeit einen Freibrief erhalten werde, um offiziell auf der ganzen Welt morden zu können. Im Namen von Freiheit, Demokratie und der Verteidigung des  Weltfriedens vor den Terroristen.

Was folgte, übertraf aber alle frühen Prognosen. Wer hätte die Konsequenzen für möglich gehalten? Dass man auf Basis von 9/11 eine manische Angstgesellschaft  erschaffen kann, die nach orwellschem Muster immer mehr einem hierarchischen Überwachungsstaat ähnelt[39] (z.B. Patriot Act[40], National Defense Authorization Act[41], 40.000 neue Gesetzte im Jänner 2012[42]). Dass man die Menschenrechte wieder mit Füßen treten darf, wie vor hunderten von Jahren (Beispiel Guantanamo[43]). Dass ein medial aufgebauschter Krieg gegen den Terror von der öffentlichen Meinung legitimiert wird, dessen tatsächliche Existenz mehr als fragwürdig ist[44]. Was ist das für ein Krieg, in dem die einen über beinahe unbegrenzte Mittel[45] und Hochtechnologie verfügen und die anderen bettelarm sind und vergleichsweise mit Steinen werfen? Was ist das für eine große westliche Zivilisation, die sich beim Anblick von vermummten Hürdenläufern in Al Qadia Wüstencamps förmlich einnässt?

Wer hätte es für möglich gehalten, dass man auf Grundlage von 9/11 in Afghanistan und Irak (mit gefälschten Beweisen von Massenvernichtungswaffen[46]) vor den Augen der Welt und ohne Widerstand der Öffentlichkeit einmarschieren kann? Nach der Destabilisierung von Lybien und Syrien steht man nun vor den Toren der nächsten Ölbastion[47] : Iran. Doch auch seine gewaltsame "Befriedung" und "Demokratisierung" scheint nach Meinung der Verschwörungsanhänger nur eine Frage der Zeit zu sein[48]. Einer Umfrage zufolge fürchten sich bereits 99% der Amerikaner[49] vor der iranischen Atombombe[50]. Auch Israel  ist sich sicher, die Fertigstellung der Bombe sei nahe[51], was rasches Handeln nötig mache. Verfällt man nicht der Angstmaschinerie und Kriegspropaganda  und beschäftigt sich tiefgreifender mit dem Iran, wird eine differenziertere Sichtweise möglich. Es ist stark zu bezweifeln, ob der Iran jemals für die (fast unvorstellbare) Militärsupermacht USA eine ernsthafte Bedrohung darstellen könnte, in absehbarer Zeit werden dazu wohl nur Russland und China in der Lage sein. 

 

Die Petrodollar Verschwörung

Nach Ansicht von Verschwörungstheoretikern wird 9/11 nur als Vorwand für die Terrorbekämpfung  benutzt, dahinter versucht man militärische und ökonomische Interessen durchzusetzen. Zum einen soll dadurch der Einfluss der militärischen Hauptkonkurrenten Russland und China geschwächt werden[52], zum anderen sollen die Interessen der amerikanischen Großkonzerne, die Ölreserven und Vorherschaft des Petrodollars[53]  gesichert werden. Bei genauerer Betrachtung gleiche die Us Außenpolitik einem imperialistischen Feldzug, so die Kritiker. Nach und nach werden sämtliche Länder, die die Vorherschaft des Petrodollars in Gefahr bringen und ihre Ölexporte in einer Konkurrenzwährung  wie dem Euro abrechnen wollen, unter dem Vorwand des Weltfriedens wieder gewaltsam unter politische Kontrolle gebracht. Venezuela[54], Syrien, Irak, Iran (IOB[55])- diese Staaten[56], die man vornehmlich als Schurkenstaaten oder als Achse des Bösen bezeichnet, bilden eine echte Gefahr, wenn ihr Widerstand gegen die amerikanische Ausbeutung durch die Dollar Hegemonie auch für andere Länder Beispiel macht. Die Verschwörungstheoretiker argumentieren, das Petrodollar System ermögliche es, die Welt mit frisch gedruckten (bzw. digitalen) Dollars förmlich zu überschwemmen, in einer Größenordnung, die geheim gehalten wird[57]. Sie glauben, dass wenn der Petrodollar fällt, auch der Dollar kollabiert und das gesamte amerikanische Schuldenkartenhaus in sich zusammenfällt[58].

Sie verweisen darauf, dass in der Geschichte kein ungedecktes Geldsystem von langer Dauer war. Die US Dollar Hegemonie sei ein Schlüssel, warum das ungedeckte Fiat Money Schneeballsystem (Ponzi Scheme) auf globaler Ebene noch immer funktioniere und müsse daher mit der militärischen Übermacht[59] um jeden Preis verteidigt werden [60](Militärbasen und Ölvorkommen[61]).

Mittlerweile sei das gesamte Betrugssystem "too big to fail", sodass Länder die auf Unmengen von Dollarreserven sitzen, selbst Interesse haben, den rasanten Verfall des USD zumindest zu verlangsamen und das Ponzi Scheme weiter stützen.  Der US Kongressabgeordnete und Präsidentschaftskandidat Ron Paul formulierte es so:

" …vereinbarte die Elite der Geldmanager, besonders nachhaltig unterstützt von den US-Behörden, ein Abkommen mit der OPEC, den Preis für Erdöl weltweit ausschließlich in Dollar festzusetzen. Dies verhalf dem Dollar zu einem besonderen Platz unter den Weltwährungen und sicherte den Dollar im Endeffekt mit Öl ab. Im Gegenzug versprachen die USA, die diversen Öl-Scheichtümer gegen drohende Invasionen oder innere Aufstände zu schützen. Dieses Arrangement setzte den Aufstieg der radikalen islamischen Bewegung unter denen in Gang, die uns unseren Einfluss in der Region übel nahmen. Das Abkommen verlieh dem Dollar eine künstliche Stärke, verbunden mit unglaublichen finanziellen Vorteilen für die Vereinigten Staaten. In dem Maße, wie der Dollareinfluss gedieh, erlaubte uns dies, unsere Geldinflation zu exportieren, und zwar über große Preisnachlässe beim Öleinkauf und beim Import anderer Güter. "

"Durch ein unglaubliches Zusammenspiel der Zentralbanken und internationalen Geschäftsbanken wurde der Dollar allgemein so akzeptiert als handle es sich um Gold. "

"Die künstliche Nachfrage nach unserem Dollar, verknüpft mit unserer militärischen Macht, hat uns in die einzigartige Position versetzt, die Welt beherrschen zu können, ohne selbst produktiv zu arbeiten, zu sparen und unseren Konsum oder unsere Verschuldung zu begrenzen. "

 "Ein Zwei-Billionen-Dollar- Krieg tobt, und es werden Pläne lanciert, den Krieg auf den Iran und möglicherweise Syrien auszudehnen. Die einzige Kraft, die dies verhindern kann, ist die weltweite Abkehr vom Dollar. Diese wird kommen und schlimmere Bedingungen als 1979/80 hervorrufen, die 21%ige Zinsraten erforderten, um korrigierend einzugreifen. Aber in der Zwischenzeit wird alles nur Erdenkliche getan, um den Dollar zu schützen. Wir teilen dieses Interesse mit denjenigen, welche unsere Dollars horten, um die Farce fortzusetzen. "

"Am wichtigsten ist, dass die Dollar-Öl-Beziehung aufrechterhalten wird, um ihn als überragende Währung zu sichern. Jeder Angriff auf diese Beziehung wird machtvoll beantwortet werden – so wie es immer schon geschehen ist. "

"Inzwischen ist allgemein bekannt, dass sich die unmittelbaren, ersten Reaktionen der Bush-Administration nach 9-11 darum drehten, wie man Saddam Hussein mit den Anschlägen in Verbindung bringen könne, um eine Invasion in den Irak und den Sturz seiner Regierung zu rechtfertigen. Obwohl keinerlei Anzeichen irgendeiner Verbindung Husseins mit 9-11, keinerlei Anzeichen für den Besitz von Massenvernichtungswaffen vorlagen, wurde durch Verdrehung der Tatsachen, durch eine Flut von Fehlinterpretationen die Unterstützung der Öffentlichkeit und des Kongresses erzeugt, der Sturz Saddam Husseins sei gerechtfertigt. "

"Im Jahre 2001 verkündete der Botschafter Venezuelas in Russland, sein Land steige bei der Auspreisung aller Ölverkäufe auf Euro um. Innerhalb eines Jahres gab es einen Staatsstreich gegen Chavez, den, so wird berichtet, unsere CIA unterstützte. Nachdem diese Versuche, den Euro zu pushen und den Dollar als Weltreserve-Währung zu verdrängen auf heftigen Widerstand gestoßen waren, kehrte sich der starke Wertverlust des Dollar gegenüber dem Euro um. Diese Ereignisse mögen eine wichtige Rolle dabei gespielt haben, die Dollar-Herrschaft aufrechtzuerhalten. "

Heute ist – mehr denn je – die Dollar-Hegemonie, d.h. die Funktion des Dollars als Weltreserve-Währung, notwendig, um unsere aufwendigen Kriegsexpeditionen zu finanzieren. Dieser nicht enden wollende 2-Billionen-$-Krieg muss auf die eine oder andere Weise bezahlt werden. Die Dollar-Hegemonie stellt uns dafür die Werkzeuge zur Verfügung. "

"Größenteils sind sich die wirklichen Opfer dessen nicht bewusst, wie s i e diese Rechnungen bezahlen. Die Lizenz, Geld quasi aus dünner Luft zu drucken, ermöglicht es uns, die Rechnungen durch Preisinflation zu begleichen. Unter dieser Inflation leiden die US-Bürger ebenso wie der Durchschnittsbürger in Japan, China oder in anderen Ländern. Diese Inflation ist die „Steuer“, mit der die Rechnungen für unsere militärischen Abenteuer bezahlt werden. Das geht so lange, bis dieser Betrug aufgedeckt wird und ausländische Produzenten entscheiden, sich nicht in Dollars auszahlen zu lassen bzw. diese nicht länger für die Bezahlung der von ihnen erworbenen Güter vorrätig zu halten. Es wird alles Mögliche unternommen, um zu verhindern, dass den breiten Massen dieser Betrug des Währungssystems, unter dem sie zu leiden haben, enthüllt wird. Falls die Ölmärkte den Dollar durch den Euro ersetzen, würde das unmittelbar unsere Möglichkeiten einengen, ohne weitere Einschränkungen die Weltreserve-Währung zu drucken. "

"Es ist ein unbestreitbarer Vorteil für uns, wertvolle Güter einzuführen und dafür im Wert verfallende Dollars zu exportieren. Die Exportnationen sind in ihrem Wachstum von unseren Käufen abhängig geworden. Diese Abhängigkeit macht sie zu unseren Verbündeten im fortgesetzten Betrug, und ihre Teilhabe an diesem hält den Wert des Dollar künstlich hoch. Sollte dieses System noch über lange Zeit funktionierten, müssten die US-Bürger nie mehr arbeiten. Genau wie die Römer könnten auch wir „Brot und Spiele“ genießen. Aber denen ging schlussendlich das Gold aus und Roms Unvermögen, die eroberten Länder weiter auszuplündern, führte zum Zusammenbruch seines Imperiums. "

Obwohl wir fremde Länder nicht besetzen, um sie direkt auszuplündern, haben wir trotzdem unsere Truppen in 130 Ländern stationiert. Der Zwang, unsere Militär-Macht im ölreichen Mittleren Osten zu dislozieren, ist kein Zufall. Aber im Gegensatz zu früheren Zeiten erklären wir uns nicht zum unmittelbaren Eigentümer der Naturschätze anderer Länder, bestehen jedoch darauf, dass wir kaufen können, was wir wollen, und dass wir mit unserem Papiergeld dafür bezahlen können. Jedes Land, das unsere Herrschaft herausfordert, geht ein großes Risiko ein.
Unser gesamtes wirtschaftliches System hängt davon ab, dass das gegenwärtige Dollar-Recycling-System Bestand hat. Wir leihen uns jährlich 700 Mrd. Dollar von unseren „großzügigen Wohltätern“, welche dafür hart arbeiten und unsere Dollarnoten für ihre Produkte annehmen. Weiters borgen wir uns all die Gelder aus, die wir für die Sicherung des Empires brauchen (Verteidigungsbudget: 450 Mrd. Dollar) und noch mehr. Die Militärmacht, welcher wir uns „erfreuen“, wird zu d e r „Deckung“ unserer Währung. Es gibt keine anderen Länder, die uns auf militärischem Gebiet Paroli bieten, weshalb die Welt keine andere Wahl hat, als die Dollars, welche wir zum „Gold von Heute“ deklarieren, zu akzeptieren. Das ist auch der Grund, weshalb Länder, die dieses System herausfordern – wie der Irak, Iran oder Venezuela, zum Ziel unserer Umsturzpläne werden. "

"Auf kurze Sicht können die Herausgeber nicht gedeckter Papierwährungen erhebliche Profite akkumulieren. Auf längere Sicht bedroht dies das Land, welches die Weltleitwährung stellt. In diesem Fall sind das die USA. Solange andere Länder unsere Dollars in reale Wirtschaftsgüter eingetauscht haben, kamen wir gut raus. Diesen Vorteil wollen viele im Kongress nicht wahrhaben, wenn sie China wegen seines Handlesbilanzüberschusses gegenüber uns anklagen. Dies führte zur Auslagerung vieler industrieller Arbeitsplätze ins Ausland, gleichzeitig wurden wir mehr von anderen abhängig und weniger selbstversorgungsfähig. Das Ausland hortet unsere Dollars zu Gunsten seiner hohen Sparquote und verleiht uns diese netterweise zu niedrigen Zinsen, um unseren exzessiven Konsum zu finanzieren. Das scheint vordergründig das große Geschäft für alle Beteiligten zu sein, aber die Zeit wird kommen, in der unsere Dollars – wegen ihrer Abwertung – weniger freudig entgegengenommen oder gar vom Ausland zurückgewiesen werden. So könnte eine ganz neue Situation entstehen, die uns dazu zwingt, den Preis für das Über-unsere- Verhältnisse- und Über-unsere-Produktionsfähigkeit-Leben zu bezahlen. Der Sinneswandel hat, was den Dollar betrifft, bereits begonnen, aber das Schlimmste steht noch bevor. " [62]

Was Ron Paul hier behauptet, ist, dass die Welt für den Konsum und Wohlstand der Amerikaner arbeiten gehe. Im Gegenzug dafür erhält sie wertloses Papier, das die FED Notenpresse fast nach Belieben vermehren kann. Und, dass dieses System mit Geheimdiensten und militärischer Übermacht solange künstlich am Leben gehalten wird, bis der totale Kollaps eintritt.

Europa wird immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, ohne Widerstand mitzuspielen, wenn es darum gehe, Länder mit Rohstoffschätzen zu überfallen und auszubeuten. Der Westen hatte lange Zeit  keinerlei Probleme mit den Diktatoren und Schlächtern der arabischen Welt. Der Schah (Iran), Mubarak oder Assad wurden kritiklos akzeptiert und Gaddafi  war sogar ein gefeierter Staatsgast. Verschwörungsanhänger haben eine eigene Erklärung für den plötzlichen Gesinnungswandel der westlichen Politik.  Erst als Gaddafi[63] übermütig wurde, sich den Vorgaben der Westmächte widersetzten und sich mit dem Gold Dinar Plan[64] zu einer ernsthaften Bedrohung für das Ponzi  Scheme entwickelte, wurde er zur Zielscheibe[65]. Da passte es gut, dass die Bürger gerade auf den Straßen demonstrierten, um auch im Westen das Menschenrechtsbanner für einen arabischen Frühling zu zücken und sich endlich der Diktatoren mit Sanktionen und Militärschlägen zu entledigen.

Abseits von Verschwörungstheorien ist es auch für neutrale Beobachter offensichtlich, dass die westliche Welt ein dualistisches Konzept in Hinblick auf die Verteidigung von Menschenrechte verfolgt[66]. Die vorgetäuschte Hochmoral der Politik zur Verteidigung des eigenen Wohlstandes wird von den Bürgern ohne weiteres toleriert, obwohl ihnen die Lüge sehr wohl bewusst ist. Schließlich will man seinen eigenen vollen Teller nicht riskieren, oder?  Selbst wenn wir naiv genug sind, um an die gute Absichten der Regierungen zu glauben[67], dass sie Länder wie Afghanistan, Irak und Iran nach westlichen Vorstellungen demokratisieren wollen (meist mit katastrophalen Ergebnissen[68]). Was gibt uns das Recht dort einzumarschieren und diese kriegerisch nach unseren hochmoralischen Ansprüchen zu gestalten? Haben diese Länder nicht ihr eigenes Recht auf Evolution? Kaum jemand wird bestreiten können, dass Massaker an der Zivilbevölkerung zu verhindern sind und die Schwachen zu schützen sind. Aber was ist dann mit den täglichen Menschenrechtsverletzungen in all den Ländern, die nicht von ökonomischem Interesse sind?

Dass ein hoffnungslos verschuldetes Amerika mit einer verarmenden Mittelschicht[69] nicht Billionen mit ökonomisch zwecklosen Kriegen verpulvert, um die Bürger fremder Länder zu schützen, dürfte den meisten Beobachtern bewusst sein. Warum akzeptiert die Öffentlichkeit diese Politik? Man kann neodarwinistisch argumentieren,  dass im globalen Konkurrenzkampf sich jeder nehmen muss, was er bekommen kann. "Survivals of the fittest"  und wer schwach ist, wird ausgebeutet oder ausradiert. Das ist die Doppelmoral im orangen Programm. Das ist die verlogene Ego-Gesellschaft, mit der wir uns selbst zerstören. Aus einer türkisen Sichtweise sind diese Handlungen mit dem moralischen System aber unvereinbar.

False Flag Operationen der Regierungen haben eine lange Traditon, um Kriege anzuzetteln [69a]. Durch inszenierte  Feindaggressionen werden Angriffskriege als Verteidigungskriege getarnt und so der Öffentlichkeit leichter schmackhaft gemacht. Der fingierte polnische Angriff auf den Rundfunksender Gleiwitz startete den zweiten Weltkrieg[69b]. Es existieren Indizen,dass der Angriff auf Pearl Harbor der amerikanischen Regierung im Vorfeld bekannt war. 88% der Amerikaner waren zuvor gegen einen Kriegseintritt. Die Tragödie diente dazu, die Öffentlichkeit umzustimmen und ermögtlichte  Roosevelt den gewünschten Kriegsbeitritt[69c]. Der Angriff auf die Us Maddox im Tonkin Golf, der den Vietnamkrieg eröffnete, war nachweislich vorgetäuscht [69d]. Die Beweise für die Hussain Massenvernichtungswaffen, die den zweiten Irakkrieg vor den Augen der Öffentlichkeit rechtfertigten, waren nachweislich gefälscht [69e]. Mit den offengelegten Northwoods Akten existiert ein ganzer Katalog von potentiellen False Flag Manövern, um die US Öffentlichkeit für die Notwendigkeit eines Krieges zu überzeugen. Dazu zählen die Bombenattentate in US Städten, die  Ermordung unschuldiger US Bürger, vorgetäuschte Angriffe auf Us Militäreinheiten, Entführungen von Flugzeugen, Abschuss von Passagierflugzeugen usw. Die Geschichte zeigt, dass westliche Regierungen für Macht und Profit nicht nur Millionen unschludiger Menschen in fremden Ländern opferten, sondern dass sie auch nicht davor zurückschreckten, eigene Bürger zu ermorden. Und Fälle wie der Irak Krieg 2 lassen die Frage offen, ob wir diese Zeiten wirklich überwunden haben. 

Und was sind wir eigentlich für Bürger, wenn wir bei all diesen Verbrechen der Vergangenheit, heute immer noch unkritisch und gutgläubig den Entwicklungen auf der weltpoltischen Bühne zusehen? Werden wir damit nicht zu Mitverschwörern? 

 

Die Obama Verschwörung

Nach der Schreckensherrschaft von Bush sehnten sich die amerikanischen Bürger nach Veränderung.  Die Massen reagierten auf den Wahlsiegs Obamas förmlich extatisch[70]. Er schien alle Hoffnungen auf ein gerechtes, friedvolles und wohlhabendes Amerika erfüllen zu können. Plötzlich war der American Dream wieder zum Greifen nahe.

Es folgte Ernüchterung. Die US Militärausgaben sind noch immer auf hohem Niveau[71]. Weiterhin überzieht Amerika den Planeten mit einem einzigartigen Netz  von ca. 800 (offiziellen) Militärbasen in mehr  als 130 Ländern[72]. Guantanamo wurde, entgegen dem Wahlversprechen, noch immer nicht geschlossen[73]. Unter Obama gibt es Rekordzahlen von Drohnenangriffen[74] mit tausenden Opfern. Der Angriff auf Lybien erfolgte vor der Zustimmung durch den Kongress. Für Kritiker ist der Friedensnobelpreisträger Obama inzwischen ein Kriegsverbrecher[75].

Obama muss vielseitige Kritiken hinnehmen[76], auch seine Gesundheitsreform[77] könnte nicht nur schwerwiegende Kosten nach sich ziehen, sondern auch andere weitreichende Folgen haben[78]. Doch für Verschwörungstheoretiker wiegen vor allem seine Verbindungen zur Rüstungs- und Finanzindustrie. Sie sehen Obama als Liebling der Wallstreet[79]. Im Wahlkampf kamen von JP Morgan und Goldman Sachs unter anderem die größten Einzelspenden[80].

Nach dem Finanzcrash schrieb sich Obama strengere Regulationen für die Wallstreet auf die Fahne[81], tatsächlich umgesetzt wurde wenig[82](z.B. Dodd Frank Gesetz[83], Consumer Protection Act). Manche Beobachter sprechen von einem verlorenen Kampf gegen die Wallstreet[84], andere von bewussten fake Bemühungen. Die (geplante) Finanzkrise würde dazu genutzt werden, um der Fed weitere Vollmachten zu gewähren und damit das verschwörerische Bankenkartell  dahinter weiter zu stärken. Trotz der FED Geldschwemme bleibt die US Wirtschaft schwach, die inoffizielle Arbeitslosenquote soll um 15% liegen[85] (nach Ron Paul um 20%[86]). Die Unterschiede in der  Einkommensverteilung nehmen drastisch zu, hält der Trend an, ist der soziale Frieden in Gefahr.  Noch nie waren in Amerika soviele Menschen vom Hunger bedroht. [87]

Verschwörungstheoretiker nutzen dies, um Obama als Marionette[88] kapitalstarker Interessenskreise zu charakterisieren[89]. Eine Theorie besagt, das positive Change Image von Obama sei von den Eliten bewusst aufgebaut worden, um die Bürger vor der heimlichen Machtübernahme der Finanz und Rüstungsindustrie hinwegtäuschen zu können und die Mittelschicht auszudünnen[90]. Bereits Eisenhower hat vor der Macht des militärisch-industriellen Komplexes gewarnt[91] und Gorbatschow hat seine Meinung noch einmal betont[92].

 

 Auf dem Weg zur NEW WORLD ORDER (NWO)

All dies seien Pläne, um die Neue Weltordnung (NWO)[93] installieren zu können. Die NWO ist die Überverschwörung, bzw. sie ist das Endziel aller Geheimpläne der Eliten. Sie soll die geplante hierarchische Weltregierung werden, die von den Eliten und Geheimbünden geführt  wird (z.B. Rothschilds[94], Rockefellers, Bilderberger, Illuminaten, Freimaurer usw.). Verschiedene NWO Szenarien geistern schon seit vielen Jahren durch das Web. Kennzeichen sind eine vorgetäuschte Scheindemokratie, die mitunter von Großkonzernen gelenkt wird[95] (Corporatocracy – Herrschaft der Großkonzerne), die Verarmung und Unterdrückung der Massen, eine Weltzentralbank und eine ungedeckte Weltwährung (Fiat System), ein Bargeldverbot, die totale Überwachung und Kontrolle der Bürger und ihre RFID Verchipung[96].  

Sowohl  9/11, die Kriege in Afghanistan und Irak, die Finanzkrise[97] und die Geldmengenausweitung der Fed seien Pläne für die Manifestierung der NWO. Die exzessive Geldmengenausweitung helfe bei der Vermögensumverteilung. Durch den Trick des ungedeckten Scheingeldes könne sich die Elite die globalen Sachwerte ergaunern und ihre Vormachtstellung sichern[98]. Auch IWF und Weltbank sollen diese Pläne unterstützen[99] (z.B. mit speziellen Attentätern[100]). Die nächste Generation sei bereits in die Kreditfalle der Bankster getappt, hoffnungslos verschuldet und als sklavenhafte Arbeiter für die Zukunft gesichert (z.B. 1 Billion Dollar Verschuldung der US Studenten) [101].

In einigen NWO Szenarien sind wir auf dem Weg in einen völligen Finanzkollaps[102], der die radikale Transformation zu einer Weltregierung und Weltwährung nötig mache. Andere Verschwörungstheoretiker sehen noch einen Dritten Weltkrieg und massive Depopulation auf uns zukommen[103]. Seit 2001 rüstet die Welt militärisch auf[104], was einen globalen Konflikt zunehmend wahrscheinlicher machen.  Auch die geplante Freisetzten eines Virus zur Bevölkerungsreduktion ist eine beliebte Theorie.

Im Zentrum der Verschwörung ist die Fed. Stiglitz hat sie als korrupte Einrichtung bezeichnet und auch Ron Paul hat scharfe Kritik an der Zentralbank geübt[105]. Sie habe den Wert des Us Dollars zerstört und droht mit der enormen Geldmengenausweitung die Welt in eine Depression zu stürzen. Die Us Kriegsmaschinerie würde erst durch die Monetarisierung der Zentralbank ermöglicht werden. Außerdem sei die Fed das Instrument der superreichen Interessensgruppen und Großbanken. Zwischen 2008 und 2012 habe die Fed schätzungsweise 15 Billionen (US Trillionen) neuerzeugter Dollareinheiten in den Markt gepumpt, die Hälfte der Bailout Gelder soll ins Ausland geflossen sein[106]. Der Kongress habe darüber keine genaue Kenntnisse gehabt[107]

Verschwörungstheoretiker greifen diese kritische Sichtweise gerne auf, um damit die Pläne der kapitalstarken Interessenskreise erklären zu können. Die Fed hat das Monopol über das Geld, doch sei sie nicht Federal, sondern ein privates Bankenkartell, dessen Besitzer bis heute nicht lückenlos geklärt sind[108]. Sie sei damit der verlängerte Arm der Bankster[109] und Großbanken, die ihre zunehmende Macht nutzen, um Regierungen zu beeinflussen und zu kontrollieren (Government Sachs[110]). Die Großbanken haben dadurch einen Machteinfluss erlangt , der es ihnen ermögliche, ihre Geschäftsrisiken in die öffentliche Hand zu transferieren (too big to fail) und sie sogar über das Gesetz stellt (too big to chail[111]). Ein undurchsichtiges Finanznetzwerk ermögliche die langzeitige Verhüllung von kriminellen Machenschaften wie Libor[112] und Goldpreis[113] Manipulationen und dadurch die Akkumulation unvorstellbarer Profite. So nehme der Einfluss nach und nach zu, denn wer das Geld kontrolliert, kontrolliert auch die Welt. Nachdem Gemeinden, Bundesländer und ganze Nationen in die Schuldenfalle getrieben wurden, seien die Finanz-Raubritter nun in der Lage, die Scherbenhaufen billig aufzusammeln. Banken und Großkonzerne können nun nationale Ressourcen billig aufkaufen (z.B. zunehmende Wasserprivatisierung) und den Druck auf die Arbeiterklasse weiter erhöhen. Die Quantitative Easing Programme sollen die Ausdünnung der Mittelschicht und die Vermögenskonzentration beschleunigen und haben, nach Ansicht der Kritiker, keinerlei positive Wirkung auf den Arbeitsmarkt.

Durchstreift man das soziale Web (Youtube, Blogs usw.) wird die Angst vor undurchsichtigen Finanzmächten und vor elitären Kontrollplänen fühlbar. Der geplante Wirtschaftskollaps werde weltweit zu Aufständen und Kriegen führen, so der Konsens. In Amerika gäbe es bereits Anzeichen, dass sich die Regierung auf Massenaufstände und Bürgerkriege vorbereitet[114]. Die Polizei soll bereits mit Militärtechnologie ausgerüstet sein.[115] Homeland Security hat sich bis an die Zähne bewaffnet[116]. 800 Fema[117] Camps wurden fertig gestellt, die Spekulationen zufolge während eines nationalen Notstandes bei  Massenunruhen ihren Zweck erfüllen sollen[118]. Verschwörungstheoretikern zufolge könnte auch der Denver Airport diesem Plan dienen[119]. Massengräber und Millionen von Plastiksärgen sollen bereits warten. Mit Rex 84 (Readiness Exercise 1984[120]) wurde ein erschreckender Maßnahmenkatalog festgelegt, der die Kontrollmacht der Regierung  während eines solchen Notstandes regelt.

Nach Meinung der Verschwörungstheoretiker werden Kritiker die zu großen Einfluss erlangen und den Geheimplänen gefährlich werden, gezielt neutralisiert. Die bewährtesten Modelle sind öffentliche Diskreditierung (z.B. Vergewaltigungsverdacht, psychische Probleme) oder Tod ( Selbstmord, Unfall, initiierte Krankheit)[121]. An den inszenierten Tatorten werden  angeblich immer wieder Spuren hinterlassen, die Hinweise auf die wahren Hintermänner enthalten. Das diene zur Machtdemonstration und soll der Einschüchterung bei den Eingeweihten und in der Community der Verschwörungsanhänger dienen.

 

Die Suche nach Hintergründen

Verschwörungsparanoia

Verschwörungstheorien… nichts als Bullshit ? Sind Geheimbünde nichts als infantile Geheimniskrämerei und armseliges Bücken im Kreis der Oberen um Privilegien zu erhaschen?  Sind sie einfach nur ein Vorwand, um dem Söhnchen einen Posten zu verschaffen? Oder sind sie die Ursache für den Verfall der westlichen Zivilisation?

Vielleicht werden Historiker eines Tages Beweise dafür finden, dass die Welt für lange Zeit  von mafiaartigen Strukturen regiert wurde, in der sich wahre Macht in der Hand weniger Individuen und Familien befand. Bislang gibt es kaum mehr als Indizien dafür, dass kleine Kreise von verschwörerischen Organisationen oder Blutlinien großen Einfluss auf das Weltgeschehen nehmen können. [122]

Im Internet malen Verschwörungstheoretiker jedoch ein düsteres Bild unserer Zukunft. Arbeitsame Zombies, ohne Geist und Wille bevölkern in ein paar Jahren die Welt. Die Arbeiterschicht wird versklavt, lückenlos überwacht und von einer kapitalstarken Elite beherrscht und ausgebeutet. Vor allem die zahlreichen NWO Videos auf Youtube zeichnen ein Bild der Paranoia, in dem wir den Plänen der Elite hilflos ausgeliefert sind.

Tatsache ist, die Bevölkerung wehrt sich oft erst dann, wenn es zu spät ist. Die Masse lässt sich auch heute noch gerne belügen, beherrschen und ausbeuten, solange Brot und Spiele zur Verfügung stehen. Lobbys und Großkonzerne bestimmen schon zu großen Teilen unsere Regeln[123], nicht selten mit katastrophalen Ergebnissen(z.B. Nahrungs[124] und Gesundheitsskandale). Wenn wir all die Materialismus Gläubigen hernehmen, die es vorziehen, eher über Lady Gagas Schuhe, Sportwagen und den Fc Bayern zu diskutieren, als politische Eigenverantwortung für unser sozioökonomisches Zusammenleben zu übernehmen, dann ist die NWO bereits seit Jahren fester Bestandteil unserer Gesellschaftsordnung. Wenn wir all die von Gier zerfressenen Arbeitsdrohen beobachten, die mit Gleichgültigkeit die Natur schänden, die sich täglich für (ungedecktes) Papier belügen, betrügen und töten, die mit nutzlosen Statussymbolen ihren Egowahn zelebrieren, die sich bereitwillig den Manipulationen des Marketings und dem Konsumrausch hingeben, um in einer Scheinwelt der Ersatzbefriedigungen dahin zu vegetieren, dann ist die NWO bereits Realität. Sie wartet nur noch darauf, global institutionalisiert zu werden.

Um die westliche Systemkrise zu erklären, benötigen wir keine Verschwörungstheorien. Das materialistische Weltbild in Kombination mit den kapitalistischen Kräften ist dafür ausreichend. Was wir heute zusätzlich beobachten, ist im Grunde die Zuspitzung des alten Verteilungskampfes zwischen Kapitalisten und Arbeitern, wobei diejenigen die im Besitz des Großkapitals sind, ihre Macht maximieren wollen, über diejenigen die gezwungen sind, ihre mentalen und körperlichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Ein kleiner Kreis mit enormen finanziellen Mitteln will herrschende Machtstrukturen verfestigen, indem er die oberen Ränge der Hierarchie (Medien, Politik, Geheimdienste, Industrie, Finanzwesen)  beeinflusst. In einem relativ demokratischen System, muss dieser Kampf hinter den Kulissen und mit verdeckten Waffen geführt werden. Die Öffentlichkeit muss in dem Irrglauben gehalten werden, ihre Scheinfreiheit sei eine reale Welt der Wahl- und Aufstiegsmöglichkeiten und die installierten Machthierarchien seien unverrückbar Naturgesetze. Während die indirekte Demokratie vorgaukelt, der Wohlfahrtsmaximierung der Bürger zu dienen, sorgen Hintertür Parlamentarismus und Interessenskreise des Großkapitals für die Konzentration von Vermögen und Einfluss.

In früheren Artikeln wurde gewarnt, dass die Bildung von Interessenskreisen aus Wirtschaftselite und Politik die Demokratie schrittweise unterwandert, solange, bis systemtragende Strukturen befallen werden und die ökonomische Stabilität gefährdet wird[125].

Wenn ein Kaliber wie Stiglitz jetzt die Alarmglocke läutet, dann ist die Wahrnehmung, dass es sich hier um eine reale Gefahr handelt, auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen. In  "Der Preis der Freiheit[126]" schlägt er einen überraschend deutlichen Ton an, wie die zunehmende Kapitalkonzentration die Demokratie unterwandert, den Einfluss der Superreichen stärkt und die Gefahr des Systemzusammenbruchs zunimmt. 

Bei George Bernard Shaw heißt es, "die Demokratie ist eine Regierungsform, die Wahlen durch die inkompetenten vielen durch die Ernennung der korrupten wenigen ersetzt." Tatsächlich macht sich in der Bevölkerung Resignation breit, dass das politische System nicht mehr in der Lage ist, die Fehlentwicklungen zu korrigieren. Denn egal für welche Partei man sein Kreuz setzt, die Ungleichheit wird weiter steigen. Die superreichen Kapitalisten werden reicher, die Arbeiter ärmer, und der politische Apparat sieht untätig zu. 

Das Gegenrezept der ökonomischen Modelle ist schnell gefunden: Arbeitsmarktderegulierung mit weiter fallenden Reallöhnen, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit durch Austerität, Nullsteuer für Superreiche (eine häufige Fehlinterpretation des Mirrlees Modell[127]) , die Besteuerung der größten Basis (z.B. Flat Tax[128]) , Reduktion des Sozialstaates, Privatisierung der nationalen Versorgung (z.B. Straßen, Strom, Wasser) , Privatisierung der  Altersvorsorge, zentralistische Marktmanipulationen (z.B. keynesianischer Konjunkturstimulus, Geldmengenausweitung), Deregulierung der Finanzmärkte für eine effiziente intertemporale Ressourcenverteilung, Deregulierung des internationalen Handels usw.

Die effizienzsteigernden Wirkungen dieser Maßnahmen lassen sich im Modell zumeist mathematisch beweisen. Doch führen sie uns tatsächlich auch aus der Krise? Nicht wenn die Maßnahmen die Spitze der Einkommens und Vermögenspyramide noch weiter stärken und die Basis weiter entmachten. Wenn alle Profite nur von unten nach oben gehen, dann unterscheidet sich das System, zumindest in diesem Punkt, nicht mehr von antiker Sklaverei oder von der mittelalterlichen Feudalherrschaft. Wenn die Basis bis aufs Blut ausgebeutet wird und sie sich demokratisch dagegen auch nicht mehr zur Wehr setzten kann, weil der geschlossene politische Apparat primär die Interessen der Großkapitalisten vertritt, wird das die Krise weiter verstärken. 

Wo ist der Ausweg ? In breiter Bildung[129], die sowohl kognitive als auch moralischen Bewusstseinsentwicklung fördert, in einer Stärkung der Kritikfähigkeit der Bürger, in einer Stärkung der Bürgerrechte, in einer Schwächung von intransparenten Machthierarchien[130], in der Abschaffung institutionalisierter Hierarchiepathologien[131] und in einer heterarchischen Öffnung der Gesellschaft[132], um eine effizientere Selbstorganisation des Kollektivs ermöglichen zu können. Doch das politische System ist offenbar nicht fähig oder auch nicht gewillt, solche Strukturänderung herbeizuführen.

 

Systemkrise und Steuerungsmechanismen

"Während Hierarchien an lineare, stabile, prognostizierbare, newtonsche Prozesse des mechanischen Weltbildes der Moderne angelegt sind , entsprechen Heterachien eher den nichtlinearen,  netzwerkartigen Prozessen des kontextbezogen postmodernen Weltbildes und sind damit eher an chaostheoretische und quantentheoretischen Entdeckung, an dissipative Strukturen und neuronalen Netzwerke angelegt. Während Hierarchien die konzeptionelle Grundlage für die Mechanisierung und die industrielle Revolution lieferten, stellen Heterachien womöglich die stabilere Organisationsbasis für die Kommunikations- und Informationsgesellschaften dar."

In früheren Artikeln wurde die These vertreten, dass Machthierarchien eine stabile Grundlage für  Industrialisierungsgesellschaften (auf Basis des newton-kartesianischen Weltbildes) schaffen, dass sie jedoch aufgrund ihrer langsamen Anpassungsgeschwindigkeit an äußere Bedingungsveränderungen zunehmend Probleme erschaffen. Informationsgesellschaften sind hochdynamisch und bedürfen einer effizienten Selbstorganisation um aufkommende Systemkrisen rasch meistern zu können. Die frühere Schlussfolgerung lautete, dass es in den kommenden Jahren zu Konkurrenzkämpfen zwischen hierarchischen und heterarchischen Organisationsstrukturen kommen werde. 

"Die digitale Revolution hat bereits damit begonnen, Hierarchien in unterschiedlichste Bereiche der Ökonomie zu demontieren (vor allem auf der mikroökonomischen Ebene[133]) und startet nun den Angriff auf staatliche Regierungshierarchien (z.B. mit Wikileaks, Piratenpartei). Sie führt damit konsequent in der Praxis fort, was die Wissenschaft theoretisch mit dem Zerlegen der konzeptionellen Grundlagen der Moderne begonnen hat, um die stabile Organisationsbasis einer integral-aperspektiven Informations- und Kommunikationsgesellschaft zu schaffen."  [134]

Der  Irrtum besteht darin, dass man eine neue Welt mit den alten Mitteln kontrollieren will, was die Risiken zur Destabilisierung des System weiter erhöht. Großkonzerne und Regierungen versuchen jetzt zwanghaft,  Dezentralisierungen der Macht zu unterbinden. Die Beispiele sind vielfältig. Regierungen verstärken ihren Einfluss auf die Zentralbanken, die eigentlich unabhängig von der Staatskontrolle sein sollten (Extrembeispiel Japan)[135]. Dezentralisierte Währungskonzepte wie Bitcoin stellen beispielsweise eine Konkurrenz für  das Geldmonopol dar und werden bekämpft. Die Panik, durch die digitale Revolution die Herrschaft zu verlieren, führt zu gigantischen Überwachungsvorhaben der Kommunikationsnetze (Internet und Telefon) und zu Plänen der totalen Kontrolle (z.B. Indect[136]). Die holistische Integration Europas wird auf die ökonomische Ebene reduziert und  für die schrittweise Konstruktion eines Zentralstaates missbraucht, der bemüht ist, den Bürgern die geringstmöglichen demokratischen Mitbestimmungsrechte einzuräumen.

Die Antwort auf die Krise scheint noch mehr Kontrolle, noch mehr Regulation, noch mehr Institutionalisierung, noch mehr Zentralisierung zu sein. Der Versuch die staatliche Kontrolle zu maximieren, erfasst vor allem Ökonomie und Bürgerrechte, die Privatsphäre und demokratische Mitbestimmung. Abhängig von den nationalen Rahmenbedingungen beobachten wir unterschiedlich starke Gewichtungen. Der amerikanische Staat  beispielsweise übergewichtet derzeit die Reduktion der Privatsphäre, der bislang virtuelle Eu-Zentralstaat die Entdemokratisierung der Bürger. Der japanische Staat konzentriert sich zur Zeit auf das ökonomische Element und reißt mit Gewalt das Geldmonopol an sich. 

Das alles führt zur NWO Paranoia, denn eine postmoderne Informationsgesellschaft kann mit den alten Hierarchiestrukturen scheinbar nur durch den totalen Staat und durch Unterdrückung der Bürgerrechte kontrolliert werden. Es scheint der tiefsitzende Glaube zu existieren, dass die Krise durch mehr Staatsmacht unter Kontrolle gebracht werden kann und man dadurch wieder zum alten System der Stabilität zurückkehren kann[137]. Die Freiheit der Bürger wird dadurch auf ein Minimum reduziert und der totale Staat stört durch seine zentralistischen Eingriffe die freie Marktwirtschaft immer stärker, sodass die Ökonomie nach einiger Zeit zwangsweise kollabieren muss[138].  Denn ohne im Besitzt vollständiger Informationen zu sein, sind in der langen Frist zentralistische Eingriffe in die moderne Ökonomie  zum Scheitern verurteilt. Selbst wenn es mit aller  verfügbaren Gewalt gelingen solte, die Brandherde einzudämmen, werden die verursachten Verwerfungen den Nährboden für die nächste, noch dramatischere Krise liefern. 

Aus dieser Sichtweise scheinen zwei Hauptszenarien wahrscheinlich. Entweder die postmoderne Gesellschaft schafft ein optimiertes  Selbstorganisationssystem, das ihrem derzeitigen technischen Entwicklungsstand des digitalen Informationszeitalter entspricht, oder die Holarchie unserer globalisierten Welt zerfällt auf eine frühere Entwicklungsstufe. Jetzt wird auch die Angst der Menschen erklärbar, dass Depopulation, ein geplanter Wirtschaftskollaps und die NWO die kranken Kontrollvorstellungen einiger orangen Verschwörer sind, die das Überleben ihrer Blutlinien sichern wollen, bevor  unkontrollierbare Strukturen auf Basis selbstorganisatorischer Prinzipien[139] evolvieren können.

Denn sobald sich die repressiven Tendenzen von Hierarchiepathologien auflösen, können die integrativen und transformativen Kräfte der Evolution ihre vollen Kapazitäten ausloten. Auf dem derzeitigen technischen Entwicklungsstand der Menschheit würde das vermutlich zu einem explosionsartigen Anstieg neuer Holarchien (Manifestationen mit neuen Eigenschaften) führen. Das kreative Prinzip hätte dann das Potential, sich mit voller Geschwindigkeit zu entfalten, um die Menschheit auf höhere Entwicklungsstufen zu katapultieren. Doch können wir nur begrenzt vorhersagen, wie sich heterarchische Systeme entwickeln, denn sobald ihre nichtlinearen Entfaltungsprozesse einsetzten, unterliegen sie einem Selbstorganisationsprozess, der zwischen Chaos und Stabilität fluktuiert.

Kritiker werfen jetzt ein, dass Bevölkerungen in ihrer kognitiven und moralischen Entwicklung noch lange nicht so weit seien, um auf Basis horizontaler Organisationsstrukturen funktionieren zu können. Nach ihrer Meinung zerfalle eine Nation in Anarchie und Chaos, wenn die Machthierarchie eines starken Staates geschwächt wird. Als Beispiele werden oft die Gefahren der direkten Demokratie genannt. Sobald heterarchische Organisationsformen wie die direkte Demokratie eine Stärkung erfahren, können Volksverhetzer das Massenbewusstsein nach ihren Interessen beeinflussen[140].  Zum anderen seien die Bürger einfach nicht in der Lage, komplexe Finanz und Wirtschaftsbeziehungen zu durchschauen, weshalb ihre Meinung dazu nicht von Interesse sei. Das ist jedoch eine reduktionistische Sichtweise und bezieht neuere Forschungsergebnisse über Schwarmintelligenzen und selbstorganisatorische Kräfte noch nicht mit ein. Ebenso wenig berücksichtigt sie die Möglichkeiten der digitalen Technologien zur Optimierung des demokratischen Systems.[141]

Deshalb ist auch die Globalisierung, wie viele Gegner meinen, nicht von Grund auf böse, die menschliche Sozialevolution scheint sogar eine starke Tendenz zur Ausbildung supranationaler  Holarchien zu besitzen. Es bedarf nur der Ausbalancierung in den hierarchischen und heterarchischen Organisationssystemen, um die Holarchie zu stabilisieren. Es gab bereits vor 1900 eine sehr starke Globalisierungstendenz, doch auch damals konnte keine stabile Organisationsform gefunden werden und die Holarchie zerfiel wieder auf eine niedrigere Komplexitätsstufe mit nationalen Zentrierungen. Auch die heutige Globalisierung stößt auf starke Probleme, weil sie eine extrem hierarchische Überbetonung besitzt und diejenigen mit Kapital und Einfluss die restliche Welt größtenteils ausbeuten.

Das Gleiche können wir bei der europäischen Integration  feststellen. Will die Eu ökonomisch weiter zusammenwachsen, muss sie die asymmetrische Fiskal und Geldpolitik überwinden und damit gesamtheitlich zu einer größeren Holarchie transzendieren, die die ökonomische, politische und soziale Ebene einschließt. Doch die politische und wirtschaftliche Elite versucht einen hierarchischen EU Zentralstaat zu errichten, der den Bürgern die geringstmögliche Demokratie einräumt und die soziale Integration stark vernachlässigt.

Das muss nicht zwangsweise eine abgesprochene NWO Verschwörung der Bilderberger oder irgendwelcher Geheimbünde sein, sondern entspricht dem kapitalistisch-materialistischen Feldlinien. Die Individuen, die in den Spitzenpositionen von Konzernen, Banken, Lobbys und Eu Bürokratieapparat sitzen, erhoffen sich dadurch einfach einen größeren persönlichen Vorteil. Im orangen Programm  ist das die Zunahme von Einfluss und Besitz  und was aus den Bürgern wird, ist ihnen vollkommen egal, solange es nur keine lästigen Aufstände oder Revolutionsversuche gibt. So werden demokratische Grundrechte, die sich Europa über hunderten von Jahren mit Blut und Schweiß erkämpft hat, auf dem Altar der  Karrieregeilheit  und Machtgeilheit leichtfertig geopfert.   

Es ist unmöglich, alle unter Generalverdacht zu stellen, es gibt im europäischen Bürokratieapparat bestimmt viele Menschen die hart arbeiten, um in guter Absicht den Mitbürgern  eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Doch warum hören wir zu den derzeitigen Entwicklungen kaum kritische Stimmen aus Brüssel?  Zum einen gilt man schnell als Antieuropäer, wenn man den unüberlegten Marschbefehlen der Eu Euphoriker auch nur ansatzweise widerspricht und vergiftet damit seine Karrierechancen. Zum anderen besteht im Globalisierungsprozess  der Bedarf eines starken politischen und ökonomischen Europas, um im  Konkurrenzkampf gegen China, Japan und Amerika bestehen zu können. Dafür scheint man in Kauf zu nehmen, dass  demokratische Prinzipien, zumindest temporär,  über Bord zu werfen sind. Hinzu kommt, dass es für die Politik ziemlich lästig ist, wenn man sich mit all den Interessen von 500 Millionen Bürgern herumschlagen müsste. Da ist es viel angenehmer, sich im engen Kreis sein eigenes Süppchen kochen zu können. Frei nach der Junker Meme "Wir beschließen etwas, stellen das in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert.  Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt".

Doch mit den derzeitigen Entwicklungen hin zu einem elitären Herrschaftsregime aus Lobbys, Großkonzernen, Hochfinanz und  minimalst-demokratischen Mitspracherecht für die Bürger, wird es kein starkes Europa geben. Wenn man weiterhin holistisch-sozialevolutionäre Gesetze ignoriert und die Integration Europas ohne die Bürger durch die Hintertür vorantreibt, dann wird dieses Projekt auf  traurige Weise scheitern.  Gerade für das vielschichtige und bunte Europa  wird es von größter  Bedeutung sein, dass man gesunde horizontale Strukturen installiert, die der Bevölkerung Mitsprache und Mitgestaltung ermöglichen. Wer von den orangen Möchtegern-Verschwörern feucht davon träumt, die hochintelligenten Individuen eines postmodernen Europas mit scheindemokratischen Täuschungsmanövern in eine NWO Diktatur zu locken, der kommt mit seinen Plänen 30 Jahre zu spät. 

Nicht nur Europa, die Menschen der Welt brauchen eine Möglichkeit, um sich demokratisch gegen die übermächtigen Hierarchien von Großkonzernen, Hochfinanz und Regierungen zur Wehr setzten zu können. Heterarchische Organisationsstrukturen werden das in Zukunft bewirken können.

Reine Utopie, wie Kritiker glauben? Sind wir Menschen ohne eine intelektuelle Herrscherklasse des Überlebens unfähig, weil wir, wie uns Hobbes belehrt hat, von Natur aus "egoistisch seien und es der übergeordneten Macht des Staates benötige, der den menschlichen Raubaffen zur negativen Gesellschaftlichkeit zähmen muss"

Es stimmt, dass der kollektive Schwerpunkt der Menschheit noch immer auf dem newton-kartesianischen Weltbild verweilt, was wiederum die Vorherrschaft des orangen Programms gegenüber Konkurrenzprogrammen stärkt und die kollektive Moralentwicklung auf der egoistisch-materialistischen Stufe zentriert. Auf nationalstaatlicher Ebene lief das System in den letzten 100 Jahren einigermaßen stabil. Globalisierte und hochkomplexe Märkte, die auf einem Betriebssystem mit oranger  Moral laufen, stoßen jedoch zunehmend auf Probleme, weil durch die moralischen Defizite immer stärkere Formen des Marktversagens mit ordnungspolitischer Institutionalisierung kompensiert werden müssen.[142].

Um den evolutionären Fortschritt der Menschheit innerhalb der postmodernen Bänder fortsetzen zu können, wird es daher nicht ausreichend sein, die ökonomischen und politischen Strukturen heterarchisch zu öffnen. Ein Bewusstseinswandel wird notwendig sein. 

 

Die modernen Wissenschaften und transzendente Moral

Das orange Programm gleicht bereits  in vielen Zügen den kranken Auswüchsen des mythologischen Programms. Der Materialismus hat schon längst Elemente einer exoterischen Religion übernommen. Anstelle eines  unanfechtbaren Gottes ist das Geld gerückt. Niemand wagt es, die Existenz und Herrschaft dieses Gottes zu hinterfragen. Shoppingcentren sind die neuen Tempel des Glaubens und die Supermarktkassa die symbolische Stätte der Erleuchtung, wo wir  unserem Leben einen Sinn geben können.[143] Das Leid der Existenz können wir nicht mehr durch die Befreiung aus der Dualität überwinden (z.B. durch Aufstieg in den Himmel), sondern im Dieseits durch endlose Besitzausweitung erfahren. Konsum ist der neue Papst und damit der Stellvertreter Gottes auf Erden. Auf Geheiß des päpstlichen Wohlstanddiktates führen die Gläubigen bereitwillig einen Kreuzzug gegen alle Unheiligen, die der Materialismus-Religion widersagen und damit die Existent ihrer "freien" westlichen Konsumwelt bedrohen.

Anstatt Hölle droht jetzt das ebenso furchterregende NICHTS. Der Mensch ist nun eine komplexe Maschine und nach deren Zerfall ist alles vergessen. Angesichts der ewigen Leere nach dem Tod gilt es die Sinneseindrücke während der Lebenszeit, um jeden Preis zu maximieren. Dadurch wird "gute"   Moral  hinfällig, es gibt nur noch Reichtum, Vergnügen und Exzess. Belügen und betrügen wir, bestechen und korrumpieren wir, verschwören und vernichten wir! Denn das Leben ist kurz, also lassen wir die Sau raus!

Das sind die Folgen eines orangen Programms, das außer Kontrolle geraten ist, eine Monokultur erschafft und solange wütet, bis es die gesamte Welt beherrscht. Die Lösung dieses Dramas wird zu großen Teilen in der Integration von Wissenschaft und Religion[144] liegen. Die Wissenschaft hat mit der Quantentheorie, aber auch mit der Entdeckung der dissipativen Strukturen und Neuraler Netzwerke das atomistisch-deterministisch-mechanistische Weltenschema als  vollständige Realitätsbeschreibung längst zerlegt. Die Neue Physik (postmaterialistisches Paradigma) und moderne Ansätze in Biologie (z.B. Epigentik), Bewussteinsforschung (z.B. Transpersonale Psychologie) zeichnen ein erweitertes Bild von Mensch und Kosmos, mit bislang ungeahnten Potentialen der Bewusstseinsentwicklung und der evolutionären Entfaltung.

Auch wenn der letzte Schritt zur Befreiung des Geistes aus der grobstofflichen Umklammerung bislang noch nicht objektiv beweisbar ist und nur vom Individuum selbst durch meditative Praxis erfahrbar ist, so hat die moderne Wissenschaft bereits deutliche Hinweise für unsere transpersonalen Bewusstseinspotentiale erarbeitet.

Transpersonale und supramentale Erfahrungen führen vor Augen, dass der Mensch kein isolierter Klumpen ist, sondern ein integraler Bestandteil des universalen Stromes ist[145]. Gelingt es transzendente Einheitserfahrungen in die rationale Bewusstseinsstruktur zu integrieren, können sie als Grundlage eines Moralsystems dienen (z.B. Kohlberg Stufe 7[146]), das auf universalen Gesetzten des Mitgefühls und der Verbundenheit mit allen Manifestationen basiert.

Geld regiert zwar die Welt, aber nicht den Kosmos. Geld regiert auch das orange Bewusstsein, aber auf den gelben und türkisen Stufen verliert es seine Macht an Mitgefühl und Nächstenliebe. Und genau dort liegt die Zukunft der Menschheit. Dort liegt auch der Schlüssel zu nachhaltiger Produktion, zu einem schonenden Umgang mit Ressourcen und zu einem nachhaltigen Konsumverhalten.

Der Dharma des Westens ist die Bezwingung des Grobstofflichen und dafür muss Materie solange angesammelt, manipuliert und zertrümmert werden, bis die Hände nichts als Schutt und Asche sieben. Doch die gesamte Menschheit entwickelt sich fortwährend weiter, die kognitive und moralische Bewusstseinsevolution schreitet stetig voran. Die Tatsache, dass sich NWO Verschwörungen im Internet rasend verbreiten und jetzt panische Angst vor der totalen Überwachung und Kontrolle des  orangen Programms herrscht, gibt Anlass zur Hoffnung, dass mehr und mehr Menschen Gedanken über unser sozioökonomisches Zusammenleben anstellen. Vielleicht haben sie gerade in diesem Augenblick genug vom materialistischen Wachstums-Beschleunigungs-Mantra. Vielleicht fragen sie sich gerade jetzt, ob unsere entworfenen Realitätsmodelle tatsächlich erfüllend sind und ob wir nach 14 Milliarden Jahren kosmischer Evolution nicht nach einer größeren Vision des Lebens Ausschau halten sollten, als "Geiz ist geil", "Ich habe nichts zu verschenken" und "Ich bin doch nicht blöd, Mann".

Wer den Austritt aus der genormten Welt vollzieht und alternative Weltbilder anderer Kulturen und Zeitalter integriert, macht einen Schritt in der Bewusstseinsevolution. Er kann die orange Welt endgültig verlassen und ist bereit, einen größeren Kosmos zu betreten.  Das Kollektiv mag noch viele Jahre davon entfernt sein, doch für das Individuum, das auf der Suche nach Sinn und Selbsterkenntnis ist, sind jetzt Goldene Zeiten.

 

 



[4] Die moralische Entwicklung im Stufenmodell:von präkonventionell (egozentrisch, geozentrisch,biozentrisch, narzisstisch, an die Empfindungen und Impulse des Körpers gebunden), zu konventionell (soziozentrisch,ethnozentrisch, ist an eigenen Stamm, an eine Rasse, oder Gesellschaft gebunden), bis hin zu postkonventionell(universal-weltzentrisch). (Moralische Stufentheorie von Ken Wilber )

Moralische Stufenmodell von Kohlberg http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlbergs_Theorie_der_Moralentwicklung

[17] Beispielsweise George W Bush gebrauchte in seinen Reden gerne den mythologischen Kampf von Gut und Böse mit der Überzeugung, ein Ego Gott habe Partei für Amerika ergriffen.

[32] Demnach hatte die Us Regierung  zwar genaue Kenntnisse von den bevorstehenden Anschlägen, diese jedoch bewusst nicht verhindert.

[48] Dass die gleiche Kriegspropaganda wie für Afghanistan und Irak (Schutz des Weltfriedens und der Menschenrechte) auch für den Iran noch einmal funktioniert, um die öffentliche Meinung  bereitwillig in das nächste Massaker zu führen, ist unwahrscheinlich. Selbst die amerikanischen Bürger sind kriegsmüde. Härtere Geschütze werden notwendig sein, um einen Überfall auf den Iran rechtfertigen zu können.

[64] http://goldsparplan24.com/blog/libyen-krise/gaddafis-wahrer-plan-der-golddinar.html

http://www.goldreporter.de/gold-dinar-als-wahrer-grund-fur-den-libyen-krieg-video/gold/13800/

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/redaktion/der-gold-dinar-und-die-rettung-der-weltwirtschaft-vor-gaddafi.html

Das ist eines von den Dingen, die man ganz im Geheimen planen und vorbereiten muss, denn sobald man erklärt, man werde vom Dollar zu etwas anderem wechseln, wird man zum Ziel von Angriffen«, erklärte Ministry of Peace, Dr. James Thring

[66] Globale Krisen und Moralverhalten

[78] Ein zentraler Punkt in den Neue Welt Ordnung Verschwörungstheorien spielt die RFID Verchipung der Bevölkerung.  https://www.google.at/search?q=obamacare+rfid+chip&rlz=1C1TEUA_enAT478AT478&aq=f&oq=obamacare+rfid+chip&aqs=chrome.0.57j60l2j0l3.5824j0&sourceid=chrome&ie=UTF-8

[101] How an Entire Generation Was Tricked into Taking on Crushing Debt that Just Enriches Banks,” http://www.projectcensored.org/top-stories/articles/17-students-crushed-by-one-trillion-dollars-in-student-loans/

[125] Die egomanischen „Schwächen“ der menschlichen Natur auf der präkonventionellen-konventionellen, moralischen Entwicklungsstufe, sorgen zwischendurch zwar für einige soziale Spannungen, fallen aber nicht weiter ins Gewicht,solange sie nicht auf systemtragende Prozesse Einfluss nehmen und die Gesamtordnung einer Gesellschaft nichtbedrohen. Gefährlich wird die Situation erst, wenn moralischen Defizite der Individuen und Egomanie, das staatliche Gesamtsystem so weit unterwandern, dass die selbstregulative Mechanismen der Demokratie außer Kraft gesetzt werden, und folglich die Stabilität der ökonomischen Strukturen angegriffen werden.Bei genauerer Analyse zeigt sich,dass die aktuellen Entwicklungen des Finanzsystems eben diese Gefahren in sich bergen. (Globale Krisen und Moralverhalten 

http://perfect-trader.com/index.php?option=com_content&view=article&id=5171:globale-krisen-und-moralverhalten-&catid=69:science&Itemid=275 )

[129] Nicht im Sinne von einem effizienten Schulungsprogramm für die Schöne Maschine, sondern in der Förderung von Weisheit.

[130] z.B. durch mehr Transparenz in der Politik und im Staat, durch Schwächung von Geheimdiensten, durch stärkere Korruptionsbekämpfung

[131] Siehe dazu Ansätze einer Integralen Wirtschaftspolitik

[132] z.B. mehr direkte Demokratie, neue politische Kommunikationskanäle für die Bevölkerung wie Liquid Democracy usw.

[133] z.B. Social Banking schwächt die zentralisierten Machtstrukturen von Banken, die neuen Medien dezentralisieren den Journalismus und schwächen damit das Informationsmonopol der Massenmedien, 3D Drucker dezentralisieren die industrielle Fertigung und die schwächen die Machtstrukturen von Großkonzernen, die Marktmacht der Musik- und Unterhaltungsindustrie wird durch neue dezentralisierte Veröffentlichungskanäle (wie z.B. Cdbaby.com) geschwächt usw.

[135] Die japanische Regierung hat praktisch offiziell die Kontrolle über die Zentralbank übernommen. Die BOJ fährt eine neue Dimension der monetären Aggression und zeigt jetzt den Amerikanern, wie man wirklich Geld druckt.

http://www.wiwo.de/politik/ausland/wider-das-staatliche-geldmonopol-das-ende-der-unabhaengigen-notenbanken/7878302.html

[137] In Europa versucht man die mangelnde Abstimmung zwischen supranationaler Geldpolitik- und nationaler Fiskalpolitik durch ein zwanghaftes Vorantreiben der Integration zu überwinden. Das führt zu rechtlich fragwürdigen Schritten der Hintertür Integration (z.B. über den ESM, Lissabon Vertrag usw.). Die demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten der Bürger schwinden, die nationale Autonomie nimmt ab und die hierarchische Machtkonzentration in Brüssel nimmt zu. Das supranationale Holon Europa (das rechtlich noch nicht als solches institutionalisiert ist) bildet bei mangelnder Demokratie eine Hierarchiepathologie und hemmt damit die weitere Entwicklung. Zugleich wird es durch die Machtkonzentration an der Spitze der Hierarchie für Machtblöcke des Kapitals einfacherer ihre Interessen zu verfolgen und die kollektive Wohlfahrt der Arbeiter zu mindern.

[138] z.B. durch die zentralistischen Eingriffe der Zentralbanken. Womöglich ist das globale Finanzsystem durch die Fehlplanungen der Fed (künstlicher Niedrigzins über viele Jahre) bereits so stark angeschlagen, dass nur noch die zunehmende Geldmengenausweitung den Kollaps hinauszögern kann. Kritiker wie Marc Faber sind davon überzeugt, dass die Zentralbanken durch ihre Eingriffe immer größere Blasen erzeugt haben und das System nun in seiner Gesamtheit unausweichlich zusammenbrechen muss.

[139] wahrscheinlich mit einer enormen Vermögensumverteilung von oben nach unten.

[140] Deshalb sind hochkritische Bürger für eine solche Gesellschaftsordnung notwendig, die Manipulationen durchschauen können. Natürlich werden die kapitalstarken Lobbys und Interessensgruppen dann ihre Beeinflussungsstrategien von der Politik auf das Volk lenken. Doch es ist schwieriger ein ganzes Volk zu bestechen, als einzelne Politiker. Vor allem dann, wenn sich die moralische Entwicklung von orange zu gelb und türkis bewegt.

[141]Damit heterarchische Organisationsformen funktionieren, benötigen sie spezielle Rahmenbedingungen. Während sie sich auf der mikroökonomischen Ebene bereits seit Jahren mit Erfolg verbreiten, dürfte sich ihre Modellierung und Implementierung in den demokratischen Organisationsprozess der Gesellschaft als schwierig erweisen. Es ist eine Thematik die Institutionenökonomie, Politikwissenschaft, Ökonomie und Soziologie übersteigt und tief in die Logikforschung, Philosophie, Biologie, Neurologie, künstlichen Intelligenz, Kybernetik, Chaostheorie und andere Forschungsgebiete reicht.Trotz aller Schwierigkeiten und Risiken zeichnen sich unter Begriffen wie Schwarmintelligenz, Selbstorganisation und Heterarchie für die Zukunft vielversprechende Kandidaten ab, um das demokratische System zu erweitern und die Organisation des Kollektivs zu optimieren.[38] Sie treffen den neuen Bedürfnistrend  zu mehr politischer Transparenz, mehr direkter Demokratie und der Einbindung der digitalen Technologien (e-Democracy) . Konzepte wie E-Voting  und Liquid Democracy wagen bereits erste Gehversuche und das Modell  Crowd sourcing erfährt auf politischer Ebene seinen Feldversuch in der Verfassungskonzeption von Island. (Gedanken zur Eurokrise – http://perfect-trader.com/index.php?option=com_content&view=article&id=5350:gedanken-zur-eurokrise&catid=69:science&Itemid=275) .

[142] Die hohe Komplexität der anonymisierten Märkte macht einen ebenso hohen Institutionalisierungsgrad notwendig, der die egoistisch-materialistische Fokussierung und die fehlenden ethisch-moralischen Konventionen des orangen Moralbios kompensieren muss. Doch mit zunehmender Komplexität der Märkte (vor allem der Finanzmärkte) kommt der notwendige formelle Institutionalisierungsgrad der Entwicklungsdynamik des Wirtschaftssystems nicht mehr hinterher. Die institutionelle Wirtschaftspolitik, die immer neue Formen des Marktversagens und immer stärkere Boom Burst Sequenzen glätten soll, hinkt ständig der Entwicklung der Märkte hinterher. Selbst eine Weltregierung, die das institutionelle Framework global abstimmt, wird kaum in der Lage sein, mit einem formellen Regelapparat der Komplexität zukünftiger Finanzmärkte gerecht zu werden. Dies wird eines Tages womöglich den Untergang des orangen Programmes besiegeln…. (Das orange Programm)

 http://perfect-trader.com/index.php?option=com_content&view=article&id=5172:das-orange-programm&catid=69:science&Itemid=275)

[144] Genauer in den esoterischen (inneren) Strängen der Religionen, die sich mit der  transpersonalen Bewusstseinsevolution auseinandergesetzt haben.

[145] Kausale Einheitserfahrungen sind diversen spirituellen Traditionen bekannt:  z.B. Unio Mystica (christiliche Mystik), Moksha/Mukti (Hinduismus/Buddhismus), Satori (Zen), Tauhid (Sufismus)

[146] Kohlberg hat die Moralentwicklung auf Basis transzendentaler Erfahrungen zwar erwähnt, aber nicht gänzlich ausformuliert. Spirituelle Traditionen gehen davon aus, dass transzendente Erfahrungen die Entwicklung universaler Moralsysteme fördern.

Eur/Usd Chartanalyse 15.04.2013

Rückblick:

Der Euro hat 1,284 nicht unterschritten, und damit die Bedingungen erfüllt, dass die Aufwärtsbewegung intakt blieb. Das Kursziel 1,31379 wurde annäherungsweise erreicht. Dort hat der  Widerstand eine temporäre Korrektur eingeleitet

Prognose:

Die Korrektur darf bis 1,2988 führen, ohne dass der Aufwärtstrend seit dem 04.04.2013 neutralisiert wirdZuletzt wurde ein möglicher Bruch von 1,3179 als Signalgeber für eine Fortsetzung der Erholung bis 1,32282 interpretiert. An diesem Szenario kann weiterhin festgehalten werden, solange 1,2988 nicht unterschritten wird.. Ein Bruch von 1,32282 setzt dann weiteres Potential bis 1,3334 frei. Doch in diesem Bereich ist Vorsicht angebracht, nach dem derzeitigen technischen Bild liegen in diesem Bereich die maximalen Ausläufer  der Aufwärtsbewegung. Spätestens bei 1,3334 muss also wieder mit einer Trendwende abwärts gerechnet werden

Kurzfristig ist ein Bruch von 1,2988 ein Warnsignal dafür, dass sich das charttechnische Bild wieder eintrüben wird. Ein Test von 1,29 wird dann wahrscheinlich. Ein Bruch von 1,29 führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Test von  1,274

Swingtrading Gold 14.04.2013

Gold hat 1553 unterschritten und damit das starke Shortsignal aus der letzten Analyse ausgelöst (link). Unser  Kursziel 1520 wurde dynamisch erreicht. Doch der Abwärstrend ist damit noch nicht ausgeschöpft, es gbit weiteres VerkaufspotentialErholungen dürfen nun bis 1537 führen, ohne dass der starke Verkaufsdruck neutralisiert wird.  Die nächste starke Unterstützung wartet erst bei 1400. Sollte es den Bullen nicht gelingen, diese Marke zu verteidigen, ist der langfristige Aufwärstrend erstmal ausgesetzt.  Ein Test von 1200   ist dann wahrscheinlich

Swingtrading Brent 14.04.2013

Brent hat auf Tagesbasis gleich mehrere Verkaufssignale getriggert. Am Unterstützungsniveau 102 ist eine temporäre Erholungsbewegung wahrscheinlich. Diese darf maximal bis 112 laufen, ohne dass der Abwärstrend neutralisiert wird. Als Standardziel für die Erholung darf man 108 erwarten. Ein Bruch von 108 öffnet dann weiteres Potential bis 112.  Nach Abschluss der Erholung ist ein weiter Verkauffschub wahrscheinlich. Die nächsten Kursziele warten bei 98 und 93. 

Zu beachten ist, dass Brent hier möglicherweise einen längerfristigen Abwärtstrend ausbildet, was vor allem in Hinblick auf die Konjunkturerwartungen von hoher Bedeutung ist.  Die Preis Zeit Struktur der Erholungsbewegung wird bereits eine bessere Einschätzung für das langfristige Bild liefern können.

Marktbericht 12.04.2013

Gold  12.04.2013

 Gold ist vorerst noch im Erholungsmodus und hat Platz bis 1592. Ein Bruch von 1553 ist ein Shortsignal

Chartanalysen Gold

 

Dax  12.04.2013

 Der Dax hat die Korrekur abgeschlossen und befindet sich auf dem Weg zum Allzeithoch. 7716 muss dafür verteidigt werden

Chartanalysen Dax

 

S&P500   12.04.2013

Der S&P500 hat unser langfristiges Kursziel 1600 fast erreicht. Ein Bruch von 1590 muss kurzfristig beachtet werden

Chartanalysen S&P

 

Dow Jones 12.04.2013

Der Dow Jones hat unser langfristiges Kursziel 14920 erreicht. Ab jetzt gilt erhöhte Vorsicht

Dow Jones Chartanalyse