Bufu Chartanalyse 28.06.2013

Rückblick:

Der Bund Future hat  143,18 nicht überschritten und den Abwärstrend in Richtung 139,3 fortgesetzt.  Im Unterstützungsbereich 139,9 wurde eine Erholungsbewegung gestartet

Prognose:

Die Erholung bleibt intakt, solange 140,723 nicht unterschritten wird. Das nächste Ziel der Erholungsbewegung liegt bei 142,361. Dort wird muss der Start einer erneuten Verkaufswelle eingerechnet werden.  Ein Bruch von 140,923 würde einen Hinweis geben, dass die Erholung beendet wurde, ein Test von 140,723 ist dann wahrscheinlich. Ein Bruch von 140,723 macht als nächstes 139,3 wahrscheinlich

Wir erachten 140,723 als signifikant für die weitere TrendentwicklungSolange 140,723 hält, haben die Bullen die Chance, dass eine weitere Aufwärtswelle in Richtung 143,5 einsetzt

S&P500 Chartanalyse 28.06.2013

Rückblick:

Der S&P500 hat nach der letzten Analyse 1625 nicht überschritten und damit den Abwärstrend erwartungsgemäß fortgesetzt. Der Bruch von 1591 hat die temporäre Erholung beendet, danach wurde eine weitere Verkaufswelle in Richtung 1569 gestartet. Das Maximalziel 1536 wurde nicht mehr erreicht

Prognose:

Solange 1624 nicht überschritten wird, ist ein Bruch von 1609 ein bärisches Signal.  Wir erwarten dann einen Test von 1600.  Die Korrektur darf für die Bullen bis maximal 1583 führen,  Ein Bruch der Marke würde die Wahrscheinlichkeit für dynamische Aufwärtsbewegungen vermindern und einen Test von 1560 wahrscheinlich machen

Gelingt es den Bullen 1583 zu verteidigen, wartet nach Abschluss der Korrektur als nächstes eine Aufwärtswelle mit Ziel 1650.

Dax Chartanalyse 28.06.2013

Rückblick:

Der Dax hat nach der letzten Analyse, wie vermutet, den Abwärtstrend fortgesetzt, allerdings konnte der Bereich um 7800 keine Erholung generieren. Das Tief wurde erst bei 7655 ausgeformt.

Prognose:

Der Dax korrigiert seine dynamische Kaufbewegung, die er vom Tief 7655 vollzogen hat.  Diese darf standardmäßig bis  7877 führen, sollte allerdings  7788 nicht unterschreiten. Solange 7788 nicht unterschritten wird, ist nach Abschluss der Korrekturbewegung eine weitere Kaufwelle in Richtung  8048 wahrscheinlich. Ein Bruch von 8048 macht einen Test von 8086 wahrscheinlich

Sollte 7788 unterschritten werden, erwarten wir als nächstes einen Test von 7655.  Ein Test von 7655 ermöglicht eine weitere Verkaufswelle bis 7400. 

Gold Chartanalyse 28.06.2013

Rückblick:

Gold hat unser langfristiges Ziel 1200 erreicht, die Bewegung dorthin wurde sehr dynamisch vollzogen,  Das Primärszenario hätte zwischenzeitliche Erholungen bis Mitte Juli zugelassen, diese wurden jedoch nicht in Anspruch genommen

Prognose:

Gold wird jetzt für eine dynamische Erholungsbewegung interessant.  Solange 1192 nicht unterschritten wird, bleibt die Erholungsbewegung intakt. Ein Bruch von 1215 ist dann ein bullisches Signal  und macht einen Test von 1225 wahrscheinlich. Ein Bruch von 1225 würde eine Stabilisierung wahrscheinlich machen, wir müssen dann auf die Preis Zeit Struktur für Bestätigungssignale achten. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass damit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Marke  1245 getestet wird

Ein Bruch von 1192 macht einen Test von 1179 wahrscheinlich. Unterhalb von 1179 wartet als nächstes Ziel 1440. 

QE-Exit oder QE-Infinity?

Mit den Ja-Nein-Vielleicht Signalen zum baldigen Ende der ultralockeren Geldpolitik hat die FED die Märkte verunsichert, teilweise zeigen sie sogar panikgeladene Reaktionen. Ein kleiner Sell Off wurde eingeleitet. Aktien, Bonds, Gold, Brent, Kupfer und andere Rohstoffe werden zugleich abverkauft. Lediglich der Dollar steigt, was darauf hindeutet, dass ein Zinsanstieg in Amerika antizipiert wird und Kapital aus der Peripherie abgezogen wird. Vor allem die Bonds der Emerging Markets leiden. Chinas Bankensystem hat Stress signalisiert. Die anziehenden Repo Sätze (Overnight Repo 25%) zeigen Nervosität im chinesischen Interbankenhandel aufgrund sinkender Liquidität[1].

Die Medien springen auf den Zug auf und verbreiten Angst. Die Stimmung ist schlagartig gekippt, von der heiteren Aktienrally hin zur rette-sich-wer-kann Mentalität. Es ist erstaunlich, wie schnell die euphorische Berichterstattung umgeschlagen hat und jetzt düstere Stimmung verbreitet wird[2]. Der Dollar wird in diesem Umfeld, wie von uns prognostiziert, als sicherer Hafen gesucht.

Alles dreht sich jetzt um die FED, um "Tapering" und die Frage, ob die dynamische Abwärtsbewegung am Aktienmarkt nur eine temporäre Korrektur ist oder die  Trendwende bereits eingesetzt hat. Die Vor– und Nachteile von QE werden jetzt verstärkt diskutiert.

Die FED hat nach dem Ausbruch der Finanzkrise mit QE verhindert, dass die Weltwirtschaft in eine schwere Depression versunken ist. Doch QE hat die natürlichen Preis– und Risiko Bewertungsmechanismen der Märkte außer Kraft gesetzt und Ponzi Scheme Mechanismen am Laufen gehalten, wodurch Bond, Aktien und Immobilienblasen re-inflationiert wurden. Das Finanzsystem funktioniert jetzt solange reibungslos, wie es mit zunehmender Liquidität versorgt wird. Doch alleine Spekulationen um eine QE Drosselung sorgen für Panik. Man darf sich vorstellen, was passiert, wenn die FED tatsächlich dazu übergeht, nicht nur die Geldmengenausweitung zu drosseln, sondern die Liquidität zurückzufahren und ihre Bilanz wieder verringert.   

Die Diskussion um die QE-Exit Strategie erinnert stark an das Soft-Landing Märchen im Jahr 2000. Damals wollte Greenspan der Welt weis machen, die überhitzte Dot-Com Ökonomie werde langsam zu ihrem gleichgewichtigen Wachstumspfad zurückkehren. Die FED bestand im Jahr 2000 darauf: Die Nasdaq sei keine Blase. Die Medien verbreiteten das dieses-mal-ist-alles-anders Paradigma, das nachfolgende Kurs-Massaker zeigte jedoch eine andere Realität auf.  Nach dem selben Schema wird jetzt die Hoffnung verbreitet, dass bei der anziehenden Konjunktur die Wirtschaft Schritt für Schritt lernt, auf eigenen Beinen zu stehen, und die FED ihr Programm kontinuierlich reduzieren kann. Bernanke vergleicht das QE-Exit Manöver mit der Jet Landung auf einem Flugzeugträger.

Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Manöver gelingt, ist gering, wenn nicht bei null. Denn ein Ponzi Scheme lässt sich nicht langsam reduzieren. Die heiße Luft aus Aktien und Bondblasen entweicht nicht langsam. Blasen platzen, weil alle Marktteilnehmer in Panik den Markt verlassen und zeitgleich durch die selbe Tür wollen.

Die extrem stimmungsintensiven Reaktionen der Marktteilnehmer zu den QE-Exit Spekulationen bestätigen unsere Prognosen hinsichtlich der Wirkung der  Geldpolitik und des Zustandes der Weltwirtschaft. Es wird den Marktteilnehmer zunehmend bewusst, dass die ultralockere  Geldpolitik nur ein kosmetischer Eingriff ist, der Risiken in die Zukunft transferiert. Die fundamentalen Probleme des Systems werden zwar kaschiert, aber nicht gelöst und die Kosten (Risiken) steigen mit der Dauer des Programms. Die Aktienrally war bislang Liquiditäts getrieben. Die FED hat die Investoren aufgrund mangelnder Alternativverzinsung zu einer höheren Risikoneigung gezwungen. Die Never-Fight-The-Fed Strategie hat die Aktienpreise weit über die fundamentalen Lage hinausgetrieben. Wenn der Verdacht einsetzt, dass QE stoppt, wollen alle zugleich das sinkende Schiff verlassen.

Ein Aktien/Bond Crash oder ein starker Rückgang in den US Häuserpreisen würde die angeschlagene Ökonomie wohl endgültig zerlegen, weshalb die FED mit aller Gewalt versuchen muss, die Asset Preise künstlich hoch zu halten. Damit können Investoren die Zentralbank förmlich erpressen. Wenn QE jetzt endet und die Aktien und Bondmärkte crashen, werden Kritiker mit dem (berechtigten) Argument kommen, die Eingriffe der FED wären vergebens gewesen und QE hätten die Lage nur verschlimmert. Der Druck die Politik des billigen Geldes fortzusetzen, wird umso größer, je weiter Aktien, Bond und Immobilienpreise fallen.

Die Bedenken der Investoren um die negativen Folgen des QE-Exit sind nicht irrational. Die Gründe bei einem QE-Exit die Märkte frühzeitig zu verlassen, sind vielseitig und die Angst berechtigt, dass sich dann die angesammelten Systemrisiken schlagartig entladen:

  • Bei den aktuellen US Schuldenständen führen bereits geringfügige Zinsanstiege in den Staatsanleihen zu stark steigenden Refinanzierungskosten. Der amerikanischen Staatshaushalt wäre zum Sparen gezwungen, was die sehr zarte Konjunktur abwürgen würde und die Ökonomie zurück in den Krisenmodus versetzen würde.
  • Liquiditätsdrosselung und antizipierte Zinsanstiege in Amerika bergen hohe Risiken für die Emerging Markets in sich, was wiederum auf die Industriestaaten zurückschlägt. Eine Liquiditätsdrosselung würde auch die Bonds der südlichen Eurokrisenstaaten unter Druck setzen und dort zu weiteren Eskalationszenarien führen.
  • Geringe Zinsanstiege führen all die Zombie Unternehmen endgültig in den Bankrott, die derzeit nur noch im Niedrigzinsumfeld überlebensfähig sind.  
  • Geringe Zinsanstiege bringen die hochverschuldeten Haushalte unter Druck, die sich über viele Jahre Niedrigzins bis ans Finanzzierungslimit verschuldet haben. Fallende Assets würden das Szenario zusätzlich intensivieren.
  • Die enormen Derivaterisiken im Banksystem haben sich an das Umfeld  der Liquidiätsausweitung und des Niedrigzinses angepasst. Niemand kann abschätzen, wie sich die Derivatebombe verhält, wenn die Liquiditätszufuhr stoppt, Systemrisiken schlagend werden und die Volatilität zunimmt.
  • Das Bankenkartell hat seine Macht durch die Bail-Outs ausgeweitet und die Betrugsmodelle forciert. Die Basel III Eigenkapitalquoten und Stresstests sind ein Witz, niemand kennt die Risiken die sich in den Bilanzen und jenseits der Bilanzen verbergen. Die Verwicklung in Libor, CDS  und Rohstoffmanipulationen haben die natürlichen Preis und Risikobewertungsmechanismen der Märkte zusätzlich gestört. Das derzeitige Bankensystem weist parasitäre Effekte auf und wirkt auf  konjunkturelle Aufschwungversuche dämpfend ein.
  • Das Schattenbanksystem reagiert hochsensibel auf antizipierte Zinsanstiege. Hier verbirgt sich womöglich die größte Gefahr für einen deflationären Kollaps, ausgelöst durch eine Liquiditätsdrosselung. Das Schattenbanksystem übernimmt Funktionen für die Kreditexpansion und kompensiert inflationäre Risiken bei der Geldmengenausweitung[3]. Das System erreichte das Liquiditätshoch 2008, seit der Finanzkrise geht das Volumen zurück und befindet sich jetzt gleich auf mit dem Kreditvolumen des klassischen Bankensystems. Wenn man das Schattenbanken als inflationsgepuffertes Kreditexpansionssystems sieht, das zur effektiven Geldmenge im System beiträgt, dann fehlen der FED noch 3,9 Billionen[4], um die Lücke zum Hoch von 2008 aufzufüllen. Anders ausgedrückt, die FED muss weiterhin mit QE das Deleveragen der Schattenbanken kompensieren, um das System auf den Liquiditätsstand von 2008 zurückzuführen.
  • Auch China sieht sich mit dem Problem der Schattenbanken konfrontiert[5]. Ein stetig expandierendes Schattenbanksystem birgt steigende Risiken in sich. Die chinesische Zentralbank soll seit Monaten mit Liquiditätsdrosselung versuchen, das Schattenbanksystem zu schrumpfen, was den Interbankenhandel bereits belastet hat. Die Spekulationen um einen verfrühten QE Ausstieg der FED hat das Fass zum Überlaufen gebracht und die kurzfristigen Repo Sätze auf Rekordniveau geführt. Wenn der Interbankenhandel während einer solchen Paniksituation austrocknet, können nur noch Notmaßnahmen der Zentralbank und Liquiditätsinjenktionen eine Bankenkrise verhindern. Die chinesische Zentralbank soll sich weigern, das System mit Geld zu versorgen. Man kann sich jedoch trotz der  Dementi sicher sein, dass solche Rettungsaktionen bereits stattgefunden haben. Wenn die chinesische Regierung jedoch zur Drosselung zurückkehrt und weiter versuchen wird,  das Volumen im Schattenbanksystem zurückzufahren, werden BIP Rückgänge die Folge sein[6]. Einer stotternden Weltwirtschaft wird das einen weiteren Schlag versetzen. Fallende Kupfer und Ölpreise scheinen diese Konjunktureinbrüche bereits einzupreisen. Ein FED QE-Exit würde Deleveraging Effekte im chinesischen Schattenbanksystem zusätzlich verstärken.  

 

Abschließend: QE-Exit Spekulationen basieren auf der Annahme, dass sich die konjunkturelle Entwicklung stabilisiert. Wenn unsere zyklische Einschätzung stimmt und die zweite Jahreshälfte mit BIP Rückgängen einhergeht, wird die FED umso mehr gezwungen sein, QE fortzusetzten, oder sogar auszuweiten. In Amerika ist die Balance-Sheet-Recession nach dem Platzen der subprime Blase voll im Gange, die Privaten deleveragen, die Reallöhne sinken, die Vermögens und Einkommensverteilung ist katastrophal, die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes sinkt. Der Staat ist zur Schuldenausweitung gezwungen, um die wegbrechende Privatnachfrage zu kompensieren. Fracking und die Reindustrailisierung der USA sind reine Propaganda. Ein Produktivitätsschub im Zuge eines neuen Kondatrieff Zyklus ist noch nicht in Sicht. Wo will man den vielgelobten konjunkturellen Aufschwung herzaubern? Die Politik erweist sich sowohl in Amerika, als auch in Europa als unfähig, die strukturellen Probleme zu lösen. Kurz: Man wird den Karren so lange vor sich herschieben, bis er endgültig gegen die Wand fährt.

Es ist wahrscheinlich, dass die FED induzierte Verwirrung um QE-Exit ein Testballon ist, wie die Märkte auf eventuelle Liquiditätsdrosselungen reagieren. Womöglich will man etwas Luft aus den Aktien und Bondmärkten ablassen. Die fundamentale Lage lässt ein QE-Exit unserer Einschätzung nach nicht zu. Trader sollten das Szenario im Hinterkopf behalten, dass der Crack Up Boom noch richtig an Fahrt aufnimmt.  

"Massive Liquiditätsspritzen, durchgeführt von den größten Zentralbanken der Welt – Fed, EZB und BOJ – , werden weder Zugkraft in ihren realen Ökonomien entfalten, noch Bilanzsanierung oder Strukturwandel fördern. Damit bleibt eine große Summe überschüssiger Liquidität, die in den globalen Anlagenmärkten herüberschwappt. Wo sie hingeht, folgt unweigerlich die nächste Krise".[7]

Die Zentralbanken (FED, EZB, BOJ, BOE) sind Gefangene ihrer eigenen Politik. Sie werden durch ihre planwirtschaftlichten Marktmanipulationen das kranke System solange künstlich am Leben halten, bis die Märkte mit Gewalt wieder die Herrschaft übernehmen. Und dann beginnt die lange Zeit des Schmerzes.



[6] Andererseits: Fährt die Liquiditätsexpansion ungebremst fort, wird die Kreditblase und die Immobilienblase irgendwann kollabieren und China in eine schwere Krise stürzen.

S&P 500 Chartanalyse 21.06.2013

Rückblick:

Der S&P500 hat nach der letzten Analyse 1623 überschritten und damit das Ziel 1644 aktiviert und erreicht. Nach Abschluss der Erholung hat eine weitere dynamische Verkaufswelle eingesetzt

Prognose:

Solange 1591 nicht unterschritten wird, bleibt die Erholung aktiv,  Zielbereich 1610. Solange 1625 nicht überschritten wird, rechnen wir mit einer weiteren Abwärtsbewegung. Die Verkaufsbewegung  hat noch genügend Platz nach unten, die nächste Unterstützung wartet bei 1569.  Dort wird die nächste Erholung wahrscheinlich.   Danach muss eine weitere Verkaufswelle in Richtung 1536 eingerechnet werden

Dow Jones Chartanalyse 21.06.2013

Rückblick:

Der Dow Jones hat nach der letzten Analyse 15034 nicht unterschritten und die Erholung in Richtung 15420 fortgesetzt.  Das Erholungsziel wurde nicht zur Gänze erreicht, es hat bereits frühzeitig Schwäche eingesetzt. Wie in der letzten Analyse festgehalten, hat der Index längerfristige Schwächesignale geliefert , die jetzt mit einer dynamischen Verkaufswelle bestätigt wurden.

Prognose:

 Die nächste Unterstützung liegt bei 14660, dort wird eine temporäre Erholung wahrscheinlich.  Die Erholung kann durchaus dynamisch ausfallen und bis in den Bereich um 15000 zurückführenNach Abschluss der Erholung hat der Index weiteres Verlustpotential bis  14400.

Ein Bruch von 15092 würde das technische Bild aufbessern und der Verkaufsorgie stoppen. Wir dürfen dann Stabilisierungsversuche um 15000 erwarten.

Dax Chartanalyse 21.06.2013

Rückblick:

Die Marken der letzten Analyse haben versagt. Die Neutralisations-Marke für das bärische Szenario wurde mit 8269 zu niedrig angesetzt.  Der Dax hat 8269 im Zuge einer volatilen Seitwärtsbewegung überschritten und dennoch das bärische Szenario abgespult. Aktuell befindet sich der Index auf dem Weg zum Zielbereich 7872.

Prognose:

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Abwärtsbewegung seit dem 19.06.2013 noch nicht beendet ist.  Das Minimumziel bleibt weiterhin 7872. Im Bereich 7843-7800 wartet eine starke Unterstützung, wo wir eine Erholung erwarten, die bis in den Bereich 8000 führen sollte.  Dann muss eine neue Analyse klären, ob eine weitere Verkaufswelle einsetzten kann.

China Banken-Krise

Mit der letzten Fed Sitzung wurde Japan in den Abgrund geschickt, diesesmal erwischt es China. Der Overnight Repo stieg auf 25%, womit der Interbanken Handel aussetzt. Man darf annehmen, dass die chinesische Zentralbank mit massiven Bail-Outs eingegriffen hat, um den Finanzkollaps zu verhindern. Ohne wären die Lichter bereits ausgegangen.  Lehman lässt grüßen

Diesesmal wird man den Kopf noch aus der Schlinge ziehen, doch die Katze ist nun endgültig aus dem Sack. China folgt grandios dem westlichen Beispiel und wird zur Geldmengenausweitung übergehen müssen, um das Finanzsystem am Laufen zu halten. Das chinesische Schattenbanksystem ist biblisch. Das Kreditwachstum  im Verhältnis zum BIP Wachstum ist  enorm. Real Estate und Construction laufen nur noch auf einem Ponzi Scheme, das solange hältwie sich  das Kreditwachstum fortsetzt. Die Investitionen in  Geisterstädte  und Wolkenkratzer generieren zu wenig Cash Flow, um die Zinskosten bedienen zu könnenHinzu kommt, dass die chinesischen Wirtschaftsdaten manipuliert sind und das reale Bip Wachstum tiefer liegt.  

In früheren Artikeln wurde darauf hingewiesen, dass die Kreditblase in China allmählich kritische Ausmaße annimmt (link). Mit der Repo Krise zeigt China, dass es sich im globalen Wettrennen, welche Ökonomie zuerst kollabiert, nicht verstecken muss. Im Gegenteil, China kämpft an der Front. 

Allmählich wird unsere Prognose offensichtlicher: Es gibt kein QE Exit!