Aktienmarkt-Korrektur im Herbst 2013

Wir haben am 18. Februar 2013 prognostiziert, dass zyklisch betrachtetAnfang Herbst 2013 die größte Wahrscheinlichkeit für ein längerfristiges Aktienmarkthoch existiert. Zitat aus dem Artikel "Kaufrausch bis maximal Herbst" :

"Das wahrscheinlichstes Szenario ist, dass wir Februar/März in den Aktienmärkten eine Korrektur sehen, nach deren Abschluss der Aufwärtstrend  noch einmal an Fahrt gewinnt. Anfang Herbst  muss dann verstärkt nach charttechnischen Anzeichen für eine längerfristige Hochbildung in den Aktienmärkten gesucht werden. Entgegen den allgemein positiven Konjunkturprognosen rechnen wir  für das Jahr 2013 mit einer Rezession in  Amerika und in Europa. Vor allem im Herbst rechnen wir mit einer schrumpfenden Realwirtschaft. Sollte dieses Szenario eintreten, werden  sich die angesammelten Risiken im System unvermeidbar niederschlagen. Sollte zusätzlich die monetäre Stimulation allmählich ins Stocken geraten, droht  eine starke Zunahme der Volatilität. Im worst case wird man ohnehin nicht mehr in der Lage sein, Geld "schnell genug zu drucken", um den deflationären Kräften entgegenwirken zu können.

Die meisten Bären dürften bis zum Herbst  2013 ihr Fell verloren haben und bankrott sein. Auch die letzten Crashpropheten werden bis dahin ausgetrocknet sein. Idealerweise sehen wir dann Spitzenwerte im bullischen Sentiment und euphorische Zustände unter Privatanlegern über den Segen des neuen goldenen Zeitalters, das auf magische Weise der Menschheit dauerhaften Wohlstand durch exzessive Verschuldung und Geldmengenausweitung sichert. Bei solchen Aussichten ewiger Stabilität darf man sich auch als Privatanleger an der Börse in Sicherheit wägen und gewissenhaft zugreifen. " 

Hier sind wir nun. Dax, Dow Jones und Co haben eine gewaltige Rally hinter sich gebracht. Technisch gab es seit Februar 2013 zwar einige kritische Punkte, an denen wir in den Aktienindizes eine erhöhte Trendwendegefahr identifizieren konnten, grundsätzlich gab es jedoch keinen Anlass längerfristig wirklich bärisch zu werden.  Die technischen Analysen haben dem zyklischen Szenario weitgehenst entsprochen.  Auch jetzt weist das technische Bild im Dax und im S&P500 darauf hin, dass wir  die Gefahr einer längerfristigen Korrektur Anfang Herbst  ernst nehmen müssen

Fundamental hat sich die Lage weiter verschlimmert und die QE Exit Problematik konkretisiert. Wie in einigen Artikeln erörtert1,2,3,4 ), wird immer klarer, dass es aus der Geldmengenausweitung kein zurück mehr gibt. Wenn sich unsere konjunkturelle Erwartung erfüllt und für die zweite Jahreshälfte 2013 (speziell ab Herbst)  rezessive Tendenzen zunehmen, werden die Zentralbanken (vor allem die Fed, aber auch BOE und BOJ)  spätestens 2014 die QE Volumina erhöhen.   Wenn der steigende Euro die Exporte abwürgt, wird auch die EZB in den Währungskrieg mit härteren Geschützen eintreten müssen. Draghi darf dann von der Bazooka endlich zu seiner geliebten Dicken Berta wechseln. 

Sollten die Aktienmärkte jetzt eine scharfe Korrekturbewegung vollziehen und Unterstützungen der Reihe nach wegbrechen, werden die Zentralbanken irgendwann aus Panik die Liquiditätsausweitung erhöhen und womöglich direkte Aktienkäufe starten. Fundamental betrachtet, bleibt es also unwahrscheinlich, dass  ein markiertes Aktienmarkthoch in diesem Herbst , 2014 nicht mehr überboten wird.

S&P500 Chartanalyse 26.09.2013

Rückblick:
 
Der S&P500 hat nach der letzten Analyse das eingezeichnete Szenario erfüllt. Die Erholung hat 1673 nicht überschritten, womit das Verkaufsszenario in Richtung 1620 aktiv blieb.  1620 wurde nicht gebrochen,  der Index hat im Unterstützungsbereich 1628 halt gefunden. Der Bruch von 1673 hat dem S&P dann das Potential bis 1740 eröffnet.
 
Prognose:
 
Sollte im Zuge der aktuellen Korrekturbewegung 1676 unterschritten werden, schwindet die Wahrscheinlichkeit für eine dynamische Aufwärtsbewegung, zwischenzeitlich wird dann 1640 angesteuert. Der Bruch von 1676 ist jedoch unwahrscheinlich.
 
Primärszenario mit höchster Wahrscheinlichkeit: Die Korrekturbewegung sollte preislich das Tief spätestens bei 1687 gefunden haben, zeitlich kann eine fortgesetzte Seitwärtsbewegung über mehrere Tage jedoch nicht ausgeschlossen werden. Nach Abschluss der aktuellen Korrekturbewegung rechnen wir mit einer weiteren dynamischen Aufwärtswelle bis in den Bereich 1740. Das Mindestziel liegt bei 1720, maximal sollte jedoch 1789 nicht überschritten werden
 
 Wir erwarten, dass der S&P nach Abschluss dieser Aufwärtswelle eine mehrwöchige Korrekturbewegung einleiten wird. Diese hat Potential, sehr dynamisch auszufallen und könnte sich sogar über mehrere Monate hinziehen. Für eine genaue Prognose müssen wir die Preis Zeit Struktur im kritischen Widerstandsbereich zwischen 1720-1789  abwarten

Dax Chartanalyse 25.09.2013

Rückblick:

Wie zuletzt vermutet, war der Dax für einen Ausbruch noch nicht bereit. Der Index hat nach dem Bruch von 8315 die Ziele 8230  und 8155 erreicht. Der Bruch von 8155 hat den Index in den Zielbereich 8085 geführt, wo wir einen Unterstützungsbereich für die Trendfortsetzung aufwärts festgelegt haben.  8085 wurde verteidigt, womit die Bedingung für die Trendfortsetzung aufwärts erfüllt wurde und das Ziel 8589 angesteuert wurde

Prognose

Die aktuelle Seitwärtsbewegung kann sich noch bis zum 02.10.2013 hinziehen, ohne das die Bullen nervös werden müssen. Solange 8573 hält, bleibt der Aufwärtstrend klar intakt. Solange die Bedingung erfüllt bleibt, dürfen wir nach Abschluss der Seitwärtsbewegung eine weitere Kaufbewegung in Richtung 8871 erwarten

Ein Bruch von 8573 würde weiteres Korrekturpotential bis 8443 eröffnen. Spätestens in diesem Bereich müssen die Bullen dann die nächste Aufwärtswelle starten, um das charttechnische Bild bullish zu halten. Ein Bruch von 8443 würde einen Test von 8350 wahrscheinlich machen. Wird auch diese Unterstützung unterschritten, wird das Ziel 8871 endgültig neutralisiert, wir dürfen dann einen Test von 8085 erwarten

Der Abschlussbereich der blauen Aufwärtswelle lässt sich nicht prognostizieren, wir müssen die Entwicklung der PreisZeit Struktur für  den Hochpunkt beobachten. Wir gehen jedoch davon aus, dass nach Abschluss dieser Welle eine längere Korrekturbewegung gestartet wird, die mindestens über mehrere Wochen anhalten wird.  

Fed – No Taper

Wie von uns erwartet, setzt die Fed Quantitative Easing  unverändert fort. Damit erweisen sich die Bernanke Tapering Kommentare der letzten Monate als reiner Bluff. Für Aktien-, Bond- und Immobilienmärkte heißt das endgültig, dass die Mutter aller Blasen geschaffen wird. Zwar wird eine scharfe Aktienmarkt Korrektur zunehmend wahrscheinlicher, der Crack Up Boom hat dann aber  sein Hoch noch nicht gesehen

"Es ist wahrscheinlich, dass die FED induzierte Verwirrung um QE-Exit ein Testballon ist, wie die Märkte auf eventuelle Liquiditätsdrosselungen reagieren. Womöglich will man etwas Luft aus den Aktien und Bondmärkten ablassen. Die fundamentale Lage lässt ein QE-Exit unserer Einschätzung nach nicht zu. Trader sollten das Szenario im Hinterkopf behalten, dass der Crack Up Boom noch richtig an Fahrt aufnimmt. (…) Die Zentralbanken (FED, EZB, BOJ, BOE) sind Gefangene ihrer eigenen Politik. Sie werden durch ihre planwirtschaftlichten Marktmanipulationen das kranke System solange künstlich am Leben halten, bis die Märkte mit Gewalt wieder die Herrschaft übernehmen. Und dann beginnt die lange Zeit des Schmerzes."   Aus "QE-Exit oder QE Infinity" am 24.Juni.2013

Krugman hatte bis zuletzt davor gewarnt, die Fed dürfe QE ja nicht drosseln, da die Folgeschäden der wirtschaftlichen Abkühlung alle bisherigen Belebungsversuche zunichte machen würden. Seine QE Träume dürften auch 2014 und 2015 in Erfüllung gehen, wir haben das Ende der Zentralbankbilanz-Ausweitung noch lange nicht gesehen. 

Was hier abgezogen wird, ist einfach nur noch lächerlich. Politiker, Zentralbanker, Finanzelite, Medien…. alle klammern sich an die letzten Strohhalme, um ihr krankes und korruptes System irgendwie noch retten zu können. Das orange Programm greift zu den letzten Tricks und kämpft mit aller Verzweiflung um sein Überleben. 

Chartanalyse 10 year treasury 15.09.2013

Rückblick:

259,1 hat gehalten, damit wurde die Bedinung für die Fortsetzung des Abwärstrends erfüllt. Der Bruch von 257,79 hat zum Ziel 256,55 geführt. Der Bruch von 256,55 hat den Markt mit weiterer Schwäche versorgt und auf 254 geführt

Prognose

Eine Seitwärtsbewegung zwischen 258 und 255 ist in den nächsten Wochen relativ wahrscheinlich. Sollte die Seitwärtsbewegung bis zum 23.10.2013  258-255 nicht verlassen, rechnen wir nach deren Abschluss mit einer dynamischen Ausbruchsbewegung.

Kurzfristig: Ein Bruch von 255,9 würde einen Test von 255,29 wahrscheinlich machen.  Wird die Unterstützung durchbrochenist 255  trendsignifikantEin Bruch würde einen weiteren Test von 253,9 erwarten lassenEin Bruch wäre eine Bestätigung für den Abwärstrend und stellt als nächstes  252 in Aussicht

Solange 255 nicht unterschritten wird, wäre ein Bruch von 258 ein bullishes Signal, dass die Seitwärtsbewegung nach oben hin verlassen werden könnte. Ein Bruch von 258,4 würde das bullishe Signal bestätigen und einen Test von 259 in Aussicht stellen

Das langfristige Ziel 250 ist in Gefahr, wenn 259 überwunden wird. Es würde die Neutralisation des Abwärtstrends in Aussicht stellen und längerfristig die Marke 262 ermöglichen.

Dow Jones Chartanalyse 13.09.2013

Rückblick:

Der Dow Jones hat das maximale Erholungspotential bis 15626 nicht ausgeschöpft. Nach Abschluss der Ehrolung wurde der Abwärtstend planmäßig fortgesetzt und der Zielbereich 14700 dynamisch angesteuert. Das Tief wurde bei 14760 ausgeformt. Vor dort wurde eine kraftvolle Aufwärtsbewegung gestartet

Prognose:

Der  Auwärtstrend bleibt intakt, solange 15300 nicht unterschritten wird. Spätestens bei 15491 wird eine größere Korrekturbewegung wahrscheinlich, die maximal bis 15200 führen sollte. Nach Abschluss der Korrekturbewegung muss eine weitere Aufwärtswelle eingerechnet werden, die das Potential für ein neues Allzeithoch hat. 

Sollte 15050 unterschritten werden , wird das bullische Szenario neutralisiert. Ein  Test von 14790 wird dann wahrscheinlich. Sollte die Unterstützung 14760-14730 unterschritten werden, öffent sich das Potential für eine dynamische Verkaufsbewegung mit einem Minimalziel von 14000.