Handelsstrategien für Anfäger

Das Traden nach Chartformationen

Das Traden nach einfachen Chartformationen gehört zu dem grundlegenden Handwerkszeug eines jeden Traders. Die hier vorgestellten Strategien funktionieren bereits seit Jahrzehnten und die Chancen stehen gut, dass sie auch in naher Zukunft noch profitabel sein werden. Es ist ein einfacher Tradingstil, der sich nur auf den Preis bezieht, fernab von Indikatoren und anderen Hilfsmitteln. Es gibt viele Chartformationen die man profitabel umsetzen kann, wenn man ein diszpliniertes Money- und
Positionsmanagement einhält. Zwei Formationen die gute Ergebnisse erzielen, werden hier kurz vorgestellt.....Dreiecke und Keile.

 

 

Dreiecke

Es ist zu Beginn nicht notwendig einen Unterschied zwischen einem aufsteigenden Dreieck,  symmetrischen Dreieck, noch  einer anderen Art von Dreieck zu treffen. Detaillierte Regeln erweisen sich nur sehr selten als gültig. Wimpel oderDreiecke als Fortsetzungsformationen müssen weder nach oben aufgelöst werden, noch muss es mindestens drei, aber maximal x Berührungspunkte geben ..... Definitiv aber kann gesagt werden, dass Märkte konsolidieren und sich die Volatilität innerhalb dieser Zonen verringert. Aus dieser Konsolidierung wird es einen Ausbruch geben, da  sich das aufgestaute Momentum entladen muss. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Ausbruch eine Steigerung der Volatilität zur Folge haben wird. Und genau dort findet der geduldige Trader seinen Markteinstieg, dort wo der Stop Loss  eng gesetzt werden kann und ein großes Gewinnpotential existiert. An diesem Punkt ist das Reward/Risk groß genug, um einen Einstieg im Markt rechtfertigen zu können.

 


 

 

Positionsmanagement

Die Formationen lassen sich in allen Zeitfenstern handeln, egal ob im 1 Minutenchart oder auf Wochenbasis. Ausbrüche laufen fast immer explosiv ab, doch auch hier kann man verschiedene Filter zur Bestätigung einbauen. So zum Beispiel Volumen, Zeit oder auch Fibonacci Retracements. Ich verwende meistens dasselbe Positionsmanagement. Nach dem ersten Schub aus der Konsolidierung nehme ich Teilgewinne mit. Der Stop für den Rest der Position wird dann an den Enty nachgezogen. Danach wird der Stop Loss dynamisch mit dem Trend nachgezogen, wobei es hier wieder verschiedene Möglichkeiten gibt. Zum Beispiel natürliche Chartpunkte, Volatilitätsstopps, gleitende Durschnitte usw...

 


 

 

Entry vor dem Ausbruch

Beim Traden nach  Chartformationen ist es für mich bedeutsam, frühzeitig im Markt zu sein. Der Grund dafür ist, dass ich mich vor falschen Ausbrüchen schützen möchte. Das Vorgehen wird anhand der nächsten Animation demonstriert.

(Zum Abspielen den blauen Balken gedrückt halten)


 

 

Dasselbe Vorgehen am Beispiel vom Euro.

(Zum Abspielen den blauen Balken gedrückt halten)


 

 

Verdoppeln

Auch im nachfolgenden Beispiel wird versucht, vor dem Ausbruch die Position in den Markt zu bringen. Liegt man falsch, ist der  Verlust kleiner, als wenn man erst beim Ausbruch den Trade eingeht. Natürlich vorausgesetzt, dass der Stop Loss an der gegenüberliegenden Seite liegt. Der SL  ist dort sehr gut aufgehoben, denn gelingt es dem Preis die Linie zu durchbrechen, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Trend in diese Richtung fortgesetzt wird. Man zahlt also wenig für den Fall, dass man falsch liegt und weiß dies schnell.

(Zum Abspielen den blauen Balken gedrückt halten)

 


 

 

Nachteile dieses Trademanagements / Positionsmanagements

Die Strategie des Trademanagements hat das Ziel, Verluste sehr hart und schnell zu begrenzen. Dadurch gehen jedoch auch potenzielle Gewinne verloren. So passiert 2003 in einem Platin-Trade:

(Zum Abspielen den blauen Balken gedrückt halten)


 

 

Weitere Beispiele

Am Platin-Trade zeigt sich, wie wichtig es sein kann, bereits vor dem Ausbruch im Markt zu sein. Hier war es notwendig auf einen Ausbruch zu warten, da keine Hinweise auf die zukünftige Kursentwicklung zu finden waren. Eine Möglichkeit diese Situationen zu meistern wäre es, einfach beim Retest der Ausbruchslinie den Longtrade einzugehen.

(Zum Abspielen den blauen Balken gedrückt halten)


 

 

Keile

Zu den einfachsten und profitabelsten Chartformationen gehöhren  Keile. Nachfolgende Animation zeigt eine spektakuläre Situation im Nikkei im Jahr 2003.

(Animation selbstlaufend)


 

 

Beispiel Bufu

Eine schöne Formation gab es 2003 im Bund Future. Eine Besonderheit dabei war das 61,8% Fibonacci Retreacement, das eine zusätzliche Bestätigung für einen Markteinstieg gab.

(Animation selbstlaufend)


 

 

Fazit

Alle hier besprochenen Trades wurden live getradet (Einstiege samt Stop Loss Marken wurden im Forum gepostet), mit einer 80% Trefferqoute und guten Reward to Risk Verhältnissen. Keep it simple ist ein Ansatz der noch immer Gültigkeit besitzt. Vor allem in Phasen, wenn das Trading Probleme bereitet, ist eine Besinnung auf die guten, alten Konzepte von Vorteil. Selbst Top Trader handeln oft nach einfachen Formationen, denn der Grund ist klar: Sie bieten einen Einstieg bei niedrigem Risiko und hohem potentiellen Gewinn. Mit der Zeit bekommt man das feine Gespür dafür, welche Situationen im Chart eine hohe Wahrscheinlichkeit für Erfolg haben und vor allem, wann der Markt für einen Ausbruch bereit ist. Wichtig ist auch das Gespür für den richtigen Anfangsstop.
 

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Literatur

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