Marktbericht

Marktbericht 22.02.2013

Euro   22.02.2013

 Der Euro hat 1,318 durchbrochen und damit die technische Sicht eingetrübt. Die Erholung hat Zug in Richtung 1,332

Chartanalysen Euro

 

S&P500   22.02.2013 

  Der S&P hat die Zielmarken 1506 und 1495 abgehandelt. Wir befinden uns an  trendsignifikanten Marken

Chartanalysen S&P

 

Dax 22.02.2013

 Der hat 7752 überwunden und eine Seitwärtsbewegung eröffnet. Der Index hält sich 7871 noch offen

Chartanalysen Dax

 

Gold  22.02.2013

 Die bärische Sicht hat sich bestätigt. Wir befinden uns in einer Erholung, doch die Schwäche ist noch nicht neutralisiert

Chartanalysen Gold

Share/Save/Bookmark

Chart Analyse - Marktbericht

Marktbericht 18.02.2013

 

 Gold 18.02.2013

 Gold steuert auf 1586 zu, spätestens der Bereich 1570 sollte als kurzfristige Unterstützung dienen. Doch die Gefahr weiterer Kursverluste ist damit nicht gebannt

Chartanalysen Gold

 

Dax 19.02.2013

 Die korrektive Bewegung im Dax bleibt intakt, solange 7752 nicht überschritten wird. Bruch von von 7526 aktiviert dann 7400 als Ziel

Chartanalysen Dax

 

S&P500   18.02.2013 

  1514 stellt eine kritische Marke für den Aufwärstrend dar. Ein Bruch startet mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Korrekturbewegung

Chartanalysen S&P

 

Eur/Usd18.02.2013

 Der Euro steuert im Zuge der Korrektur 1,326 an. Ein Bruch von 1,318 trübt bullische Aussichten für eine Trendfortsetzung ein

Chartanalysen Euro

 

Dow Jones 18.02.2013

Der Bruch von 13845 erhöht die Wahrscheinlichkeit für den Beginn einer Korrekturbewegung. Nächste Ziel finden sich  dann bei 13744 und 13568

Dow Jones Chartanalyse

 

Nikkei 19.02.2013 

Der Aufwärstrend im Nikkei bleibt intakt, solange 11000 nicht unterschritten wird,  nächstes Kursziel 12500. Ein Bruch von 11064 ist ein erstes Zeichen für Schwäche und eine mögliche Korrektur

Nikkei Chartanalyse

 

Bufu 19.02.2013 

 Kurzfristig: Solange 142,3 nicht unterschritten wird, ist der Bruch von 143,1 ein bullisches Zeichen für eine Bewegung in Richtung 144,2. Sollte 142,45 unterschritten werden, muss dies als erstes Schwächesignal interpretiert werden. Ein Bruch von 142,3 führt zu einem Test von 141,8.

Bund Future Chartanalyse

Share/Save/Bookmark

Chart Analyse - Marktbericht

Kaufschrausch bis maximal Herbst

"Eine glühende Notenpresse der EZB mag im "besten" Szenario in der Lage sein, das System noch einmal künstlich aufzublasen. Dann sehen wir eine temporäre Spekulationsblase auf Pump, die mit mehreren explosiven Rallybewegung am Aktienmarkt ihre Existenz enthüllen wird. Die Bevölkerung freut sich dann, dass die Taschen von Ackermann und Co wieder ein bisschen voller werden, die Großkonzerne feiern ihre explodierenden Aktienkurse mit Milliarden Boni für die Top Manager, und die Politiker stellen sich mit geschwollener Brust der Wiederwahl. Schließlich haben sie mit ihrer Kompetenz Europa durch die schwerste Krise aller Zeiten manövriert, und mit  Bravour die Freiheit der Menschen gerettet. Lobbys und Interessensgruppen teilen die Macht wie gehabt unter sich auf und lassen das Kapital in ihren sicheren Forbes Kreisen  zirkulieren. Die Wallstreet Occupisten haben dann zwar noch immer keine Jobs, aber sie können ihr technisches Wissen ja dazu nutzen, um selbst als Trader ihren Lebensunterhalt zu finanzieren und müssen ihre Zeit nicht mehr am Campingplatz vor der Bank totschlagen. Demokratie und Kapitalismus haben gesiegt, alle sind zufrieden und können dem goldenen Zeitalter entgegen gehen." (November 2011)

"Die Ausweitung der Geldmenge ist am Laufen, wir dürfen uns auf weitere EZB Raketen freuen, die den Aktienmarkt aufblasen."  (Jänner 2012)

 

18.02.2013  -  Nach längerer Zeit melde ich mich auf Perfect-Trader.com zurück. In den letzten Monaten gab es an der Börse kaum Handlungsbedarf. Die Aktienmärkte haben die Liquiditätsrally planmäßig vollzogen. Die internationalen Zentralbankraketen haben gezündet und die Aktien mit mehreren explosiven Kaufwellen nach oben geschossen. Persönlich habe ich die ruhige Börsenzeit genutzt, um meine meditative Praxis für transpersonale Bewusstseinszustände zu stärken und zunehmend auch dafür, andere Menschen für psychospirituelle Transformationsprozesse zu begeistern.

Doch die ruhige Zeit  an den Märkten ist in Gefahr, die unbekümmerte Kauflust dürfte in den nächsten Wochen eine Unterbrechung erfahren. Wir geraten im Dow Jones, S&P, Dax und anderen Aktienindizes an Preis-Zeit Widerstände, die das Potential einer Trendwende besitzen.  Längerfristige Strategien sind nun mit höheren Risiken behaftet, Perfect-Trader.com wird daher die  charttechnischen Analysen wieder auf  das kurzfristigere Swingtrading Fenster konzentrieren. Alle langfristigen Kaufpositionierungen (wie Gold, S&P) wurden neutralisiert, eine Ausnahme stellt nur noch der Hang Seng da.

Es besteht die Gefahr, dass die Börsenakteure den nachhaltigen Erfolg  der  "Voodoo Ökonomie"  in den nächsten Wochen verstärkt hinterfragen. Wie in früheren Artikeln befürchtet, zeigt sich immer deutlicher, dass die aktuelle Form der monetären Stimulation nur geringe Auswirkung auf die Arbeitslosenquote hat und die ökonomischen Vorteile höchst fragwürdig sind. Stattdessen sind enorme Umverteilungseffekte zu befürchten, die in Zukunft soziale Spannungen begünstigen werden. Die Eingriffe der Zentralbanken werden in den nächsten Monaten die Ungleichgewichte in den Märkten weiter erhöhen und die Risiken im System steigern. Es wird sich immer deutlicher zeigen, dass für die kollektive Wohlfahrt die Kosten der Marktmanipulationen höher sind, als der Nutzen. 

Das wahrscheinlichstes Szenario ist, dass wir Februar/März in den Aktienmärkten eine Korrektur sehen, nach deren Abschluss der Aufwärtstrend  noch einmal an Fahrt gewinnt. Anfang Herbst  muss dann verstärkt nach charttechnischen Anzeichen für eine längerfristige Hochbildung in den Aktienmärkten gesucht werden. Entgegen den allgemein positiven Konjunkturprognosen rechnen wir  für das Jahr 2013 mit einer Rezession in  Amerika und in Europa. Vor allem im Herbst rechnen wir mit einer schrumpfenden Realwirtschaft. Sollte dieses Szenario eintreten, werden  sich die angesammelten Risiken im System unvermeidbar niederschlagen. Sollte zusätzlich die monetäre Stimulation allmählich ins Stocken geraten, droht  eine starke Zunahme der Volatilität. Im worst case wird man ohnehin nicht mehr in der Lage sein, Geld "schnell genug zu drucken", um den deflationären Kräften entgegenwirken zu können.

Die meisten Bären dürften bis zum Herbst  2013 ihr Fell verloren haben und bankrott sein. Auch die letzten Crashpropheten werden bis dahin ausgetrocknet sein. Idealerweise sehen wir dann Spitzenwerte im bullischen Sentiment und euphorische Zustände unter Privatanlegern über den Segen des neuen goldenen Zeitalters, das auf magische Weise der Menschheit dauerhaften Wohlstand durch exzessive Verschuldung und Geldmengenausweitung sichert. Bei solchen Aussichten ewiger Stabilität darf man sich auch als Privatanleger an der Börse in Sicherheit wägen und gewissenhaft zugreifen. Während die Kleinanleger wieder in Aktien und Fonds investieren, reiben sich die Profitrader in Vorfreude auf den Downturn bereits die Hände. Denn dann wird richtig abgesahnt.

Die absolute Konsequenz mit der man dieses  System an die Wand fährt, ist erstaunlich. Ich hatte nie verstanden, wie es zu menschlichen Tragödien wie den Weltkriegen kommen konnte. Es war mir unbegreiflich, was Menschen dazu treibt, ihren Verstand vollkommen zu verlieren, doch  möglicherweise sind wir bereits  Zeitzeugen ähnlicher Dynamiken. Es besteht kaum noch Hoffnung, dass wir zur ökonomischen Normalität zurückkehren. Der einzige Fluchtweg nach vorne scheint die Bekämpfung der Schulden mit noch mehr Schulden zu sein. Nur beschleunigende Geldmengenausweitung wird die Liquiditätsjunkies noch bei Laune halten können. "Klappe halten und Geld drucken" ist die Maxime der Zentralbanken im  Wettlauf um die schnellste Notenpresse. Den Anfang der monetären Aggressionen hat die Fed gestartet, die BOJ schießt bereits massiv zurück und am Ende wird auch die Dicke Berta unkontrolliert feuern. Vor ein paar Jahren galten Buchautoren über globale Währungskriege noch als Spinner und Verschwörungstheoretiker. Heute finden wir den Begriff sogar im Vokabular von Weidmann und auf CNBC.

 

Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind

Planungsoptimismus und psychologischer Verdrängungsmechanismus lassen an dem Irrglauben festhalten, die Situation sei noch unter Kontrolle. Wenn alle konventionellen Wundergriffe  der Voodoo Priester und Märchenerzähler versagen, müssen eben neue Tricks aus dem Hut gezaubert werden. Den bisherigen Höhepunkt dieser Entwicklung stellt der Vorschlag zur 1 Billion Dollar Münze dar. Was viele Normalbürger an Alchemie erinnert, besitzt  innerhalb der theoretischen Ökonomiemodelle eine schlüssige Logik. Das veranlasste Krugman auch wie ein Rumpelstilzchen zu schimpfen, als sein Masterplan von der US Regierung abgelehnt wurde. Ich habe allerhöchsten Respekt vor Krugman und der Intelligenz seiner Kollegen, aber dieser Fall zeigt auf, wie weit sich die ökonomische Theorie und die ökonomische Vernunft voneinander entfernt haben.

Ich hoffe, dass ich mich irre und es gelingt tatsächlich mit einem enormen Wirtschaftsboom aus den Schulden herauszuwachsen. Ich hoffe, dass der Plan der kontrollierten Inflationierung der Realschulden aufgeht und die Märkte wieder zu ihren zyklischen Gleichgewichtszuständen zurück tendieren. Denn wenn dieses historische Experiment auf globalem Maßstab scheitert,  wird auch die Größenordnung der Konsequenzen einen einmaligen Platz in der Menschheitsgeschichte einnehmen. 

Share/Save/Bookmark

Chart Analyse - Marktbericht

Weitere Beiträge...

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL

11

Habsucht und Kapitalismus

Gier ist geil heißt es in einem Artikel auf Welt.de, den Gier habe uns den Wohlstand gebracht. (link) Trotz aller Krisen, am Ende werde der Kapitalismus siegen und die Kritiker im Orkus der Geschichte verschwinden, so die Meinung des Autors.

Ist es wirklich so einfach? Ist unsere Welt derartig simpel gestrickt, dass wir uns auf die Gier verlassen dürfen und am Ende wird sich alles zum Guten wenden? Leitet uns die Habsucht als unsichtbare Hand in die bestmögliche Welt und in das Nutzenmaximum aller Individuen? Oder haben wir den Bezug zur Realität bereits vollkommen verloren, uns in eine Krankheit verirrt, und steuern blind auf unser  Verderben zu? Die Schuldenkrise ist ein ausgezeichnete Gelegenheit, um über diese Fragen zu reflektieren.

 

Gedanken zur „Eurokrise“

Perfect-Trader Life & Style

eToro

Newsletter

OliverSorin.com