Marktbericht

Dax 03.12.2015 

 Wie zuletzt vermutet, hat im Bereich 11200 eine Hochbildung stattgefunden

 Chartanalysen Dax

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Chart Analyse - Marktbericht

Wie berichtet, hat die Türkei einen russischen Kampfjet abgeschossen (link).  Die Welt blickt nun gebannt auf die weitere Entwicklung.  
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Russland hat die türkischen Vorwürfe der wiederholten Luftraumverletzung zurückgewiesen. Der SU24 Kampfjet hätte sich die ganze Zeit über syrischem Boden befunden. Das türkische Verteidigungsministerium wiederum hat Radar Daten veröffentlicht, die die Position des russischen Kampfjets bestätigen sollen.  Damit stehen sich  bislang zwei unversöhnliche Meinungen gegenüber. Die Parteien beschuldigen sich (bis jetzt noch indirekt) gegenseitig der Lüge, was bereits Grund genug wäre, dem anderen den Krieg zu erklären

Klar ist nur, der russische Jet ist über syrischem Boden abgestürzt, der von Anti-Assad Söldnern kontrolliert wird. Zumindest einer der beiden russischen Piloten ist tot. Bilder im Netz zeigen den Leichnam von Rebellen umstellt. Offenbar  wurde er  von syrischen Oppositionellen getötet. Unbestätigten Berichten zufolge wurde der  zweite Pilot gefangen genommen. Von welcher  Kämpfergruppe  ist noch unbekannt.  Alles wartet jetzt auf Putins Kommentar. Und der wird nicht zimperlich ausfallen. Bei aller Härte, die Russland in diesem Muskelspiel jetzt zeigen muss, wird man dennoch nicht alles auf eine Karte setzten. Putin wird den Türken  eine Hintertüre offen lassen, über die sie die Lage noch deeskalieren könnten
 
Die NATO wiederum hat eine Sondersitzung einberufen, die um 17:00 MEZ beginnen soll. Wenngleich die Ziele in Syrien von  U.S./NATO und dem Russland/China Bündnis entgegengesetzt sind, zum jetzigen Zeitpunkt haben die Parteien noch kein Interesse, den Konflikt zum Dritten Weltkrieg eskalieren zu lassen.  Aber dieses Ereignis wird genutzt werden, um Stärke zu demonstrieren. Man wird eher  auf eine Strategie der gegenseitigen Schuldzuweisung und Abschreckung setzen, anstatt auf Entschuldiungen und Versöhnung
 
Es sieht danach aus, dass der türkische Abschuss eine Rache für die kürzlich von Russland zerstörten IS ÖL-Tanker ist. Es  ist ein Warnschuss, dass man die Zerstörung des Islamischen Staates nicht ohne weitere Gegenwehr hinnehmen wird. Erst kürzlich hatte Erdogan gesagt, die russischen Angriffe in Syrien seien ein "Grave Mistake". Die russischen Bombenangriffe  seien für die Türkei unakzeptabel, so Erdogan.   
 
Wenngleich viele Beobachter derzeit noch davon ausgehen, dass Erdogan hier einen Alleingang ohne NATO Absprache gestartet hat, halte ich das für eher unwahrscheinlich. Zwar ist der gottgleiche Sultan (nach dem Merkel/EU Kniefall in Sachen Refugees und absoluter Mehrheit nach den Wahlen) gerade im prophetischen Höhenrausch, aber sich mit der NATO und mit Russland gleichzeitig anzulegen, wäre selbst für den egomanischen  Erdogan etwas zu unüberlegt.
 
Unabhängig davon, ob die NATO für den  Abschuss grünes Licht gegeben hat oder nicht, wird sie das Bündnis mit der Türkei bekräftigen und zur Verteidigung gegen Russland einstehen.  Denn wie bereits in zahlreichen Beiträgen geschrieben: Die Zeichen stehen unmissverständlich Spannung. Auf Seiten der NATO verfolgt man eine Strategie der Konfrontation mit Russland und nicht der Deeskalation.  
 
Aus neutraler Sicht muss man die Aktion als Aggression gegen Russland werten. Selbst wenn der Jet die Grenze überschritten hätte, bestand für die türkische Bevölkerung zu keiner Zeit Gefahr. Das erklärte Kriegsziel ist die Bekämpfung des Terrorismus. Man würde eigentlich türkische  Beihilfe und Solidarität mit den russischen Streitkräften erwarten.
 
 

http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293760-russische-kampfjets-zerst%C3%B6ren-%C3%BCber-1000-%C3%B6ltanker-des-is

https://www.youtube.com/watch?v=BWDcGy5GceA

 
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Endlich haben wir sie,die größte internationale Krise seit dem Ende des Kalten Krieges. Ein türkischer F16 schießt nahe der syrischen Grenze eine russische  SU24 abNach türkischen Angaben sei der Kampfjet mehrmals gewarnt worden, den Luftraum zu verlassen, bevor das Feuer eröffnet wurde.
 

 

Das ist natürlich mehr als ein günstiger "Zwischenfall" und idealer Auslöser für die NATO, die Beziehungen zu Russland weiter zu vereisen und noch aggressiver auf Konfrontation zu setzenWer geglaubt hat, dass mit der neuen französisch-russischen Allianz gegen den IS der Kalte Krieg 2.0 dem Ende naht, der hat sich getäuscht.

Die NATO, der verlängerte Arm des Pentagons, hat weder Interesse den Islamischen Staat zu zerstören, noch will sie Frieden mit Putin. Es geht hier alleinig um die U.S. Vorherrschaft im Mittleren Osten und gegen den Hauptkonkurrenten Russland.  

Denn sollte es Russland gelingen, über die schiitische Iran-Irak-Syrien-Libanon Brücke Zugang zum Mittelmeer zu erlangen, wäre eine bedeutsame ökonomische und geostrategische Einflusssphäre gesichert,   die Russland in die Position bringen würde, zusammen mit China und den anderen BRICS Staaten einen Schlag gegen das Petrodollar System und die globale Dollar Hegemonie als Ganzes  vorzubereiten.

Für das auf Import und Schuldenwachstum basierende U.S. System ist das eine existenzielle Bedrohung, weshalb  Amerika alles daran setzen wird, das russische Vorhaben letztendlich zu verhindern.  Der Islamische Staat dagegen ist für Amerika keine strategische Gefahr, vielmehr ein Segen.  Auch Saudi Arabien, Katar und die Türkei haben durchaus klar gemacht, dass der IS ihren Interessen mehr nutzt, als schadet.

Saudi Arabien gilt nicht nur als einer der Hauptsponsor des IS, sondern mit dem saudischen Wahhabismus auch als die ideologische Brutstädte jeglichen islamistischen Terrors weltweit.  Die Türkei   wird beschuldigtÖl vom Islamischen Staat auf dem Schwarzmarkt zu beziehen, womit ebenso eine Mitschuld an der Finanzierung des internationalen Terrorismus gegeben ist. Außerdem ist es ein offenes Geheimnis, dass Erdogan den Islamischen Staat als Vorwand nutzt, um einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Kurden zu führen.

Wir bleiben bei der Einschätzung, die wir seit 2013  verfolgen, dass für  die Lage in Syrien noch kein Friede in Sicht ist, sondern  der amerikanisch-russische Stellvertreterkrieg  um die globale Vorherrschaft sich weiter verschärfen wird.

"Außenpolitisch wird man den Fokus auf Syrien lenken und an die Notwendigkeit militärischen Engagements appellieren. Anfangs mag vielleicht noch von Verhandlungen mit Assad und Putin die Rede sein, aber die USA und ihre NATO Komplizen werden nicht aufgeben. Zuviel wurde mit dem Aufbau des Islamischen Staates schon investiert. Letztendlich wird man die militärische Karte spielen. Und zwar aus einem einfachen Grund: Weil für die westlichen Oligarchen mit Krieg einfach mehr zu verdienen ist."   Die Flüchtlingskrise aus integraler Sicht: Chance oder Endzeit ?

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