Bewertungen verfasst von Oliver Sorin
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Spannendes Buch
| Gesamt: | 3.4 | |
| Inhalt: | 4.0 | |
| Lerneffekt: | 3.0 | |
| Strukturierung: | 3.0 |
Michael A. Alexander präsentiert mit Stock Cycles – Why Stocks Wont Beat the Money Markets Over The Next Twenty Years ein gut recherchiertes und sauber gearbeitetes Werk zum Thema lange Wellen in den Aktienmärkten. Das Buch erschien im Jahr 2000 und prognostiziert den Burst der New Economy Bubble. Eine Leistung wenn man bedenkt, welch flächendeckende Euphorie zu dieser Zeit herrschte, in der Dowprognosen von 35.000 für das Jahr 2007 (siehe David Elias – Dow 40.000 Strategies For Profiting From The Greatest Bull Market in History) und 100.000 für 2020 (Charles W Kadlec – Dow 100.000 Fact or Fiction) nicht unüblich waren. Endlose Goldgräberstimmung und der Traum vom niemals endenden Wachstum und Reichtum für alle, als sichere Anzeichen für Hochpunkt einer Jahrhunderthausse.
Hier kommt nun also Alexander (aus der Pharmabranche!) und sagt entgegen dem Konsens der Ökonomen den Hochpunkt der Aktienmärkte für das Jahr 2000 voraus, mit massiven Rezessionsphasen während eines zwanzigjährigen Downcycle. Seine Argumentation unterlegt er mit statistischen Analysemethoden. Demnach stehen die Chancen für eine durchschnittliche Aktienjahresperformance von 20% zwischen 2000 und 20005 bei nur 4%. Er prognostiziert eine 75% Wahrscheinlichkeit für einen zwanzigjährigen Bear-Market. Seine Modelle basierend auf diversen ökonomischen Indikatoren, Inflation, Zinseffekte, usw. Alexander verzichtet auf vertiefende Statistik, das Buch ist fundiert, flüssig geschrieben und die Argumentationskette bleibt auch für Einsteiger leicht verständlich.
Er kommt zu dem Schluss, dass sich die Aktienmärkte in der langen Frist nicht an der Random Walk Hypothese, sondern an Long Term Cycles orientieren. Den Hochpunkt der Aktienmärkte setzt der mit dem Peak des laufenden Kondratieff Zyklus an, mit der New Economy und Information als Basisinnovation. Dem Kondratieff Zyklus und Basisinnovationen widmet er in weiterer Folge eigene Kapitel (5 und 6). Ab hier wird es auch für Leser, die sich für übergeordnete Zusammenhänge und integrale Modelle (Physik, Biologie, Psychologie, Ökonomie, Systemtheorie, Evolutionstheorie usw.) interessieren, spannender.
Der Titel Stock Cycles gibt natürlich Hoffnung auf ein flächendeckendes Werk, es ist jedoch kein Buch für technisch orientierte Zyklustheoretiker die auf Basis der Wellenmechanik arbeiten (wie Mesa, Spektralanalyseverfahren, Fourier Transformation usw.) noch für langfristig orientierte Elliott Waver. Jedoch empfehlenswert für Einsteiger und fortgeschrittene Forscher der Zyklusthematik, die sich für längerfristige Schwingungen in den Aktienmärkten und den ökonomischen Zusammen interessieren. Damit für Anleger und Long Term Investoren, als auch Trader die ihr Vermögen parken möchten, im Grunde ganz lesenswert.
Natürlich gibt das Thema des Buches „Stock Cycles“ sehr viel mehr her als uns Alexander verrät. Jede Zyklusanalyse die Kondratieff und Basisinnovationen miteinbezieht, führt unweigerlich zur Frage nach den globalen Zusammenhängen, die selbst physikalische, chemische, biologische und psychologische Organisationsebenen berühren muss. Alexanders Analyse der Aktienmärkte auf ihr zyklisches Verhalten beschränkt sich auf eine monetäre und realökonomische Umgebung und ist isoliert von anderen Einflussfaktoren. Die Entwicklung der Aktienmärkte verläuft aber nicht abgekoppelt von den evolutionären Entwicklungsprozessen. Wenngleich sich Alexander gegen Ende des Buches sichtlich darum bemüht, größere Zusammenhänge herauszuarbeiten, physikalische, systemtheoretische, sozialtheoretische Elemente sowie integrale Modelle mit Bewusstseinsstufen (z.B. Gebser, integral-aperspektivische Zeitalter), transpersonal astrologisch-psychologische Modelle (z.B. Jung, Assagiolli, Grof, Riemann) oder integrale Evolutionsmodelle (z.B. Wilber, Holontheorie und Vier Quadrantenmodell) bleiben gänzlich von seinem Blick verschont und können nicht den Überlegungshorizont hineinfließen. Daher bleibt uns Alexander sein versprechen aus dem Untertitel, nämlich einen tieferes Verständnis des Bear-Market und der zyklischen Aktienmarktschwingungen allgemein, zu vermitteln, schuldig.
Seine Perspektive erfasst nicht die natürliche Harmonien von Zahlen, Geometrie und Musik (z.B. Global Scaling Theorie), noch bezieht sie tiefere wellenmechanische, zyklustheoretische Aspekte, noch astronomische (z.B. Platonische Zyklen) oder astrologische Überlegungen mit ein, und ist daher für fortgeschrittene Gann Theoretiker kaum von Interesse.
Buch Erfahrungen
| Positive Punkte | Interssant geschrieben, Interessanter Ansatz |
| Negative Punkte | Kein Buch über professionelle Zyklusanalyse. Technische Kenntnisse über fortgeschrittene Zyklusanalyse fehlen |
| Produkt ist empfehlenswert | Ja |
Nicht notwendig
| Gesamt: | 1.4 | |
| Inhalt: | 1.0 | |
| Lerneffekt: | 1.0 | |
| Strukturierung: | 3.0 |
George Angells Buch erzählt kurz und oberflächlich über das Daytrading. Das Gesagte trifft zwar zu, nach fixen Strategien sucht man jedoch vergebens. Fazit: Muss man nicht gelesen haben.
Buch Erfahrungen
| Positive Punkte | Die Informationen sind zumindest nicht falsch. |
| Negative Punkte | Wertloser Inhalt |
| Produkt ist empfehlenswert | Nein |
Oberflächliches Buch übers Daytrading
| Gesamt: | 2.2 | |
| Inhalt: | 2.0 | |
| Lerneffekt: | 2.0 | |
| Strukturierung: | 3.0 |
Abells Ziel mit dem Buch ein umfassendes Manual zum Thema Day Trading abzufassen (laut Vorwort) misslingt vollkommen. Zum einen berührt der Autor lediglich den Aktienhandel (kein Forexhandel, keine Futures, Optionen oder andere Derivate), zum anderen fehlt dem Werk jegliche Breite und Tiefe. Zu Beginn stehen einige Hintergrundinformationen zur Entwicklung des digitalen Trading, wie strukturelle Revolution, dann einige Kommentare über SOES, Den’s und andere technische Hintergründe wie Orderrouting Level II usw. Es folgt das Thema Psychologie, das wie zu befürchten, in einer groben Aufzählung von Traderweisheiten endet. Ein psychologischer Background scheint zu fehlen. Abell versucht erst gar nicht tiefer in die Psyche des Traders einzudringen. Nach dem standardisierten Schema für diese Art von Büchern folgend, werden unprofessionelle Kommentare über Traderpsychologie aufgezählt und dem Leser als letzte Wahrheit verkauft. Abell verwechselt seine persönlichen Erfahrungen und Meinung mit absolutem Wissen und vermittelt sie dem Leser als unumstößliche Wahrheit über professionelles Day Trading.
Wenngleich die Einleitung des Buches noch einigermaßen Hoffnung auf ein sinnvolles Werk aufkommen lässt, mit den darauf folgenden, deplatzierten Interviews (gehören wenn überhaupt dann in den Anhang), wird diese endgültig zerstört. Anstatt eine schlüssige Handelsstrategie vorzustellen, folgt allgemeines Gelaber über technische Analyse und Trendidentifizierung. Themenbereiche Psychologie und Handelsstrategie sind auch in weiterer Folge nicht voneinander differenziert und verschmelzen zu einer chaotischen Ansammlung von Binsenweisheiten. Ab Seite 107 wird die Digital Day Trading Method behandelt, mit einer Reihe von Charts ohne weitere Erklärungen. Es dürfte sich um einen wirren Handelsplan, bestehend aus Trendlinien, Pattern Recognition, Inside Days, Outside Days und Breskot Days handeln. Da keine Handelsregeln definiert werden, bleibt dies im Dunkeln. Keine Backtests die den Erfolg der Strategie untersuchen, oder Stärken und Schwächen des Ansatzes über verschiede Märkte analysieren. Der Themenbereich Moneymanagement wird zur Sicherheit vollkommen ausgelassen.
Fazit: Als Einstieg vielleicht brauchbar, für professionelles Day Trading ungeeignet.
Buch Erfahrungen
| Positive Punkte | Sehr einfach gehalten |
| Negative Punkte | Keine wertvollen Informationen zu finden |
| Produkt ist empfehlenswert | Nein |
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