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Rückblick:
Die letzte Analyse fand am 5.10.2017 statt. Zwar hat der Eurostoxx nach der letzten Analyse die erwartete Korrektur vollzogen, das Mindestziel 3532 wurde allerdings nicht ganz erreicht. Stattdessen hat der Index bei 3580 gedreht und den Aufwärstrend frühzeitig fortgesetzt. Viel wichtiger war allerdings, das 3476 nicht unterschritten wurde und damit der Aufwärtstrend zu keiner Zeit in Gefahr war. Es hieß hier einfach long laufen lassen.

Prognose:
Das Aufwärtsmomentum bleibt erhalten, solange 3623 nicht unterschritten wird. Ein Bruch der Marke verlängert die Abwärtswelle bis mindestens 3577. Spätestens bei 3540 sollte der Index wieder nach oben drehen. Sollte 3476 unterschritten werden, würden dies einen Test von 3363 wahrscheinlich machen.

Fazit:
Weiter long, solange 3623 nicht unterschritten wird. Doch Vorsicht ist angebracht.
Wir müssen eine größere Korrektur einrechnen. Ein Bruch von 3623 würde weitere Schwäche bis 3577 erwarten lassen. 

Eurostoxx 4 Stunden Chart (vergrößern)

Rückblick:
Der Eurostoxx hat nach der letzten Analyse  vom 07.09.2017 3363 nicht unterschritten und damit den Aufwärtstrend fortgesetzt. Wir lagen mit der Einschätzung richtig, dass 3400 nicht mehr unterschritten wurde und der Index eine dynamische Aufwärtswelle vollzogen hat. 

Prognose:
Wir müssen uns im Bereich um 3640 auf den Start einer Korrekturwelle vorbereiten, die mindestens 3532 erreichen wird. Sie sollte ihr Ende spätestens bei 3476 finden. Nach dem Absschluss der Korrektur erwarten wir eine weitere dynamische Aufwärtswelle in Richtung 3657. 

Das langfristige Szenario bleibt unverändert. (link)

Eurostoxx 60 Minuten Chart (vergrößern)

Wer unsere Analysen verfolgt, weiß,  dass wir für den zeitlichen Bereich um Herbst  2017 den Start von turbulenteren Zeiten erwarten. Speziell in den Aktienmärkten könnte hier ein längerfristiger Hochbildungsprozess einsetzten. Vor allem die europäischen Aktienmärkte werden davon zuerst betroffen sein. 

Es gibt kaum einen Index, der aus strukturtechnischer Sicht diese Einschätzung besser bestätigen könnte, als den Eurostoxx 50. Dieser Index hält sich seit dem Tief vom Jahre 2009 sehr exakt an den Fahrplan einer korrektiven Aufwärtsbewegung, die zumindest unserer Einschätzung nach, spätestens im Herbst 2017 sehr wahrscheinlich an ihre äußeren Ausdehnungsgrenzen gelangen wird.

Sehen wir uns den Index im langfristigen Bild an:
Wie bereits oben erwähnt, zeigt die gesamte Welle seit dem Tief vom März 2009 bei 1765 einen deutlich korrektiven Charakter, die spätestens bei 4550 ihr Ende finden muss(!). Ein Bruch von 4550 würde dieses Strukturszenario neutralisieren und den Alternativcount als neues Primärszenarion aktivieren, auf den wir an dieser Stelle nicht eingehen wollen. 
Die langfristige Einschätzung lässt sich noch weiter präzisieren. Auch ein Bruch von 4190 würde die Wahrscheinlichkeit für die Struktur gestrichelt rot sehr stark vermindern. Ein Bruch von 4190 würde einen Hinweis geben, dass mit dem prognostizierten Szeanrio etwas nicht stimmt. Aber ein Bruch von 4190 würde das Szenario noch nicht vollkommen neutralisieren. 
Sollte  4190 nicht überschritten werden, können wir mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass nach Abschluss von gestrichelt rot, mindestens 2600 erreicht wird (gestrichelt blau).  Der Weg dorthin könnte sehr dynamisch ausfallen und panikgeladene Episoden beinhalten. 

Eurostoxx50 Wochenchart (Hier clicken zum Vergrößern)


Kurzfristiges Bild:
Es besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür, dass die laufende Korrekturbewegung seit dem 08.05.2017 vom Hoch 3666 die Marke 3380 nicht unterschreiten wird, und der Eurostoxx bereits vorher wieder in Richtung des langfristigen Kursziels 3800 drehen wird. Das ist eine grobe Einschätzung. Doch auch diese Aussage lässt sich präzisieren.  Solange 3380 nicht unterschritten wird, ist ein Bruch von 3504 ein bullishes Signal, das einen Test von 3541 wahrscheinlich macht. Ein Bruch von 3541 aktiviert eine Bewegung in Richtung 3666. Sollte 3666 überschritten werden, rechnen wir mit einem dynamischen Kursschub in den Zielbreich 3800. Zwischen 3800 und 4190 muss dann mit der Ausformung des langfristigen Hochs gerechnet werden. Sollte 3380 unterschritten werden, wird das kurzfristige Primärszenario mit dem bullischen Kaufsignal neutralisiert. In diesem Fall müssten wir in der nächsten Analyse den Alternativcount besprechen.

Eurostoxx Tageschart (Hier klicken zum Vergrößern)


FAZIT:
Long, wenn 3380 nicht unterschritten wird und 3541 durchbrochen wird. Stop Loss 3379 und Kursziel im Bereich 3800-4100, wobei dieser Zielbereich in Abhängigkeit zur strukturellen Ausgestaltung der  blauen Aufwärtswelle kontinuierlich angepasst werden muss. Zeitlich kann zum Erreichen des Zielbereichs der Herbst 2017 ins Auge gefasst werden. 

Sollte sich die  langfristige Struktur (fett gestrichelt rot) im Wochenchart bestätigen und die von uns definierten langfristigen Triggermarken eingehalten werden (4550 wird nicht mehr überschritten, jedoch mindestens 3800 von der blauen Aufwärtswelle erreicht) wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Bärenmarkt einleiten, der bis 2022 gehen könnte.

Das bärische Langfristszenario lässt Verlustpotentiale offen, die jenseit der Vorstellungskraft der meisten Marktteilnehmer liegen. Fundamental betrachtet, könnte dies bis 2022 das Ende der herrschenden Wirtschaftsordnung, wie wir sie seit 1944 kennen, nach sich ziehen. Ob dieses Worst Case Szenario tatsächlich eintritt, kann wie immer, nur durch die laufende Aktivierung der strukturtechnischen Triggermarken bestätigt werden. 

Rückblick:
Das Longsignal der letzten Analyse vom 22.07.2017 wurde nicht aktiviert. 3541 wurde nicht überschritten, jedoch 3380 unterschritten, womit das Longsignal neutralisiert wurde. Der Eurostoxx hat eine komplexe und sehr trickreiche Korrekturformation ausgeformt, die weit über die Mindestziele hinausgegangen ist.

Eurostoxx 2Std Chart (vergrößern)


Prognose kurzfristig:
Die Korrektur ging also in die Verlängerung und hat 3380 doch noch unterschritten. Ist sie damit ausgereizt oder besteht weiteres Verlustpotential? 
Wir gehen davon aus, dass die gesamte Struktur mit Start vom 8.5.2017 beendet wurde und der Eurostoxx jetzt das bullsiche Langfristszenario vollziehen wird.  Diese Einschätzung bleibt gültig, solange 3363 nicht unterschritten wird. Ein Bruch von 3363 würde das bullische Szenario neutralisieren und weitere Kursverluste wahrscheinlich machen. Man muss also auch als Bulle zwischenzeitlich noch Rückschläge bis 3363 einrechnen, was für kurzfristige Trader ein zu hohes Einstiegsrisiko vom derzeitigen Kursniveau darstellt.  Sollte die bullische Einschätzung Gültigkeit besitzen, ist es jedoch recht unwahrscheinlich, dass wir 3400 nochmals unterschreiten würden.
Wo liegen also günstige Reward/Risk Einstiegspunkt? Ideal wäre noch ein Pullback in den Bereich um 3380, doch es ist ungewiss, ob wir den noch bekommen. Sollte 3422 nicht mehr unterschritten werden, stattdessen 3488 überschritten werden, wäre dies ein sehr bullisches Signal, das einen weiteren Pullback in Richtung 3380 sehr unwahrscheinlich macht. In diesem Fall müsste man als Bulle den Trend nachjagen und innerhalb des Aufwärstrends nach günstigen Einstiegskursen suchen.

Eurostoxx Stundenchart (vergrößern)

Prognose langfristig:
Die langfristige Prognose der letzten Analyse bleibt gültig, nur dass sich die zeitliche Einschätzungen nach hinten verschieben. Kursziele und Triggermarken bleiben unverändert.