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Glossar

Perfect-Trader.com verwendet Begriffe und Definitionen aus der Integralen Theorie von Ken Wilber und Spiral Dynamics von Don Beck. Das Glossar bietet kurze Erklärungen zu einigen von diesen Begriffen. 


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Das Ödland (Systemland):

Das Ödland ist die reduzierte Welt des Materialismus, die nur durch empirische Daten nachzuweisen ist. Der  wissenschaftliche Forschungsstand ist beherrscht von reduktionistisch– atomistischen Gedankenmodellen. Kennzeichen der präholistische Konzeptionierung der Realität:  Unterentwickelte interdisziplinäre Forschung .Physik, Biologie und  Genetik sind von streng mechanischen Vorstellungen geprägt. Naturwissenschaft und Religion sind streng von einander differenziert, doch statt einer Integration der Teile, driften sie immer weiter auseinander und ergeben für einander keinen Sinn mehr.  

Das Universum ist eine  ausgeklügelte Maschine, die von der Wissenschaft eines Tages voll enträtselt sein wirdDer Mensch ist ein unbedeutender Teil in diesem großen Uhrwerk. Der Erkenntnisstand über die physikalische, chemische und biologische Ebene beeinflusst stark die kulturelle Ebene. Das Universum und die Existenz haben keinen  tieferen sind Sinn und sind geleitet von zufälligen Ereignissen. Das Leben des Menschen ist ein Kampf nach dem neodarwinistischen Grundsatz des Survival of the fittest. Rücksichtslosigkeit und unmoralisches Verhalten im Wirtschaftsleben wird weitgehend toleriert: „ Man muss eben sehen wo man bleibt und sich nehmen, was man bekommt. Jeder ist  auf sich gestellt und selbst der nächste.“  

Der kognitive Entwicklungsstand des Kollektivs  ist rational, der moralische Entwicklungsstand ist konventionell (soziozentrisch, ethnozentrisch, ist an eigenen Stamm, an eine Rasse, oder Gesellschaft gebunden).  Logik, Technik und egoistische Durchsetzungskraft sind deshalb vergleichsweise dominant, Moral,  Ethik und universales Mitgefühl sind vergleichsweise rezessiv. Emotionen sind  unbedeutende, oder sogar störende Nebenprodukte der chemischen Suppe im Gehirn. Die Folge sind kapitalistisch organisierte Gesellschaftssysteme mit hoher Effizienz und einem hohem Grad der Systematisierung und Institutionalisierung des Alltages. Flüchtiges Glück ist im Diesseits vor allem durch materiellen Überfluss und Anerkennung von einer breiten Masse realisierbar. Es gibt keine Seele, kein Leben nach dem Tod, keine metaphysischen Kräfte und damit auch keine authentische Spiritualität. Für den entseelten Menschen gibt es hier keine Möglichkeit zur Transzendenz. Das Ödland ist zweidimensional, es gibt keine vertikalen Evolutionsaufstieg des Bewusstseins durch Transformation und Integration(siehe auch zweidimensionales Flachland bei Ken Wilber). Religion und spirituelle Schriften sind das Produkt unterentwickelter Kulturen und  beherbergen  keinen tieferen Erkenntnisgehalt. Allein die industrialisierte Welt hat erstmals in der Menschheitsgeschichte den Schlüssel zur Wahrheit gefunden. Transpersonale Erfahrungen  sind pathologische Anzeichen oder  Symptome schwerer Geistesstörungen, die klinischer Behandlung bedürfen. Spirituelle Schriften des Altertums (z.B. Philosophia Perennis) und die  Modelle von Sri Aurobindo, Nagarjuna,  Jesus, Buddha und anderen Heiligen und Weisen sind bestenfalls  infantile Projekte zur Flucht aus der unerträglichen Trostlosigkeit der limitieren menschlichen Existenz. Eher aber sind sie  die Wahnvorstellungen von Psychotikern und Geisteskranken.

Siehe auch:

Das Wunderland

Weihnachten im Wunderland

Das Orange Programm

Philosophia Perennis

Das Wunderland

Der  naturwissenschaftliche Materialismus des Ödlandes kann im Chaos der Atome weder Sinn noch Ziel erkennen. Der Mensch besitzt darin weder Ursache noch  Bestimmung, die  Existenz wird für ihn     zu einem unerträglichen und absurdes Treiben des Zufalls. Das Ego versucht die Sinnlosigkeit seines Daseins  mit  äußerem Überfluss zu ersticken. Das im Ödland gefangene Individuum ist beständig darum bemüht, die Unerträglichkeit seiner Gegenwart mit äußeren Zerstreuungen, mit Entertainment und mit Spaßexzessen zu vergessen.

Damit ist das Fundament für das Wunderland gelegt. Seine  Konstruktion  ist die logische Konsequenz des Menschen auf der rationalen Entwicklungsstufe, der im atomistisch reduktionstischen Weltbild gefangen ist. Es ist der neometaphysische Fluchtraum des Menschen, dem die Seele zwar genommen wurde,  der  aber dennoch von unbewussten spirituellen Bedürfnissen nach Selbsttranszendenz  getrieben ist und dessen Befriedigung in der Welt sucht.

Im Wunderland können wir den Schmerz unserer limitierten und sinnlosen Existenz durch materiellen Besitz auf magische Weise wegzaubern. Zur Schau getragene Statussymbole fördern  die Anerkennung  der Masse  und sind damit in der Lage, das gequälte Ego temporär wieder aufzubauen. Je weiter wir in das Wunderland eindringen, und je mehr  wir uns seiner Magie hingeben, desto besser können wir das Leid unseres  elenden Daseins lindern. Selbst den Tod können wir dann vergessen. Auf diese Weise flüchtet sich das Individuum noch tiefer in seine Scheinrealität und verliert jede Chance, das Konstrukt seines Schutzpanzers zu durchschauen.  Es verliert durch seine diesseitige Fixierung jeglichen Kontakt zur spirituellen Sphäre, und verirrt sich womöglich in Aggression, Zynismus, innerer Leerer oder  Depression. Wenn die Illusion des Wunderlandes zerbricht, bleibt davon nichts übrig, als der ausufernde Kapitalismus, Profitmaximierung, Konkurrenzdenken und Egoismus. Es ist der Trümmerhaufen einer Scheinwelt, an dem immer mehr Menschen zerschellen.

Das Wunderland ist gefüllt von materiellen Surrogaten wie  Luxus und Entertainment, die die mangelnde Bewusstseinsevolution kompensieren sollen. Damit ist es unter der eisernen Herrschaft des Konsums. Wir betreten hier das Königreich des Marketings. Seine Stadthalter sind die Regierungen und Großkonzerne, seine Schreiberlinge sind CNN, Wallstreet Journal, Castingshows,  Vogue und Mens Health. Seine  Advokaten sind die newton-kartesianische Physik, der Neodarwinismus und der Empirismus. Das sind die drei unangefochtenen  Autoritäten, die allein im Besitzt der Wahrheit sind. Die Priester dieser Scheinwelt tummeln sich in Gestalt von Brangelina,  Tomcat, Lady Gaga, Zuckerberg und Warren Buffet herum. Die  Knechte und Bauern sind die Möchtegern Models, Schauspieler,  Investmentbanker, Manager und all die anderen Milliarden Naivlinge, die ewig  an ihren Aufstieg im System und dem erhofften Glück im Reichtum glauben. Sie bilden freiwillig die gehorsame Armee, die blind dem Schlachtruf des Königs folgt.

Für den Einzelnen scheint das Ziel des erhofften Plenums zwar ein Leben lang in greifbarer Nähe zu sein, dennoch entzieht es sich stets geschickt der Realisation. Die arbeitsamen Untertanen sind die Narren der proklamierten freien Marktwirtschaft, die glauben, dass Modell des Neoliberalismus und seine Derivate kennen keine Formen des Marktversagen. Während sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen,  zirkuliert das Kapital sicher im Kreis der Stadthalter, die zugleich Großbesitzer  des institutionellen Regelwerks sind. Wahre Marktmacht befindet sich in der Hand weniger, hinter der Fassade der Demokratie leiten sie das Spiel nach ihren Bedürfnissen.  

Der gesamte American Way of Living basiert auf der Konstruktion des Wunderlandes. Die  pathologische Entwicklung unseres ökonomischen Systems folgt dem Trugbild des Wunderlandes, dass Glück und innere Zufriedenheit durch die Höhe des Einkommens determiniert sind. Generationen quälen sich durch eine Existenz in Demütigung, vegetieren als Bürosklaven dahin und schuften rund um die Uhr für ihren erhofften Aufstieg. Sie sammeln sich zu den Füßen der Stadthalter wie Motten um das Licht, werden von Zeit zu Zeit mit ein paar Brocken bei Laune gehalten, oder von Antidepressiva betäubt,  um am Wochenende wieder in die Shoppingtempel zu strömen und ihren Glauben zu erneuern.

Trotz seiner offensichtlichen Konstruktionsschwächen ist das Leitbild des Wunderlandes stark genug, um die Hoffnung der Untertanen auf Erleuchtung und Vollkommenheit  aufrecht zu erhalten, ungeachtet aller Demütigungen, die sie im Alltag ertragen müssen. Es ist die letzte Bastion des Egos, um im Ödland Orientierung finden zu können, und wird als solche um jeden Preis verteidigt.  

Von Zeit zu Zeit melden Randgruppen mitunter heftigen Widerstand gegen das vorherrschende Paradigma an. Sie können die Lüge des Wunderlandes nicht mehr ertragen, oft haben die Demütigungen des Systems starke Aggressionen in ihnen aufgestaut. Regressive Tendenzen, die den Ausbruch aus dem Wunderland oder dessen Vernichtung zum Ziel haben, äußern sich in vielfältigen Formen, und können mitunter auch stark aggressive Elemente beinhalten. Der Hass auf das Wunderland kann sich im Fundamentalismus entladen, dessen Ziel die ultimative Einebnung  des  gesamten Apparates darstellt.  Auch Strömungen wie der christliche Fundamentalismus folgen dem missionarischen Auftrag und führen einen mittelalterlichen Kreuzzug gegen alles Unheilige, das sich im Wunderland tummelt.  Kreationisten  und Intelligent Design Anhänger verteidigen ihre Überzeugungen einer intelligenten Schöpfung und schütten Schmutzparolen über die verteufelten Darwinisten, die an der Konstruktion des Ödlandes beteiligt waren. Globalisierungsgegner entladen regelmäßig  ihren aufgestauten Zorn in den Straßenschlachten der  verhassten G8Treffen, während die Stadthalter in ihren Elfenbeintürmen weiter an der Verfeinerung des kapitalistischen Wunderlandsystems tüfteln. Doch all diese Bemühungen scheinen vergebens, denn für  rationale Gesellschaftsysteme gibt aus dem Wunderland wohl kein entkommen, solange transpersonale  Evolutionsstufen als pathologische Erscheinungsformen gelten.

 

Siehe auch:

Weihnachten im Wunderland

Das Ödland

Das Orange Programm

Philosophia Perennis

Die Ruhe vor dem Sturm

Das orange Programm:

Synonym für die Summe der menschlichen Handlungen im Ödland und unter dem Trugbild des  Wunderlandes. Das  orange Programm ist die Überlebensstrategie des Menschen im atomistisch-randomisierten Weltbild. Kennzeichen sind:  empiristisch, logisch-deduktiv, hochentwickelte Rationalität und Problemlösungsfähigkeiten, vergleichsweise unterentwickelte emotionale Einfühlsamkeit. Das Moralsystem umfasst nicht universales Mitgefühl. Logik, Technik und egoistische Durchsetzungskraft sind deshalb vergleichsweise dominant, Moral  und  Mitgefühl sind vergleichsweise rezessiv. Streben nach Macht und Reichtum, geprägt von Eitelkeit, Selbstgeltungsbedürfnis, egozentriert und hohes Konkurrenzdenken. Materieller Überfluss und äußere Surrogaten dienen als Ersatz für fehlende Selbsttranszendenz und mangelnde spirituelle Bewusstseinsevolution.

Orange Programme sind im Interesse ihrer eigenen Existenz darum bemüht, um jeden Preis das empiristisch-materialistische Weltbild zu verteidigen. Für dieses Ziel gehen sie auch die Kosten eines hohen pathologischen Entwicklungspotenzials ein und schrecken auch vor skurrilen Interpretationen der Umwelt und der Schaffung  grotesker Systeme nicht zurück. Die empirische Fokussierung  erlaubt es ihnen, Prozesse Schritt für Schritt zu zerlegen und zu analysieren. Wir verdanken orangen Programmen  viel:  Unsere Befreiung aus der mythischen Vorherschaft der Kirche, die Differenzierung von Naturwissenschaft und Religion, die Industrialisierung, den technischen Fortschritt, die Systemtheorie und unsere moderne Ökonomie mit seiner hohen Produktionseffizient. Orange Programme schaffen eine Vielfalt neuer Systeme (die endlose Vielfalt der globalen Märkte, neue kulturelle Phänomene, neue Formen der Kunst) zugleich gehen auch alte Systeme  verloren (z.B. Verlust der Biodiversität im Zuge der orangen Vorherschaft des Menschen). Damit sind orange Programme ein Teil des gesamtevolutionären Prozesses, mit dem das universal kreative Prinzip arbeitet, um sich in der Welt zu entfalten.

Orange Programme sind nicht auf die sozial-kulturelle Ebene beschränkt, sie laufen auch in der physikalischen und biologischen Forschung ab und selbst die Philosophie kann sich ihrer Anziehungskraft seit  Jahrzehnten nicht entziehen. Widersprüche, die im Zuge der  Modellkonstruktionen ans Licht treten,  und nicht mit der Realität vereinbar sind, wie beispielsweise in der Physik(z.B.  Gravitationsanomalien, Dunkle Materie), in der Biologie, Genetik (nutzlose Introns der DNA),  oder in der Mathematik (z.B. Gödelsche Unvollständigkeitstheorem),  werden im orangen Programm solange wie möglich ignoriert, um den Zusammenbruch des empirisch-materialistische Paradigmas zu verhindern

Einmal aktiv, laufen orange Programme mit zufriedenstellender Stabilität. Wenn die Vorhersagen ihrer Modelle nicht mit der Realität übereinstimmen, wird nach schrittweisen Anpassungen gesucht, ohne das orange Paradigma zu verändern. Wiedersprüche und Paradoxien, die nach und nach auftreten und auf integrale Anomalien des Programmes hindeuten, werden so lange wie möglich ignoriert, oder durch Anpassung der Axiome und Hypothese wieder mit dem orangen Modell vereinbar gemacht. (Kuhn)

Orange Programme sind erfinderisch, um ihre Existenz zu verteidigen. Sie umgeben uns überall, doch  am offensichtlichsten wird ihre Wirkungsweise an den Auswüchsen des ökonomischen Systems. Die heutige Form der komplexen Marktwirtschaft ist ein fein auskonstruiertes oranges Programm und es ist überhaupt fraglich, ob globale Märkte mit einem andersfarbigen Bios funktionieren können.  Bislang fehlt uns weitgehend die Vorstellung dafür, wie eine globalisierte Marktwirtschaft auf Basis eines türkisen Grundprogramms aussehen könnte. Dennoch ist die pathologische Entwicklung zum Turbokapitalismus und die Sinnkrise der westlichen Gesellschaft  auf zuviel orange im Programm zurückzuführen.

Die ultimative Kennzahl, mit der das orange Projekt seinen Gesamterfolg misst, ist das jährliche Wachstum des Brutto Inland Produktes. Obwohl empirisch schon lange nachgewiesen ist, dass mit dem wachsenden BIP das subjektiv gefühlte Glück der Bürger nicht zunimmt, arbeitet die orange Maschinerie weiterhin auf Hochtouren, um unter gewaltigen Opportunitätskosten, diese eine Kennzahl  weiter zu pushen.  Der Glaube, den Zustand der Vollkommenheit im Materialismus zu realisieren, ist dem orangen Programm nicht zu nehmen. Alle Bekehrungsversuche werden einfach ignoriert.

Doch die Probleme, auf die orange Programme in der Ökonomie stoßen, sind vielfältiger: Die hohe Komplexität der anonymisierten Märkte macht einen ebenso hohen Institutionalisierungsgrad notwendig, der die egoistisch-materialistische Fokussierung und die fehlenden ethisch-moralischen Konventionen des orangen Bios kompensieren muss.  (Um innerhalb des  Vier Quadranten Modell von Ken Wilber  zu argumentieren: Es kommt im Zuge der ökonomischen Entwicklung zu einer Disharmonie zwischen den informellen Institutionen im dritten Quadranten und den formellen Institutionen im vierten Quadranten. Sie dazu auch Ansätze einer Integralen Wirtschaftspolitik.)

Doch mit zunehmender Komplexität der Märkte (vor allem der Finanzmärkte) kommt der notwendige formelle Institutionalisierungsgrad der Entwicklungsdynamik des Wirtschaftssystems nicht mehr hinterher. Die institutionelle Wirtschaftspolitik, die immer neue Formen des Marktversagens und immer stärkere Boom Burst Sequenzen glätten soll, hinkt ständig der Entwicklung der Märkte hinterher. Das Resultat:  Von Zeit zu Zeit offenbart sich die Instabilität des ökonomischen Systems unter dem orangen Programm (z.B. Wirtschaftskrisen ausgelöst durch mangelnde Regulierung der Märkte).  Mit zunehmenden Amplituden der Boom Burst Sequenzen verschärft sich auch die Intensität der Krisen, solange, bis der kritische Punkt im Schwingungsprozess überschritten wird und das System zerfällt.

Selbst eine Weltregierung, die das institutionelle Framework global abstimmt, wird kaum in der Lage sein, mit einem formellen Regelapparat der Komplexität zukünftiger Finanzmärkte gerecht zu werden. Dies wird eines Tages womöglich den Untergang des orangen Programmes besiegeln und  ein postorangen Bios der Marktwirtschaft und der globalisierten Gesellschaft als Ganzes erfordern.

Orange Programme sind relativ tolerant gegenüber dem Andersartigen und Fremden, solange diese nicht spezielle Kennzeichen aufweisen, aber sie haben ein großes Feindbild, gegen das sie mit aller Entschiedenheit vorgehen. Alles Magische, Mythische, Esoterische, Metaphysische, Spirituelle oder Mystische ist ihnen ein Horror. Kurz: Alles, das empirisch nicht nachweisbar ist, oder der Fratze der Pseudowissenschaft ähnelt, kommt sofort auf die Black List. Sobald auch nur geringste Anzeichen dafür vorliegen, wird das Andersartige sofort als feindlicher Virus identifiziert. Große Vorsicht ist geboten, denn wenn sich dieser Virus im Bewusstsein der Menschen verbreitet hat, lässt er sich kaum mehr löschen. Orange Programme sind ständig auf der Lauer nach dem Virus, und sie vermuten seine  Spitzel  an jeder Ecke. Sie reagieren fast psychotisch, wenn sie eine Fährte wittern, und ziehen sofort alle Register der Kriegsführung, um den Feind im Keim zu ersticken.

Diese Furcht ist nicht unbegründet. Zum einen ist das orange Programm in ständiger Angst, die eigene Existenz zu Gunsten eines virenhaften Konkurrenzprogrammes zu verlieren. Doch die Urangst vor dem Feind geht viel weiter zurück und liegt tief in den bestialischen Taten der magischen Gesellschaften (z.B. Menschenopfer) und den Gräueltaten des mythischen Mittelalters verwurzelt.

Aus panischer Furcht vor der neuerlichen Herrschaft des metaphysischen Feindes, hat sich das orange Programm in eine Psychose verrannt. Mit der Waffe des Empirismus gelang es zwar den Teufel samt seiner Wurzeln auszurotten, zugleich wurde uns Menschen auch die Seele aus dem Leib torpediert und damit jede Hoffnung auf Transzendenz und Transpersonale Evolution. Der systeminterne Fehler im orangen Programm hat uns in die kalte Welt des Materialismus geführt.  Nun irren wir planlos und zerrissen umher, gefangen in der Schizophrenie zwischen dem Ödland und dem Wunderland.

Das orange Programm: Siehe auch Atman Projekt bei Ken Wilber, orange Meme im Spiral Dynamics System.

 

Siehe auch:

Weihnachten im Wunderland

Das Ödland

Philosophia Perennis

Transpersonale Psychologie

Die Ruhe vor dem Sturm