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Wir waren in der letzten Eur/Usd Prognose bärisch und haben die Fortsetzung des Abwärtstrends nach unten erwartet. Wie prognostiziert, hat der Bruch von 1,1079 den Euro in Richtung 1,06 geschickt. Man muss jetzt eine weitere Erholungswelle einrechnen, die maximal bis 21.12.2015 laufen sollte. Danach wird sich der Euro mit hoher Wahrscheinlichkeit in Richtung Parität zum Dollar aufmachen. Ein Bruch von 1,046 würde diese Vermutung weiter bestätigen. Die Schwäche dürfte bis März 2016 anhalten.

Draghi hat diese Woche mal wieder klar gestellt, dass die EZB alles daran setzen wird, um die deflationären Tendenzen (die sich als Folge der von Deutschland diktierten Sparpolitik weiter verschärft haben) zu bekämpfen. Während der Euro durch die Meldung stark unter Druck kam, beflügelte sie den Dax natürlich wieder in Richtung Allzeithochs. Dieser Wahnsinn wird sich fortsetzen und die Blasenbildung weiter begünstigen. Wer sich mit unseren  Beitragen beschäftigt, weiß spätestens seit 2013, dass es für die EZB aus der ultralockeren Geldpolitik keinen Ausweg mehr gibt. Es ist die einzige Möglichkeit, die Fassade einer halbwegs intakten Ökonomie noch künstlich aufrecht zu erhalten. Ohne die Notmaßnahmen Draghis, wäre das Währungssystem wohl schon zerbrochen. Doch irgendwann geht auch der EZB das Pulver aus. Da es kaum Bestrebungen gibt, die Fehlentwicklungen im Euro Währungssystem auszugleichen (asymmetrische Geld- und Fiskalpolitik, hohe nord-süd Wettbewerbsdifferentiale der Euro-Länder), steht uns der Supergau erst noch bevor.

Wir halten es weiterhin für unwahrscheinlich, dass 2020 das Euro Währungssystem noch exisiteren wird. Zumindest nicht in der Form, wie wir es jetzt kennen, mit den wettbewerbsschwachen (Süd)ländern an Board. Die einzige ökonomische Alternative zum Exit der PIGS Staaten wäre eine zentralisierte Fiskalpolitik. Doch die Stärkung und Radikalisierung der linken und rechten Flügel in einigen Euroländern, zuletzt durch die Flüchtlingskrise noch verschärft, wird eine politische Einigung zu Gunsten der Einheitswährung (und der europäischen Integration) nicht gerade erleichtern. 2017 sind in Frankreich Wahlen und Umfragen geben Le Pen jetzt schon große Chancen. Dann wär da noch das Brexit Referendum, das auch für 2017 angekündigt ist. Kann man sich ausmalen, wie das Märchen enden wird. Zum Glück liefert Amerika schonmal verdeckt Waffen in den Osten Europas.....

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