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Dax 08.05.2014 

 Die Seitwärtsbewegung steht vor ihrer Auflösung. Bislang müssen wir dem bullischen Ausbruchsszenario noch die höhere Wahrscheinlichkeit beimessen

 Chartanalysen Dax

Die westlichen Systemmedien verfolgen eine sehr einseitig geprägte Berichterstattung zur  Krise in der Ukraine.  Damit tragen sie zu der Gefährdung des Friedens in Europa bei. Um der deutschsprachigen Bevölkerung einen integralen Blickwinkel auf die Geschehnisse zu ermöglichen, ist eine kritischere Berichterstattung dringend notwendig.  Deshalb unterstützen wir die Petition "Russia Today  auf Deutsch". Russia Today hat sich unserer Ansicht nach  als kompetenter Nachrichtenkanal bewiesen, der entgegen westlicher Diffamierungsversuche, weit mehr ist, als ein Propagandarohr der russischen Oligarchie

Wir hatten bereits im Sommer 2013 prognostiziert, dass die Amplitude des  Kriegszyklus für das Jahr 2014 zunimmt.  Mit der Ukraine Krise steht das Kriegsszenario plötzlich vor unserer Haustüre.  Vor allem in Hinblick auf das Crash gefährdete Finanzsystem und mit  den historischen Schuldenständen der Staatenwerden die Risiken für Eskalationen immer größer:

Die zunehmende Vermögenskonzentration in der Hand einer  psychisch kranken Elite. Die Unterwanderung der demokratischen Selbstregulationssysteme  durch  die Bankenmafia und Großkonzerne. Verbrecherische Geheimdienste, die die gesamte Welt in Gefangenschaft nehmen. Korrumpierte Systemmedien, die das kriminielle Geflecht aus politischen und wirtschaftlichen Interessengruppen decken.

All das deutet auf zunehmende Volatilität im System hin.  Und dann ist da noch der selbstzerstörerische Kurs der orangen Lifestyle Monokultur, der nicht nur die westliche Gesellschaft, sondern den gesamten Planten in den Burnout geführt hat. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zu den Artikeln:

 

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Schön langsam wird klar, welche Bedeutung die U.S. Kriegsschiffe für die angebliche  "Sicherheit in Sotschi"   hatten.  Mit der russischen Invasion der Ukraine erhalten auch die Rekord Aktien Shortpositionen von Soros einen Sinn, der ja als einer der bekanntesten Finanziers des Putsches in der Ukraine gilt.  Von nun an hat die  Krise eine globale Dimension, die an den Aktienmärkten  nicht mehr spurlos vorbeigehen kann
 
 Putin ist in die Falle getappt. Er  interpretiert den gewaltsamen Sturz der (demokratisch legitimierten) ukrainischen Regierung als einen weiteren Schritt des verdeckten, westlichen Imperialismus, der immer näher an Moskau heranrückt. Mit der Krim Besetzung hat er die Nerven verloren. Er will Macht demonstrieren und eine klare Linie setzen: Hier her  und nicht weiter.   Doch international betrachtet,  dürfte sich das als ein fataler Fehler herausstellen
 
Russland verliert damit viel an Glaubwürdigkeit, die mit dem Snowden Asyl und den diplomatischen Erfolgen in Syrien und im Iran gewonnen wurde. Vor allem in der  Internetgemeinde, die der heterarchischen Ideologie nahe steht, hat sich Putin im Kampf gegen die hierarchisch-elitäre NWO und dem als  Pax Americana verdeckten "Brzezinski-PNAC-RAD-Neocons-Imperialsmus" Vertrauenspunkte erarbeitet. Doch die von Putin propagierte Doktrin, der Westen  solle sich nicht militärisch in die Angelegenheit souveräner Staaten einmischen, wird mit der Krim Invasion ad absurdum geführt.   Jetzt liegen die Trümpfe wieder bei Amerika . Das angelsächsische Medienkartell kann Putin als machthungrigen Aggressor und Brecher des Völkerrechts darstellen. Das wird Russlands Möglichkeiten eingeschränken, wenn es in Zukunft darum geht, amerikanische Militärschläge gegen den Iran, Syrien, oder andere Petrodollar kritische Nationen zu verhindern
 
Putin hat eigentlich nur eine Möglichkeit, wie er aus der Situation noch  als Gewinner gehen kann. Er muss Beweise vorlegen, dass der friedliche Protest in Kiew gegen Korruption und Machtmissbrauch von ausländisch gesteuerten Schlägertruppen unterwandert wurde und  die ukrainische Regierung mit der Hilfe von westlichen Geheimdiensten gewaltsam geputscht  wurde. Er muss beweisen, dass diese ausländisch finanzierten "Terrortruppen" eine tatsächliche Gefahr für die russisch-sprachige Bevölkerung der Krim darstellten.  Und letztendlich müsste eine Volksabstimmung den Anschluss der Krim an Russland legitimieren.  
 
 
 
 

 

Schwellenländer unter Druck

" Vor allem die Eurozone, aber auch die Schwellenländer würden unter einem marginalen Fed Tapering bereits deutlichen Stress zeigen." [i]

Wie in früheren Beiträgen prognostiziert, hat  QE Tapering für  Volatilität in den Schwellenländern gesorgt.  Die Währungen in Russland, Argentinien  und in der Türkei haben deutlich nachgegeben.  Um die Kapitalflucht zu unterbinden, hat die türkische Zentralbank den Leitzins von 4,5% auf 10% erhöht, was sich spürbar auf die Konjunktur auswirken sollte. In Argentinien scheint ein weiterer Staatsbankrott unabwendbar zu sein. Die negativen Folgen eines argentinischen Default für das globale Finanzsystem dürften sich zwar in Grenzen halten, bei der angespannten Lage könnte aber selbst ein geringfügiger "externer Schockfür  große Verunsicherung sorgen.

Das chinesische Finanzsystem zeigt deutlichen Stress. Die Reposätze sind weiterhin volatil und Gerüchte um erste Finanzpleiten machen die Runde [ii].  Es zeigt sich immer deutlicher, dass das hochgehebelte chinesische Finanzsystem aufgrund der enormen Kreditausweitung in einen Zustand der Fragilität übergegangen ist und auf Liquiditätsdrosselungen empfindlich reagiert.

Auch die Aktienbörsen in Europa und Amerika reagieren mit erhöhter Volatilität. Die asiatischen Aktien testen bereits den Freefall Modus.  Der Nikkei hat im bisherigen Jahr 2014 bereits 15% verloren.

Das ist erst der Anfang, denn die Kapitalflucht  wird mit zeitlicher Verzögerung die Konjunktur der Schwellenländer lähmen. Noch länger braucht es, bis die negativen realwirtschaftlichen Rückkoppelungseffekte in Amerika und Europa spürbar werden. Bislang übt sich die Fed demonstrativ darin, die  aufziehende Krise der Schwellenländer zu ignorieren, die durch die QE Drosselung ausgelöst wurde. Wenn die Fed  die Kapitalflucht aus den Schwellenländern nicht unterbindet, werden die  verblendeten "U.S. Recovery"  Bullen in der  zweiten Jahreshälfte 2014 eine Überraschung erleben. Es bleibt ein wahrscheinliches Szenario, dass die Fed spätestens im Sommer  2014 dem Druck der Finanzmärkte nachgibt und das QE Volumen wieder erhöhen wird.

 

Eurozone: Dead Man Walking

"Mit oder ohne  Tapering sorgen die positiven  EU Wirtschaftsprognosen 2014  der politisch kontrollierten Wirtschaftsinstitute für Zwerchfellähmungen unter den MarktbeobachternAngesichts der Verarmung einiger Länder durch Austeritätsprogramme (Irland, Spanien, Griechenland),  der ausufernden öffentlichen und privaten Verschuldung, und dem dysfunktionalen Finanz-,  und Politsystem bleibt ein gesundes Wirtschaftswachstum ausgeschlossenBei dem herrschenden Grad  wirtschaftspolitischer Lähmung und hierarchiepathologischer Starrheit, was bleibt da anderes, als expansive Geldpolitik, um den deflationären Kollaps zu verzögern?"[iii]

"Inflationiere oder stirb" war der Titel des letzten Beitrages. Das gilt  beim derzeitigen Schuldenstand  des öffentlichen Sektors zwar auch für Amerika, aber aufgrund des dysfunktionalen Euro-Währungssystems mit asymmetrischer Fiskalpolitik vor allem für die Eurozone, weshalb die EZB mit expansiver Geldpolitik aggressiv gegen  Deflationstendenzen vorgehen wird. Der IWF und die Medien verbreiten bereits Angst und Schrecken vor dem Deflationsmonster und bereiten der EZB den Weg für Extremmaßnahmen [iv]. Viele Marktbeobachter erwarten den Beginn von Quantitative Easing. Wir erachten diese Variante weiterhin als unwahrscheinlich. Da ein EZB -QE mit rechtlichen Schwierigkeiten einhergeht, wird man zuerst  zum negativen Einlagezins greifen. Erst im absoluten Notfall  wird QE zur Option, um den deflationären Systemkollaps abzuwenden. Fundamental betrachtet, sollte das den Euro schwächen und die Aktien stützen.

"Gute" Lösungen gibt es schon lange nicht mehr. Seit dem Ausbruch der Eurokrise haben wir dafür plädiert, dass die Einführung von Eurobonds und einer koordinierte Fiskalpolitik die Variante mit dem günstigsten Kosten/Nutzen Verhältnis darstellt. (Zweite Option: Auflösung bzw. Restrukturierung des Euro Währungssystems) Deutschland hat das verhindert, um die eigene Machtstellung innerhalb der EU zu verteidigen. Die Rechnung wird nun präsentiert. Wenngleich der ominöse U.S. Aufschwung zu großen Teilen auf Propaganda beruht, ist relativ zu Europa betrachtet,  Amerika konjunkturell davon gezogenEuropa wird währenddessen ökonomisch völlig demontiert. Die Austeritätsprogramme haben weite Gebiete in Dritte Welt Länder verwandelt. In der EU herrscht Massenarbeitslosigkeit, die Vermögensungleichheit wächst, die Kreditvergabe bricht vollkommen ein und die Nachfrage lahmt. Die Sozialsysteme wurden größtenteils vernichtet und Teile der Bevölkerung in die Armut getrieben. Irland hat zwar  die finanziellen Hilfsprogramme verlassen können, das Land liegt wirtschaftlich jedoch am Boden. In Italien gibt es wieder Anzeichen für Probleme im Bankensektor. In Griechenland bahnt sich das nächste Hilfsprogramm an. Portugal und Spanien sind Schachmatt und Frankreich wartet auf den "Hollandschen" Todesstoß.  Eine Trendwende ist nicht in Sicht.  Die Eurozone verfügt weder über die wirtschaftspolitischen Instrumente, noch über die politischen Strukturen, um den Karren aus eigener Kraft herumzureißen.

Wie erwartet, haben die Maßnahmen der Eurokraten den Aufstieg rechter und linker Flügel bestärkt. Nationalistische und antieuropäische Tendenzen machen sich breit, die nun den politischen Selbstfindungsprozess der Eurozone blockieren. Der Economist titelte neulich mit "Europe's New Tea Parties" [v] , ein Ausdruck dafür, dass die Angst des Establishment  vor  Farage, Le Pen und  Wilders  größer wird. Zunehmend bedroht die  Anti-EU-Allianz das Machtgefüge des  Big- Polit-Business-Programm aus Lobbygruppen, Finanzmafia, Großkonzernen und korrumpierten Politmarionetten.

 Hass, Zorn und Wut über die politische Klasse und das parasitäre Finanzsystem  verdichten sich zu antidemokratischen Strömungen und versorgen auch die  linken und rechten Bauernfängern mit leichter Beute. In den verarmten Gebieten wie Griechenland wird der rasche Aufstieg radikaler Gruppierungen ermöglicht. Kein Wunder. Denn die EU-Euphoriker, Brüssel Bürokraten und machtbesessenen Zentralplaner haben Europa an den Rand des Kollaps getrieben. Um die drohenden Aufstände in den Griff zu bekommen, werden sie antidemokratisch antworten und weitere, zentralistische Machtansprüche geltend machen. Sie werden die Einschränkung der Bürgerrechte vorantreiben und die totale Überwachung nach amerikanischen Vorbild probieren. Und sie werden die  "Corporate Fasciscm"  Tendenzen  weiter stärken.

Trotz aller Versuche des Schönredens seitens der Politik und der Massenmedien  wird es immer deutlicher, dass  2008 nicht nur eine gewöhnliche Delle im Konjunkturzyklus gestartet wurde. Diese Krise besitzt eine andere Dimension, die Qualitäten einer globalen Systemkrise aufweist. Der Börsenboom vermittelt eine trügerische Scheinstabilität. Durch geldpolitische Kosmektikeingriffe  und zentralistisch-manipulative Extremmaßnahmen wurden die Märkte ihrer natürlichen Preisfindungsmechanismen enthoben und in einen künstlich-stabilen Ungleichgewichtzustand überführt. Risiken wurden lediglich in die Zukunft transferiert, aber die zugrundeliegenden Systempathologien nicht gelöst. Hinter der Scheinfassade der Stabilität haben sich gewaltige, tektonische Spannungen aufgebaut, die auf ihre Entladung warten.