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Die U.S. Aktienmärkte befinden sich weiterhin in der KorrekturphaseDer U.S. Regierungs "Shutdown" sorgt in den Medien aktuell für Angst und Schrecken. Doch die gesamte Schuldendiskussion ist reine Show.  Selbst wenn das  U.S. Defizit aktuell etwas sinkt, das debt/GDP ratio wird in den nächsten Jahren natürlich weiterhin  anwachsen und die Fed wird die Neuverschuldung  wie gehabt (indirektaufkaufen. Anders wäre es auch gar nicht möglich, die wegbrechende Privatnachfrage während der Balance Sheet Recession zu kompensieren. Ein 16.7 BillionenSchuldenlimit, das am 17.10 eingehalten wird, würde eine Pleitewelle der Unternehmen auslösen, die U.S. Wirtschaft vollkommen zerlegen und den gesamten Globus schlagartig in die Depression stürzen. Welche U.S. Politiker hätten die Widerstandskraftdieses Szenario zu verantworten? Welche Senatoren würden es wagen, den Stolz der großen USA zu brechen,  die Nation in den Bankrott zu schicken und einen Bürgerkrieg zu risikieren

 

Eur/Usd  07.10.2013

Der U.S. "Government Shutdown" hat den Dollar zuletzt geschwächt. Auch der Euro setzt seinen technischen Aufwärtstrend gegenüber dem Dollar fort. Ziel  1,368 bleibt aktiv, solange 1,3531 hält

Chartanalysen Euro

Wir haben am 18. Februar 2013 prognostiziert, dass zyklisch betrachtetAnfang Herbst 2013 die größte Wahrscheinlichkeit für ein längerfristiges Aktienmarkthoch existiert. Zitat aus dem Artikel "Kaufrausch bis maximal Herbst" :

"Das wahrscheinlichstes Szenario ist, dass wir Februar/März in den Aktienmärkten eine Korrektur sehen, nach deren Abschluss der Aufwärtstrend  noch einmal an Fahrt gewinnt. Anfang Herbst  muss dann verstärkt nach charttechnischen Anzeichen für eine längerfristige Hochbildung in den Aktienmärkten gesucht werden. Entgegen den allgemein positiven Konjunkturprognosen rechnen wir  für das Jahr 2013 mit einer Rezession in  Amerika und in Europa. Vor allem im Herbst rechnen wir mit einer schrumpfenden Realwirtschaft. Sollte dieses Szenario eintreten, werden  sich die angesammelten Risiken im System unvermeidbar niederschlagen. Sollte zusätzlich die monetäre Stimulation allmählich ins Stocken geraten, droht  eine starke Zunahme der Volatilität. Im worst case wird man ohnehin nicht mehr in der Lage sein, Geld "schnell genug zu drucken", um den deflationären Kräften entgegenwirken zu können.

Die meisten Bären dürften bis zum Herbst  2013 ihr Fell verloren haben und bankrott sein. Auch die letzten Crashpropheten werden bis dahin ausgetrocknet sein. Idealerweise sehen wir dann Spitzenwerte im bullischen Sentiment und euphorische Zustände unter Privatanlegern über den Segen des neuen goldenen Zeitalters, das auf magische Weise der Menschheit dauerhaften Wohlstand durch exzessive Verschuldung und Geldmengenausweitung sichert. Bei solchen Aussichten ewiger Stabilität darf man sich auch als Privatanleger an der Börse in Sicherheit wägen und gewissenhaft zugreifen. " 

Hier sind wir nun. Dax, Dow Jones und Co haben eine gewaltige Rally hinter sich gebracht. Technisch gab es seit Februar 2013 zwar einige kritische Punkte, an denen wir in den Aktienindizes eine erhöhte Trendwendegefahr identifizieren konnten, grundsätzlich gab es jedoch keinen Anlass längerfristig wirklich bärisch zu werden.  Die technischen Analysen haben dem zyklischen Szenario weitgehenst entsprochen.  Auch jetzt weist das technische Bild im Dax und im S&P500 darauf hin, dass wir  die Gefahr einer längerfristigen Korrektur Anfang Herbst  ernst nehmen müssen

Fundamental hat sich die Lage weiter verschlimmert und die QE Exit Problematik konkretisiert. Wie in einigen Artikeln erörtert1,2,3,4 ), wird immer klarer, dass es aus der Geldmengenausweitung kein zurück mehr gibt. Wenn sich unsere konjunkturelle Erwartung erfüllt und für die zweite Jahreshälfte 2013 (speziell ab Herbst)  rezessive Tendenzen zunehmen, werden die Zentralbanken (vor allem die Fed, aber auch BOE und BOJ)  spätestens 2014 die QE Volumina erhöhen.   Wenn der steigende Euro die Exporte abwürgt, wird auch die EZB in den Währungskrieg mit härteren Geschützen eintreten müssen. Draghi darf dann von der Bazooka endlich zu seiner geliebten Dicken Berta wechseln. 

Sollten die Aktienmärkte jetzt eine scharfe Korrekturbewegung vollziehen und Unterstützungen der Reihe nach wegbrechen, werden die Zentralbanken irgendwann aus Panik die Liquiditätsausweitung erhöhen und womöglich direkte Aktienkäufe starten. Fundamental betrachtet, bleibt es also unwahrscheinlich, dass  ein markiertes Aktienmarkthoch in diesem Herbst , 2014 nicht mehr überboten wird.

Dax 25.09.2013 

 Der Dax hat nach Abschluss der Seitwärtsbewegung das Ziel 8589 erreicht. Wir erwarten eine Bewegung Richtung 8871, danach eine längere Korrektur.

Chartanalysen Dax

Wie von uns erwartet, setzt die Fed Quantitative Easing  unverändert fort. Damit erweisen sich die Bernanke Tapering Kommentare der letzten Monate als reiner Bluff. Für Aktien-, Bond- und Immobilienmärkte heißt das endgültig, dass die Mutter aller Blasen geschaffen wird. Zwar wird eine scharfe Aktienmarkt Korrektur zunehmend wahrscheinlicher, der Crack Up Boom hat dann aber  sein Hoch noch nicht gesehen

"Es ist wahrscheinlich, dass die FED induzierte Verwirrung um QE-Exit ein Testballon ist, wie die Märkte auf eventuelle Liquiditätsdrosselungen reagieren. Womöglich will man etwas Luft aus den Aktien und Bondmärkten ablassen. Die fundamentale Lage lässt ein QE-Exit unserer Einschätzung nach nicht zu. Trader sollten das Szenario im Hinterkopf behalten, dass der Crack Up Boom noch richtig an Fahrt aufnimmt. (...) Die Zentralbanken (FED, EZB, BOJ, BOE) sind Gefangene ihrer eigenen Politik. Sie werden durch ihre planwirtschaftlichten Marktmanipulationen das kranke System solange künstlich am Leben halten, bis die Märkte mit Gewalt wieder die Herrschaft übernehmen. Und dann beginnt die lange Zeit des Schmerzes."   Aus "QE-Exit oder QE Infinity" am 24.Juni.2013

Krugman hatte bis zuletzt davor gewarnt, die Fed dürfe QE ja nicht drosseln, da die Folgeschäden der wirtschaftlichen Abkühlung alle bisherigen Belebungsversuche zunichte machen würden. Seine QE Träume dürften auch 2014 und 2015 in Erfüllung gehen, wir haben das Ende der Zentralbankbilanz-Ausweitung noch lange nicht gesehen. 

Was hier abgezogen wird, ist einfach nur noch lächerlich. Politiker, Zentralbanker, Finanzelite, Medien.... alle klammern sich an die letzten Strohhalme, um ihr krankes und korruptes System irgendwie noch retten zu können. Das orange Programm greift zu den letzten Tricks und kämpft mit aller Verzweiflung um sein Überleben.