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Germany's Next Angriffskrieg: Morden und streben für das Imperium

Deutsche Hybris trifft NATO Kriegstreiber

Für die meisten Bundesbürger war es im September  noch undenkbar, dass Deutschland bald in den syrischen Krieg ziehen wird. Doch die Beteiligung  an diesem Kataklysmus ist schon lange  absehbar. Wir haben frühzeitig  prognostiziert, dass die U.S.-NATO Kriegstreiber das Flüchtlingsdrama nutzen werden, um Bündnisstaaten in diesen "Weltkrieg light" zu verstricken. Wie erwartet, waren die zelebrierten Friedensverhandlungen in Wien nichts als mediale Show und Täuschung. Die Kriegspläne lagen zu dieser Zeit schon lange in den Schubläden.

Die NATO ist als einzige "Organisation" in der Lage, eine Falschmeldung auf allen Titelseiten der Euroländer zu verbreiten. [...] Die Konsequenz, mit der in der Tagespresse  Falschmeldungen zur Flüchtlingskrise verbreitet werden, lassen den Schluss zu, dass sie im direkten Zusammenhang mit militärstrategischen Plänen stehen. Da an der Falschmeldung festgehalten wird, der Flüchtlingsstrom bestehe überwiegend aus notleidenden syrischen Familien, kann das im logischen Umkehrschluss nur bedeuten, dass die Öffentlichkeit auf ein direktes militärisches Eingreifen in Syrien vorbereitet wird.   

Außenpolitisch wird man den Fokus auf Syrien lenken und an die Notwendigkeit militärischen Engagements appellieren. Anfangs mag vielleicht noch von Verhandlungen mit Assad und Putin die Rede sein, aber die USA und ihre NATO Komplizen werden nicht aufgeben. Zuviel wurde mit dem Aufbau des Islamischen Staates schon investiert. Letztendlich wird man die militärische Karte spielen. Und zwar aus einem einfachen Grund: Weil für die westlichen Oligarchen mit Krieg einfach mehr zu verdienen ist.[i]

Nach den Anschlägen in Paris hat das Merkel Regime das Entsetzen der Bevölkerung effizient genutzt, um die Bundeswehr endlich losschicken zu können. Die mediale Hirnwäsche hat auch bei  445 Abgeordneten bestens funktioniert. Der Bundestag  stimmte am 04.12.2015 dem Einsatz zu. Arme verwirrte Seelen. Lediglich die Linken und Grünen stellen sich gegen diesen kollektiven Wahnsinn. Die "Neue Deutsche Außenpolitik", sprich Krieg für das U.S. Imperium, nimmt  praktisch ungehindert Gestalt an. Deutschland kann im Windschatten des Imperiums seine Stellung als Großmacht auch wieder militärisch demonstrieren. Schließlich ist es das beste Deutschland aller Zeiten, so Gauck. Wenn die NATO Kriegshetzer auf die germanische Hybris treffen, bleiben bei der neoimperialistischen Wirtschaftselite keine Wünsche mehr unerfüllt. Endlich dürfen sie das Banner der Demokratisierung wieder auf fremder erdölreicher Erde hissen, geostrategische Einflusssphären sichern und neue Märkte erschließen. Die transatlantische Einheitspresse feiert das profitmaximierende Bündnis und kann die kriegerischen Propagandamühlen so richtig in Gang setzen. Endlich bringen die Söldner Journalisten auch in Deutschland ihre Geschütze in Stellung. Ihr verkündetes Märchen ist ein einfaches: 

 

Der Krieg gegen den Terror

Offiziell kämpft das beste Deutschland aller Zeiten jetzt an der Seite des guten Westens gegen den Islamischen Staat  (IS) und gegen den internationalen Terrorismus. Doch selbst wenn das stimmen würde, wäre der Einsatz unsinnig. Das Eingreifen der "schwach" ausgerüsteten Bundeswehr ist unnötig. (Zumindest offiziell versuchen die Medien krampfhaft darzustellen, wie veraltet und überholt das Kriegsgerät ist, was jedoch teilweise bezweifelt werden kann). Die Militärsupermacht Russland  ist durchaus in der Lage mit dem IS alleine fertig zu werden. Auch die schlagkräftige Armee Frankreichs kommt ohne den lächerlichen Beistand der Bundeswehr klar. Der U.S. Militärapparat könnte den IS in einer Nacht hinwegfegen, wenn er es wollen würde. Der syrische Luftraum ist bereits voll von britischen, kanadischen, israelischen  und anderen High Tech Flugzeugen. Der Bundeswehr Einsatz erreicht nur das, was wir im September prognostiziert haben: Merkel macht Deutschland für die nächsten Jahrzehnte zur Zielscheibe des islamistischen Terrors:   

"Auch wenn die Furcht vor steigender Terrorbedrohung eine logische Konsequenz der einströmenden Massen ist, dürfte die reale Anschlagsgefahr noch überschaubar sein. Terrorbedenken sind derzeit noch relativ unbegründet, weil Deutschland kein direktes militärisches Engagement in der Nahost Krisenregion hat. Je nachdem, wie sich die geopolitische Lage entwickelt, kann sich das aber auch rasch ändern. Deutschland ist weltweit der drittgrößte Waffenlieferant. Viele der Asylsuchenden fliehen letztendlich vor deutschen Waffen. Das ist ein gutes Argument für IS Rekrutierer,  um Hass gegen das Herstellerland schnüren zu können. Auch die "neue deutsche Außenpolitik" mit mehr militärischem Engagement, wie Gauck es formulierte (sprich: Deutschland will endlich wieder ordentlich Krieg führen),  könnte die bislang geringe Terrorgefahr im Inland umkehren." [ii] 

Ist es das wirklich wert? Wegen Solidaritätsbekundungen mit Frankreich werden die Deutschen zu den Gejagten im eigenen Land. Dieser Krieg wird den islamistischen Terrorismus nicht ausmerzen, sondern die Hassspirale erst so richtig anheizen.[iii] Das ist erst der Anfang. Selbst wenn es gelingen sollte, den IS zu zerstören, die nächsten radikalen Gruppen warten schon in den Startlöchern. Sie sehen den islamistischen Terrorismus als die Nemesis für die Schandtaten des Westens. Und solange der Wahhabismus existiert und Länder wie Saudi Arabien oder Amerika  terroristische Netzwerke wie Al-Kaida, Al-Nusra oder den IS finanzieren und mit geheimdienstlichen Know How ausstatten,  werden die Jihadisten die "ungläubigen Heuchler" des Westens in Angst und Schrecken versetzten. Selbstmordattentate bei Großereignissen, der Angriff auf Atomkraftwerke, Giftgasanschläge oder der Einsatz biologischer Waffen.... Von nun an ist alles möglich.

Kein Wunder, schließlich haben westliche Politik und Medien seit 2001 alles daran gesetzt, einen Religionskrieg und Kampf der Kulturen zu entfachen. Sie waren erfolgreich. Misstrauen und Wut haben auf beiden Seiten zugenommen und eine selbstlaufende Hassspirale in Gang gesetzt. Die  jahrelangen Angstkampagnen der Medien haben die europäischen Bürger derartig stark programmiert, dass jeder, der das Wort Terror hört, automatisch einen Islamisten vor seinem geistigen Auge sieht. Durch die allgegenwärtige Terrorparanoia und die gleichzeitige schier endlose Flüchtlingsinvasion nimmt die Islamophobie im Westen zu. Rechtsradikale Flügel erfahren eine enorme Stärkung. Auf der anderen Seite hat die westliche Politik kaum etwas unversucht gelassen, um den islamistischen Hass gegen das verräterische Abendland zu entfachen.

Noch immer versucht die politische Elite die Terrorbedrohung in Europa zu maximieren, indem sie im Zuge der Flüchtlingskrise die Grenzen maximal offen hält. Mit der unkontrollierten Aufnahme  hundertausender illegaler Einwanderer erhält der Wahhabismus in Europa ein endloses Rekrutierungspotential für seine radikale Ideologie. Sie bilden das islamistische Humankapital für ein potentielles Blutbad auf abendländischen Boden über Jahrzehnte hinweg, vor allem dann, wenn die Eurozone aufgrund ihrer integralen Fehlkonstruktionen zerfällt  und die Sozialsysteme zusammenbrechen. Inzwischen ist  bekannt, dass einige Attentäter von Paris über die Balkanroute als Flüchtlinge nach Frankreich kamen. Trotzdem bleiben die Grenzen in Deutschland und Österreich maximal durchlässig. Selbst jetzt, wo der IS durch die massiven russischen Angriffe zerschlagen wird und tausende Kämpfer über die Balkanroute nach Europa flüchten, hält man am Wahnsinn der maximal offenen Grenzen fest. Viele dieser Kämpfer sind es gewohnt, im Irak und in Syrien täglich zu morden und Bombenanschläge zu verüben. Es bleibt abzuwarten, ob sie ihre Gewohnheiten auf europäischen Boden ändern werden.

Bislang war die Wahrscheinlichkeit im Westen durch einen islamistischen Terroranschlag ums Leben zu kommen praktisch bei Null. Dennoch haben die Massenmedien ein Bedrohungsszenario vorgegaukelt, das den islamistischen Terrorismus als allgegenwärtig erscheinen ließ. Mit der Zerschlagung des IS und der gleichzeitigen Einschleusung tausender Jihadisten über die Flüchtlingsrouten erschafft man jetzt tatsächlich ein real existierendes Sicherheitsrisiko unbekannten Ausmaßes.  

 

Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke

Die westlichen Kriegsbefürworter verschweigen gerne Details. Nicht gesagt wird, dass es die völkerrechtswidrigen Angriffskriege in Afghanistan und Irak waren, die den islamistischen  Hass auf den Westen richteten. Nicht gesagt wird, dass der Drohnenkrieg in Pakistan, die Plünderung Lybiens, die Aggressionen gegen den Iran und der Putschversuch in Syrien den Hass auf  die westliche Doppelmoral verstärkt haben. Nicht gesagt wird, dass der Westen seit den New Yorker Sprengarbeiten von 2001 einen Genozid am muslimischen Volk verübt, um geostrategische Interessen durchsetzen zu können. Diese  Verbrechen werden auch noch als heroischer Kampf für hochmoralische Werten verkauft,  der für die  Verteidigung der Menschenrechte, Freiheit und Demokratie eintritt.

 “Die tief empfundene Unstimmigkeit zwischen unseren proklamierten Werten und der Realität ist der Nährboden des IS. [...] Solange wir nicht begreifen, dass jedes Menschenleben gleich viel Wert hat, haben wir den Krieg gegen den IS schon verloren, noch bevor er richtig angefangen hat. (Ulrike Guérot ) ”[iv]

Nach den Pariser Anschlägen zögerten die politischen Heuchler nicht, sich in der Opferrolle zu suhlen. Dabei hat das französische Regime, das (von allen EU Staaten) verhängte Waffenembargo  in Syrien gebrochen, um die rechtmäßig gewählte Regierung über die wahhabitische  Terrorachse zu destabilisieren.  Das gleiche Verbrechen hat die französische Regierung in Lybien begangen. Dort hat sie sogar ein UN Waffenembargo gebrochen, um die lybische Regierung über das Instrument des wahhabitischen Terrorismus zu destabilisieren.

Kaum war die erste Bombe in Paris explodiert, verkündete Hollande bereits den Totalen Krieg gegen den Terror. Das ist erstaunlich. Die Leichen waren noch nicht verpackt, schon hat der Präsident die französische Bevölkerung auf Rache und noch mehr Blut eingeschworen. Nicht nur die Geschwindigkeit, mit der die französische Flotte entsandt wurde, sondern auch das verwendete Vokabular sorgt für Verwunderung. Krieg kann nur gegen einen Staat geführt werden und niemals gegen eine Organisation, Ideologie oder ein politisches Werkzeug. Terrorismus ist per Definition die rechtswidrige Anwendung von Gewalt, um politische Belange durchsetzen zu können. Terrorismus ist ein Instrument der Guerilla Kriegsführung gegen einen überlegenen Feind. Den Krieg gegen ein Instrument der Kriegsführung auszurufen ist  unsinnig, weil das proklamierte Kriegsziel niemals realisiert werden kann. Dieser Feind kann nicht besiegt werden, zumindest nicht, solange es Unterdrückung, Elend und Hass unter den Menschen gibt.

Bereits die Wortwahl "Krieg gegen den Terror" lässt erahnen, dass hier ganz andere Interessen im Vordergrund stehen. Nämlich willkürliche Militärschläge gegen fremde Länder und widerspenstige Regierungen zu rechtfertigen, die sich der Beugung durch den westlichen Imperialismus widersetzen. Das hat transatlantische Tradition. Zufälligerweise sind die Terroristen immer dort, wo Rohstoffe zugegen sind oder bedeutsame geostrategische Schlüsselpunkte für die saudi-amerikanische Petrodollar Allianz liegen. Im Moment ist Terror ein Synonym für Syrien.  Also, worauf warten wir noch? Auf nach Syrien!

Aber wen genau will man in Syrien jetzt eigentlich ermorden?Assad loyale Truppen, gemäßigte Peshmerga, FSA Kämpfer, Al- Nursra, Al-Kaida oder ISIS Gotteskrieger? Oder wird man  vielleicht flächendeckend alles niederbomben und wieder tausende Zivilisten massakrieren?

 

Von der Terrorparanoia zum Überwachungsstaat

Ganz nach amerikanischen Vorbild rechtfertig der undefinierbare "Krieg gegen den Terror" nicht nur den willkürlichen Einmarsch in fremde Länder, sondern auch die krankhafte Entwicklung hin zum Deep State. Praktisch zeitgleich mit den ersten Salven aus den Maschinenpistolen der Pariser Attentäter wurden die Gesetze gegen die französischen Bürger verschärft: Mehr Zensur, mehr Überwachung, mehr totalitäre Strukturen. Die Menschenrechtskonventionen wurden außer Kraft gesetzt, der Gewaltmonopolist kann seither willkürlich Webseiten sperren, willkürlich Menschen unter Hausarrest stellen, willkürlich Hausdurchsuchungen durchführen und willkürlich Treffen von Menschen verhindern.[v] Es gibt bereits Überlegungen, den Ausnahmezustand dauerhaft aufrecht zu erhalten. [vi] Und die verängstigte Bevölkerung bejubelt und begrüßt diese Entwicklungen auch noch. Doch nicht nur Frankreich ist auf dem besten Weg zum Polizei und Überwachungsstaat nach dem Vorbild des  U.S. Faschistenregimes.  Die Gefahr besteht, dass ähnliche Zustände auch bald in Deutschland herrschen werden, zumindest die Tendenz dorthin ist  bereits ersichtlich.

Die Verlogenheit, mit der von einer kleinen Gruppe versucht wird, Terror als Vorwand zu nehmen, um die vollständige Kontrolle über den globalen Informationsfluss zu erlangen, zeigt sich anhand einfachster Beispiele, wie dem PS4 Netzwerk.[vii] Wer sich mit Verschlüsselung und sicherer Kommunikation beschäftigt, findet immer Wege, um von Big Brother ungesehen zu bleiben. Professionelle Netzwerke wie der IS bilden ihre Zellen darin aus, unentdeckt zu bleiben. Die Entscheidungsträger an der Spitze der Machthierarchie wissen das. Sie interessieren sich einen Deut um die präventive Terrorabschirmung, sondern alleinig um die Zementierung ihrer Macht und Kontrolle. Jeder Terroranschlag liegt damit in ihrem direkten Interesse zur Bekämpfung heterarchischer Organisationsstrukturen, die zu mehr Transparenz der überwachenden Datensammler führen könnten und der Bevölkerung zu mehr Entscheidungsfreiheit, Mitspracherecht und direkter Demokratie verhelfen könnten.

Die Konzentration von Kapital und Information innerhalb eines elitär-hermetischen Zirkels der Macht  begünstigen  die schrittweise Aushebelung demokratischer (heterarchischer) Prozesse  und stärkt faschistische (hierarchiepathologische) Tendenzen. Der gemeinsame Verschwörer, der korrupte Politiker, Geheimdienste, globale Großkonzerne, Systembanken und verschwiegene Leitmedien koordiniert, ist der Profit. Vom Blick  der Masse noch weitgehend  unbemerkt, erhebt sich ein unersättlicher Leviathan, der nach Profitmaximierung und Allmacht strebt.  

Es  gibt einen "evolutionär bedingten Kampf" zwischen  Hierarchien und Heterarchien[viii], der bereits in zahlreichen Artikeln diskutiert wurde.[ix] Wir können an der Prognose festhalten, dass westliche Staaten alles versuchen werden, hierarchische Machtstrutkuren auszubauen und heterarchische Organisationsprinzipien zu schwächen, um das Orange Bewusstseinsprogramm[x] am Laufen zu halten. Und, dass sich dieser Kampf bis in das Jahr 2020 intensivieren wird.

 

 Flüchtlinge als Waffe

Merkel hat den Bundeswehreinsatz damit verteidigt, dass nicht nur die Ursache des Terrorismus, sondern auch des Flüchtlingsproblem bekämpft wird. Doch Willy Wimmer hat es richtig erkannt:  Fluchtursachen bekämpfen heißt, der Bundeskanzlerin das Handwerk legen. [xi]

"Denn der gewaltige Flüchtlingsstrom wurde nicht zuletzt durch die vollmundigen Versprechungen der deutschen Bundeskanzlerin mit ausgelöst. Es wurde der unerfüllbare Eindruck vermittelt, dass eine unbegrenzte Anzahl von Migranten willkommen sei, unbegrenzt Zugang zum Sozialsystem bestehe und allen ein besseres Leben offen stehen würden." [xii]

"Es steht außer Frage, dass die Flüchtlingswelle die Folge der U.S. Geopolitik ist. Doch es gibt  Anschuldigungen, dass auch das fokussierte Flüchtlingschaos in Deutschland von angelsächsischer Seite mit initiiert wurde bzw. bewusst verstärkt wurde, um die kriegsmüde deutsche Bevölkerung für eine militärische Beteiligung in Syrien zu gewinnen."[xiii]

Wir haben diese  Vermutung im September geäußert. Seither  mehren sich die Anzeichen, dass das Flüchtlingschaos nicht zufällig zustande gekommen ist, sondern von Interessensgruppen an der Spitze der politischen Entscheidungshierarchie bewusst herbeigeführt wurde. [xiv]Es läuft exakt nach Drehbuch und  wie von uns vorhergesagt. Der Einsatz der Bundeswehr in Syrien ist nur ein weiteres Puzzlestück, das sich einfügt.

 

 "Europa steht nur noch unter einer Regierung. Obwohl sie nach außen gut dasteht, ist sie teuflisch und korrupt." 
Nicolaas van Rensburg

 

Völkerrechtlich IMMER legitim

Wie wird dieser Einsatz zunächst aussehen? Anstatt der von uns erwarteten Sicherheitszonen, will man vorerst noch harmloser erscheinende "Aufklärungsflüge" starten. Das Mandat für den Kampfeinsatz lässt aber jetzt schon andere Dimensionen erahnen. 1200 Mann werden in der ersten Welle entsendet. Das Mandat  beschränkt sich nicht auf Syrien, sondern über eine viel größere  Region, die weite Teile des Mittleren Ostens umfasst. Das macht skeptisch. So ganz nebenbei wird auch der Einsatz in Mali ausgeweitet, wo deutsche Soldaten für die französische Atomindustrie sterben.

Trotzdem ist laut Bundesregierung natürlich alles im Lot. Verteidigungsministerin  von der Leyen belehrte uns sogar,  es handle sich in Syrien lediglich um einen bewaffneten Konflikt, nicht um einen Krieg.[xv]

Offiziell heißt es auf der Seite der Bundesregierung:  "Völkerrechtliche Grundlage für die Entsendung ist die Unterstützung Frankreichs, Iraks und der internationalen Allianz in ihrem Kampf gegen IS auf der Grundlage des in Art. 51 der Charta der Vereinten Nationen garantierten Rechts auf kollektive Selbstverteidigung und im Zusammenhang mit den Resolutionen 2170 (2014), 2199 (2015) und 2249 (2015) des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen.

Die Unterstützung für Frankreich erfolgt darüber hinaus in Erfüllung der Beistandspflicht desArt. 42 Abs. 7 des Vertrags über die Europäische Union. Die Entsendung erfolgt im Rahmen und nach den Regeln eines Systems gegenseitiger kollektiver Sicherheit nach Art. 24 Abs. 2 des Grundgesetzes. [xvi]

Schon heute unterstütze Deutschland mit der Ausbildung und Ausrüstung der Peschmerga im Nordirak den Kampf gegen den IS. Mit ihrem Antrag zur Entsendung der Bundeswehr in die Konfliktregion wolle die Bundesregierung nicht nur ihre Solidarität mit Frankreich ausdrücken, sondern auch die Anstrengungen der internationalen Koalition unterstützen. Laut von der Leyen folgt sie damit der Resolution 2249 des UN-Sicherheitsrats vom 20. November. Darin fordert der Sicherheitsrat die Staaten auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den IS zu stoppen." [xvii]

Klingt  vorzüglich und macht darauf Lust ordentlich los zu bomben. Doch Vorsicht ist angebracht: Deutschland hat für diese militärische Operation keine Einladung der syrischen Regierung. Es gibt kein Mandat des UN Sicherheitsrates, das diesen Kriegseintritt/Militäreinsatz rechtfertigen könnte.

Es gibt keine offizielle staatliche Kriegserklärung an Deutschland, die den Verteidigungsfall rechtfertigen könnte. Es gibt keine offizielle staatliche Kriegserklärung an  die europäischen Staaten, die den kollektiven Selbstverteidigungsfall auslösen könnte. Die deutsche Verfassung verbietet jedoch unmissverständlich einen Angriffskrieg.

Das Entscheidende: Die Aufklärungsdaten werden Russland nicht zur Verfügung gestellt. Russland operiert auf Einladung der syrischen Regierung und hat als einziges Land das Völkerrecht im Rücken. Dennoch verweigert die westliche Rohstoff Mörderbande, Pardon "die Allianz der Willigen", die Kooperation mit Russland. Das zeigt bereits, gegen wen dieser Einsatz tatsächlich gerichtet ist und welche Ziele der deutsche Kriegseintritt wirklich verfolgt.

Wie der Bundeswehr Kampfbefehl tatsächlich lautet, ist belanglos. Hauptsache ist derzeit nur, dass die offizielle Version so harmlos wie möglich klingt. Welchen Unsinn die Bundeswehr in Syrien veranstalten wird, ist letztendlich egal. Es geht hier alleine darum, möglichst viele westliche Staaten in den Konflikt zu ziehen, um einen starken Block des U.S. Imperiums gegen Russland-China aufzustellen.

Natürlich geht es hier auch für Deutschland primär nicht um Flüchtlinge oder um die Bekämpfung des Terrorismus, sondern um ökonomisch-geostrategische Interessen und Macht. Der Islamische Staat ist ein Vorwand, ein bewusst erschaffenes Werkzeug, um in Syrien endlich den Fuß in die Türe zu bekommen. Es geht um die US-Nato Interessen gegen die Hauptkonkurrenten Russland und China, die mit der schiitischen Iran-Irak-Syrien-Libanon Brücke ihre Einflusssphäre in Nahost sichern wollen. 

Und genau das macht diesen Kriegseintritt für Deutschland so gefährlich.

Selbst wenn Obama im Konflikt mit Putin sowohl in Syrien, als auch in der Ukraine um Deeskalation bemüht ist, die Neocons und Hardliner im inneramerikanischen Machtgefüge warten nur auf ihre Chance, um endlich den offenen Krieg gegen Russland zünden zu können. Vor allem wenn Trump an die Macht kommt, was so gut wie sicher ist, wird das U.S. Imperium einen letzten verzweifeln Versuch starten, seine alleinige Weltherrschaft gegen das Russland-China (Bric) Bündnis zu verteidigen. Das wird die Endschlacht des "American Dream" und das ausgerechnet unter der Führung eines Irren. Die deutschen Politiker müssen blind sein, wenn sie diese Gefahren nicht erkennen.

Wie gefährlich die Lage in Syrien bereits jetzt  ist, zeigte der türkische Abschuss der russischen SU24 und die Art und Weise, wie die NATO darauf reagiert hat. Es handelte sich offensichtlich um eine geplante Aggression gegen Russland, um Putin zu provozieren und um die Beziehungen zum Westen weiter zu vergiften. Die Türkei und die NATO zeigten damit ganz offen, wo ihre Interessen liegen und in welche Richtung sich der Konflikt weiter verschärfen wird. Die Situation ist völlig absurd. Westlichen Pressemitteilungen zufolge meldete sich danach sogar Kim Jong zu Wort und drohte, die Türkei mit Atomraketen von der Landkarte zu fegen, sollte noch ein russischer Flieger abgeschossen werden.

 

Weltkrieg light

Während die Erfolgsaussichten überschaubar sind, dass der islamistische Terrorismus durch den deutschen Kriegsbeitritt  geschwächt wird, sind die Risiken unbegrenzt. Syrien ist Schauplatzes eines dystopischen Plots. Über 30 Staaten und Kriegsparteien mit stark divergierenden Interessen sind militärisch involviert.[xviii] Außerdem stehen sich die konkurrierenden Militär-Wirtschaftsbündnisse USA-Nato und Russland-China direkt gegenüber. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis dieses Pulverfass explodiert und zu einem >total destruction war< eskaliert. Und das in wirtschaftlich volatilen Zeiten mit quasi Nullwachstum, ausufernden Staatschulden, Asset Blasen aufgrund von Quantitative Easing und der Gefahr eines Minsky Supergaus des Fiat-Money Finanzsystems. Alles, was es jetzt noch braucht, ist ein passender Funke.

Unfassbar ist der Konsens, mit dem der westliche Mainstream diese Entwicklungen annimmt. Kritik und widerstandslos zieht er seinem Schicksal entgegen, die Ereignisse stets aus dem Blickwinkel des Entertainments betrachtend. Es ist unmöglich Breschen in die Mauern der Meinungsmacher zu schlagen.

Aber das Erschreckendste, auf das ich bisher gestoßen bin, ist die Rede[xix] eines Herren, der wenig später als einer der größten Massenmörder in die Geschichte einging. Dass eine solche Rede bald wieder Anklang finden könnte, sagt alles über den Zustand unserer Gesellschaft aus. Wohin man auch blickt: Misstrauen, Wut und Hass machen sich wieder breit.

 

 

 



[iii] Nach den ersten  islamistischen Terroranschläge  in Deutschland  wird man auch hierzulande dazu übergehen, den DEEP STATE nach transatlantischem Vorbild auszubauen: Mehr Polizeistaat, mehr Überwachung, mehr Zensur, mehr hierarchische Machtstrukturen.  Tschüss Freiheit und Demokratie

[viii] Während Hierarchien an lineare, stabile, prognostizierbare, newtonsche Prozesse des mechanischen Weltbildes der Moderne angelegt sind , entsprechen Heterachien eher den nichtlinearen,  netzwerkartigen Prozessen des kontextbezogen postmodernen Weltbildes und sind damit eher an chaostheoretische und quantentheoretischen Entdeckung, an dissipative Strukturen und neuronalen Netzwerke angelegt. Während Hierarchien die konzeptionelle Grundlage für die Mechanisierung und die industrielle Revolution lieferten, stellen Heterachien womöglich die stabilere Organisationsbasis für die Kommunikations- und Informationsgesellschaften dar.

[ix] "6.6. Hierarchie-Heterarchie"  in "Die Flüchtlingskrise aus integraler Sicht:Chance oder Endzeit" von Oliver Sorin http://perfect-trader.com/index.php?option=com_content&view=article&id=6182:die-fluechtlingskrise-aus-integraler-sicht-chance-oder-endzeit&catid=69:science&Itemid=275#_ednref104

[xii] "Als oberste  Kämpferin der Sommermärchen Asyllobby hat sich Mutti Merkel in Szene gesetzt. Ihr Aufruf, alle seien willkommen, hatte fast biblische Ausmaße erreicht. Mit einem Schlag war  Asylpolitik von jeglichen Regeln und Bedenken entbunden und von Pathos durschwelgt. Man musste sich fragen, ob Merkel  den Verstand verloren hat. Wochenlang wurden wir Zeugen davon, wie Deutschland zu einer quasi rechtsfreien Zone erklärt wurde. Zigtausende sind ohne jedwede Kontrolle in das Land gepilgert. Nachdem die  Massen mobilisiert wurden und die halbe Welt aufgebrochen war, um ins neue Paradies Deutschland zu strömen, wurden über Nacht die  Grenzen wieder "geschlossen". Praktisch hat sich jedoch wenig verändert. Die Grenzkontrollen sollten nur die Sorgen der Bevölkerung beschwichtigen. Ein angeblicher geheimer Erlass von De Maiziere  dürfte dafür sorgen, dass weiterhin nach Belieben eingereist werden kann.  Merkel  hat falsche Anreize für Wirtschaftsflüchtlinge gesetzt, die von Deutschland alleine nicht geschultert werden können."

 

Brennpunkt Syrien

 

Syrien: Zwischen Propaganda, Imperialismus und Systemverfall

 
 
Bereits in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat der einflussreiche Globalstratege Zbigniew Brzezinski die Bedingungen für die amerikanische Weltherrschaft skizziert.  In "The Grand Chessboard" beschreibt er die Zukunft des amerikanischen Imperialsmus auf Basis militärischer Übermacht und kultureller Assimilation. Wirtschaftliche Überlegenheit wird durch global agierende Megakonzerne gesichert. In Anbetracht des Ölfördermaximus muss sich der geostrategische Imperialmsus auf Eurasien konzentrieren.  Nur wer die Kontrolle über Eurasien erlangt, kann die Entwicklung anderer Länder  behindern, und die Vormachtstellung zementieren. Brzezinski machte in der Vergangenheit an zahlreichen Stellen deutlich, dass bei der Umsetzung der Pläne Menschenleben keine Rolle spielen. Auch wenn die Zahl der Kriegstoten in die Millionen geht, auf dem Schachbrett des globalen Machtkampfes zählen sie nur als Bauernopfer.  
 
Das Project for New American Century (PNAC), mit Politgrößen wie Rumsfeld, Cheney und Wolfowitz,  formulierte zur Jahrtausendwende ähnlichen Ziele: Die totale Überlegenheit Amerikas, die Bekämpfung der Konkurrenten wie Russland und China und ökonomische sowie kulturelle Hegemonie. Wichtige Länder auf dem Speißeplan wurden festgelegt: Afghanistan, Irak, Syrien und Iran.  Für die amerikanischen Vorherrschaft sei es notwendig, das Militär enorm aufzurüsten und zu modernisieren.  Der Plan bekam den Namen Rebuilding Americas Defense. Und wie Brzezinski, kam auch das PNAC bereits vor dem 11. September 2001 zum Schluss, dass, um erfolgreich zu sein, der amerikanische Imperialismus ein gewaltiges Trauma, wie ein neues Pearl Harbor, benötigen werde.  Nach dem Kalten Krieg bräuchte man einen neuen Feind. Ohne ihn würde die Transformation des Militärs ein sehr langwieriger Prozess werden, so der damalige Konsens. 
 
Wer  Papiere von Kissinger, Brzezinski und PNAC Mitgliedern wie  Kagan studiert, wird auf die weltpolitischen Ereignisse der letzten 12 Jahre und auch auf die Syrienkrise, vielleicht eine andere Sichtweise erhalten. Zu Beginn mag Wes Clark weiterhelfen: "Wir zerstören 7 Länder in 5 Jahren:  Irak, Lybien, Libanon, Somalia, Sudan, Syrien und Iran."
 
   
 
Syrien: Zwischen Propaganda, Imperialismus und Systemverfall