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Gold 09.10.2013

Die Goldbullen verzweiflen weiterhin an der herrschenden Kursschwäche des Edelmetalls. Trotz Erhöhung der Geldmenge in Amerika, England und Japan bleibt die erwartete Inflation in den Ländern niedrig. Von der Hyperinflation der Goldpropheten fehlt noch immer jede Spur, im Gegenteil, die Zentralbanken kämpfen verzweifelt gegen deflationäre KräfteObwohl, zumindest fundamental betrachtet, ein QE Exit der Fed in den nächsten zwei Jahren unmöglich erscheint, hält sich der Dollar weiterhin stabil.  Auch die BOE und die BOJ setzen QE fort, was Gold gegenüber den Fiat-Währungen stärken sollte, zumindest in der Wahrnehmung einiger kritischer Marktkommentatoren wie beispielsweise Mark Faber (Historisch betrachtet ist die positive Korrelation von steigender Inflation und steigenden Goldpreisen nicht konstant gegeben, sondern nur temporär). Trotzdem, aus Sicht vieler Goldbullen ist die fundamentale Lage der Weltwirtschaft und des Crash gefährdeten Finanzsystems mit fallenden Goldpreisen unvereinbar.

Technisch betrachtet gab es seit April 2013 am Abwärtstrend jedoch keinen Zweifel. Wir sind in unseren Analysen seit 1590 langfristig bärisch. Doch nun ermöglicht die ausgeformte Preis Zeit Struktur   eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine längerfristige KursstabilisierungIm Bereich um 1260 muss  der Start einer bullischen Phase eingerechnet werden, die Gold zurück auf ein Niveau von 1550 treiben könnte. Mehr zu diesem möglichen Szenario dann in der nächsten Analyse

Das kurzfristige technische Bild: Gold hat das Ziel 1290 planmäßig  erreicht. Eine weitere Verkaufswelle wird jetzt wahrscheinlich, danach werden die Bullen ihr Glück  wohl erneut versuchen.

Chartanalysen Gold

Rückblick:

Gold hat das letzte Szenario erfüllt, Wir haben eine zwischenzeitliche Erholung bis 1358 erwartet und nach deren Abschluss einen weiteren Kursfall auf 1290. Mit dem Bruch von 1358 wurde das zwischenzeitliche Erholungspotential bis 1390 verlängert. 1390 wurde jedoch nicht überschritten, womit der Abwärtstrend intakt blieb und das Ziel 1290 zu keiner Zeit in Frage gestellt wurde.

Prognose:

Solange 1295 nicht unterschritten wird, bleibt das Erholungspotential geöffnet, bei einem Bruch von 1327 muss ein Test von 1350 eingerechnet werden

Bei einem Bruch von 1304 würden wir auf 1295 wartenEin Bruch von 1295 macht eine Bewegung wahrscheinlich, die ihr Ziel zwischen 1275 und 1255 verfolgt. Nach Abschluss dieser Welle müsste eine mehrwöchige bullische Phase im Gold als mögliches Szenario untersucht werden

Rückblick:

Gold hat die Bedinungen für die Fortsetzung des Erholungsszenarios erfüllt, indem  1340 nicht überschritten wurde. Das 1425 wird planmäßig weiter angesteuert.

Prognose:

Der kurzfristige Aufwärtstrend bleibt voll intakt, solange 1380 nicht unterschritten wird. Kurzfristige Korrekturen dürfen bis 1383 führen, ohne dass das Erholungsszenario an Momentum verliert. Wir rechnen weiterhin damit, dass 1425 erreicht wird, nach einer Korrektur hat die Erholungsbewegung weiterhin Platz bis 1450. 

Langfristig bleiben wir bärisch, wir schätzen die gesamte Erholungsbewegung seit dem Juni Tief als korrektiv ein, nach deren Abschluss der übergeordnete Abwärtstrend seit Oktober 2010 noch einmal eine Verkaufswelle startet. Vor allem im Bereich um 1450 wird es dann für die Bullen gefährlich, wir erachten die Marke als Widerstand, der neuerlichen Verkaufsdruck wahrscheinlich macht.

Gold hat 1280 unterschritten, das Ziel 1266 allerdings nicht mehr erreicht. Der Bruch von 1321 konnte eine Aufwärtswelle Richtung 1341 starten.

Diese Welle ist noch intakt und läuft Richtung 1425. Ein Bruch von 1340 ist ein Alarmsignal, ein Test von 1270 muss dann eingerechnet werden

Rückblick:

Gold hat sich perfekt an das erwartete Primärszenario gehalten.  Der Ausbruch über 1341 ist nicht gelungen, womit kein Signal für die Trendfortsetzung aufwärts aktiviert wurde.  Der Bruch von 1310 hat Schwäche angedeutet und die Bewegung in Richtung 1298 initiert. Der Bruch von 1298 hat als nächstes in den prognostizierten  Unterstützungsbereich 1280 geführt.

Prognose:

1280 hat bislang gehalten. Wie bereits in der letzten Analyse festgehalten, würde ein Bruch von 1280 eine Bewegung in Richtung 1266 wahrscheinlich machen.  Ein Bruch von 1266 macht als nächstes einen Test von 1260 wahrscheinlich.

Sollte 1294 nicht unterschritten werden, wäre ein Bruch von 1321 ein bullisches Signal, ein weiterer Test von 1341 muss dann eingerechnet werden

Rückblick:

Gold hat nach der letzten Analyse 1323 nicht unterschritten und die eingerechnete Bewegung auf 1350 noch vollzogen. Danach hat der Bruch von 1323 zum aktivierten Ziel 1312 geführt. 1295 wurde noch nicht unterschritten, womit das Erholungsszenario noch nicht neutralisiert wurde.

Prognose:

Wir haben in den letzten Analysen festgehalten, dass der Bereich um 1330 die Möglichkeit aufweist, eine weitere Verkaufswelle zu starten.  Ein Bruch von 1298  würde dieses Szenario bestätigen und unserer Ansicht nach das Erholungsszenario beenden. Als nächstes wäre dann ein Test von 1280 wahrscheinlich. Sollte 1280 nicht halten, muss als nächstes auf 1266 geachtet werden.   

Solange 1298 hält, haben die Bullen noch die Chance auf eine weitere Aufwärtswelle. Idealerweise sollte die Korrekturbewegung dafür 1310 nicht mehr unterschreitenNach Abschluss der Korrektur, wäre ein Bruch von 1341 ein Signal für die Trendfortsetzung in Richtung 1362.

Bislang halten wir jedoch noch am primären Erholungsszenario fest. Wie bereits zu Beginn der Aufwärtsbewegung prognostiziert, halten wir weiterhin daran fest, dass diese Erholung keine dynamischen Kaufwellen sehen wird, und sich zeitlich, als auch preislich als Korrekturbewegung des Abwärtstrends ausformt.  Längerfristige Bodenbildungssignale sind noch nicht in Sicht.  

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